Kategorie:Baudenkmal

Aus Hist. Verein Herne / Wanne-Eickel e. V.
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Ein Baudenkmal ist ein Bauwerk oder eine bauliche Anlage, an deren Erhaltung ein öffentliches Interesse besteht, weil sie für die Geschichte des Menschen, für Städte und Siedlungen, für die Arbeits- und Produktionsverhältnisse oder für die Entwicklung von Kunst und Architektur von Bedeutung ist. In Nordrhein-Westfalen ergibt sich der rechtliche Rahmen für den Denkmalschutz aus dem Denkmalschutzgesetz NRW.

Baudenkmäler sind materielle Zeugnisse der Stadt- und Regionalgeschichte. Sie dokumentieren bauliche, technische, soziale und wirtschaftliche Entwicklungen und tragen wesentlich zum historischen Gedächtnis einer Stadt bei. In Herne spiegeln Baudenkmäler insbesondere die Geschichte der Industrialisierung, des Bergbaus und des damit verbundenen städtischen Wachstums wider.

Die Eintragung eines Gebäudes in die Denkmalliste der Stadt Herne erfolgt nach fachlicher Prüfung durch die Untere Denkmalbehörde. Maßgeblich ist dabei die Frage, ob das Objekt bedeutend für die Geschichte, die Wissenschaft, insbesondere die Architektur- oder Technikgeschichte, oder für das Stadtbild ist. Mit der Eintragung unterliegt das Baudenkmal besonderen Schutzbestimmungen, die Veränderungen, Instandsetzungen oder einen Abriss nur unter bestimmten Voraussetzungen zulassen.

Baudenkmäler sind damit nicht nur Objekte des Schutzes, sondern auch Quellen der Geschichtsforschung und wichtige Bestandteile der städtischen Identität. In Herne bilden sie ein dichtes Netz historischer Bezugspunkte, das von industriellen Anlagen über Wohn- und Verwaltungsbauten bis hin zu Sakralbauten reicht.

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