Wiescherstraße 184 - Waldschule - Herne-Constantin

Aus Hist. Verein Herne / Wanne-Eickel e. V.
Waldschule
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Die Waldschule ist eine ehemalige Grundschule der Stadt Herne im Constantiner Wald. Die Zeche Vereinigte Constantin der Große errichtete diese Schule als "Kleinkinderschule" - einem Vorläufer der Kindergärten - im Zuge ihres Siedlungsbau in Constantin. In dem zwischen der Zechenanlage und der Wiescherstraße liegenden Wäldchen, was von der Zeche als Naherholungsgebiet zur Zechenanlage dazugekauft wurde, entstand 1907 dieses Gebäude. Im Mai 1908 seiner Bstimmung übergeben, behütete damals eine Diakonisse 80 bis 90 Kinder, derenz Zahl bis 1912 auf bis zu 120 Kinder gestiegen war. Der Besuch dieser Kleinkinderschule war kostenlos. Ebenfalls im Gebäude war seit 1908 für die Frauenen und Kinder der Kolonie eine Badeanstalt eingerichtet worden, welche kostenlos bis zu 1000 mal im Monat benutzt wurde! Auch eine eigene Bibliothek war vorhanden.

Nach dem Ende der beiden Schulen an der Kronenstraße wurde die Kleinkinderschule zur städtischen Grundschule umgebaut.

Im Juli 2012 wurde die mittlerweile seit dem 27. April 1994 unter Denkmalschutz stehende Schule leer gezogen.

Seit September 2013 ist das Schulgebäude von einer privaten Gesellschaft als Privatschule angepachtet, wobei vertraglich eine Kaufoption eingeräumt wurde.

DENKMAL NR.577

  • ehem. Waldschule
  • Wiescherstraße 184
  • Erbaut: 1907
  • Architekt:
  • Details: Die ehem. Kleinkinderschule (Waldschule) wurde nebst Beamtenwohnung für die Gewerkschaft Constantin der Große in Bochum um 1907 geplant und erbaut. Es handelt sich um ein 2 1/2-geschossiges freistehendes Gebäude mit einer Ziegel-Putzfassade und ziegelgedeckten verspringenden Walmdächern. Zum Hof hin zeigt sich das Gebäude durch ein hohes Podest, rechts und links über mehrere Stufen erreichbar erschlossen. Der Eingangsbereich ist weiterhin durch eine Fachwerkkonstruktion mit Satteldach überdacht. Zur Straße hin zeigt sich das Gebäude ebenfalls trauf- und giebelständig. Die Fassade im Bereich des Dachgeschosses sowie die Giebelfelder waren ursprünglich in Blendfachwerk gestalte. Das Gebäude der Kleinkinderschule diente nicht nur schulischen Zwecken. Im Sockelgeschoß befanden sich Duschräume, die ganz offensichtlich den Einwohnern der angrenzenden Bergarbeitersiedlung zur Reinigung zur Verfügung standen.

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