Bochumer Straße 52 (Herne)

Aus Hist. Verein Herne / Wanne-Eickel

Die Villa Bochumer Straße 52 in Herne ist ein unter Denkmalschutz stehendes Baudenkmal. Die an der Westseite der Bochumer Straße, in deren Teilbereich zwischen Kronprinzenstraße und Otto-Hue-Straße, befindliche Villa, entstand im Jahr 1898 nach einem Entwurf des Herner Architekturbüros Rasmusson & Luschnath in den Stilformen der Neorenaissance.

Überblick
Bildinfo: Bild: Arnoldinus 2014[1]
Erbaut: 1898
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Letzte Änderung: 18.04.2026
Geändert von: Andreas Janik

Die Eintragung des Gebäudes Bochumer Straße 52 in die Denkmalliste der Stadt Herne erfolgte am 3. März 1986 (Denkmal Nr. A 21).[2] [3]

DENKMAL NR. 21

  • Villa
  • Bochumer Straße 52, Herne-Mitte
  • Erbaut: 1898
  • Architektur: Rasmusson & Luschmann
  • Details: Der stark gegliederte Baukörper wird durch einen hohen Knickschweifgiebel im Dachgeschoss, einen dreigeschossigen Turmanbau mit Kuppelabschluss und durch einen über Eck gestellten, erdgeschossigen Erkervorbau geprägt. Der straßenseitig angebaute Wintergarten fällt durch das mit kleinteiligen Sprossenfenstern ausgefachte Holzfachwerk auf. Die Verglasung ist teilweise grün gefärbt. An allen Bauteilen findet sich vielfältige Ornamentik, die das eklektizistische Gesamtbild unterstreicht. Das Gebäude ist ein bedeutendes Beispiel für die Villenarchitektur, die zu Anfang des 20. Jahrhunderts in der entscheidenden städtischen Blütenphase Hernes, entstand.

Beschreibung

Das Grundstück ist bei einer Tiefe von annähernd 53 m und einer mittleren Breite von 26 m rund 1370 m² groß. Die Villa überdeckt bei einer Breite von rund 18 m und einer Tiefe von 14 m etwa 258 m².[4]
Der zweieinhalbgeschossige Mauerwerksbau weist in der Fassade eine Mischung aus Putz- und Stuckelementen auf (Wappen etc.; u. a. im Knickschweifgiebel und am Turm). Über dem an der Nordseite gelegenen eingeschossigen vorspringenden Eingang befindet sich im Obergeschoss ein kleiner Balkon. Die Schauseite an der Bochumer Straße von fünf Achsen ist mehrfach stilistisch gebrochen: zur linken ein vorspringender, in Fachwerk ausgeführter Wintergarten, zur rechten ein oktogonaler Eckanbau (beide eingeschossig) und zur Mitte ein dreigeschossig aufragender und überkuppelter turmartiger Anbau. Die bewegte Dachlandschaft weist unterschiedliche Neigungen und zur Straße eine dreiteilige Spitzgaube auf.

Um 1986/87 erfolgte nach einer Planung des Herner Architekten Heinemann eine Sanierung und Modernisierung der Bausubstanz.


Ursprungstext mit Autorenverzeichnis

Wikipedia.org. (Abgerufen am 26. Dezember 2023)

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Einzelnachweise

  1. https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Herne_Bochumer_Stra%C3%9Fe_52.jpg
  2. Stadtvilla. auf ruhr-bauten.de, abgerufen am 23. Januar 2014.
  3. Herne. Architektur im Ruhrgebiet. Hrsg. Oberstadtdirektor Herne und BDA, Bezirksgruppen Herne und Wanne-Eickel, Emschertal-Museum, Herne 1987, ohne ISBN, S. 17.
  4. Alle Flächen und Masse nach http://www.tim-online.nrw.de/