Schachtgerüst Teutoburgia

Aus Hist. Verein Herne / Wanne-Eickel
Schachtgerüst Zeche Teutoburgia
Teutoburgia 23 Gerd Storm 20180311.jpg
Bildinfo: Gerd Storm 2018
Erbaut: 1907/1908
Stadtbezirk: Herne-Sodingen
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Letzte Änderung: 14.01.2024
Geändert von: Andreas Janik

Das Schachtgerüst der ehemaligen Zechenanlage Teutoburgia ist unter der Nr. 4 am 20. November 1984 in die Denkmalliste der Stadt Herne eingetragen.
Dazu folgende Begründung:

Objektbeschreibung
DENKMAL NR. 4
■ Schachtanlage Teutoburgia
■ Schadeburgstraße 12a (bzw. Am Förderturm), Sodingen
■ Erbaut: 1907/1908
■ Architektur:
■ Details: Das Schachtgerüst Teutoburgia wurde als „Deutsches Strebengerüst“ erbaut.
Zusammen mit dem dazugehörenden Fördermaschinenhaus bildet es die heute noch bestehende Restanlage der Zeche Teutoburgia. Die angrenzende, in den Jahren 1909-1923 errichtete Siedlung Teutoburgia und die Wohnanlage Teutoburgiahof ist städtebaulich auf die Anlage der ehemaligen Zeche Teutoburgia ausgerichtet. Charakteristisch hierbei ist die enge räumliche Nähe zwischen Wohn- und Arbeitsbereich. Die Zechenanlage und die Wohnsiedlung als Gesamtanlage sind stadtbild- und landschaftsprägend. Das Schachtgerüst Teutoburgia mit dem Fördermaschinenhaus ist bedeutend für die Entwicklung der Arbeits- und Produktionsverhältnisse in der Geschichte des Bergbaues.

Gerd Biedermann † 2015
Gerd Biedermann † 2015


Sanierung 2024-2026

"Das Fördergerüst der ehemaligen Zeche Teutoburgia im Osten von Herne wird saniert. Dafür erhält die Stadt rund 1,6 Millionen Euro aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm XII des Bundes. Am Mittwoch, 10. Januar 2024, haben Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda, die Bundestagsabgeordnete Michelle Müntefering und die städtischen Mitarbeiterinnen aus dem Fachbereich Gebäudemanagement Karla Fürtges, Fachbereichsleiterin, und Sabine Albrecht, über diese Zuwendung informiert.

„Es ist seit geraumer Zeit der Wunsch da, mit der Sanierung des Förderturms das Areal aufzuwerten. Mit dem Fördergerüst haben wir eine Landmarke im Osten der Stadt, die weit ausstrahlt und auch weit über Herne hinauswirkt“, sagte Oberbürgermeister Dr. Frank Dudda bei dem Termin vor Ort. Bisher fehlte für die Umsetzung das Geld.

Die Sanierung des Förderturms soll voraussichtlich 2026 fertiggestellt werden. Beginnen sollen die Arbeiten bis Ende September 2024. Dafür werden zunächst externe Planungs- und Bauleistungen beauftragt. Die Sanierung wird anschließend unter denkmalpflegerischen Gesichtspunkten und dem größtmöglichen Substanzerhalt erfolgen.

„Wir stehen hier vor einem Kleinod der deutschen Kulturgeschichte“, so Bundestagsabgeordnete Michelle Müntefering, die sich für die Förderung eingesetzt hat. „Jetzt ist es so, dass der Bund das auch offiziell macht. Nicht nur mit der Förderung, sondern auch mit der Aufnahme in das Denkmalschutz-Programm des Bundes“, ergänzte sie. Der Turm stehe in einem Stadtteil, wo großes bürgerschaftliches Engagement besteht, so Müntefering. Sie sei ebenfalls dankbar für den Einsatz der Lokalpolitiker*innen.

Die Förderung wurde für die denkmalgerechte, nutzungsneutrale Generalsanierung genehmigt. Dazu gehören unter anderem die Untersuchung der Tragfähigkeit aller Bauteile mit einer umfassenden Schadenskartierung. Im Anschluss sollen verschiedene Gerüst- und Stahlbauarbeiten durchgeführt werden.

Mit dem Fördergerüst sichert Herne ein bedeutsames Bauwerk der deutschen Industriegeschichte. „Der Turm ist einzigartig in Deutschland – den gibt es so komplett erhalten nur noch hier“, erklärt Karla Fürtges, Fachbereichsleiterin des Gebäudemanagements. Projektleiterin Sabine Albrecht ergänzt: „Durch die Sanierung wird ein Wetterschutz für die nächsten 20 Jahre gewährleistet.“

Die Generalsanierungsmaßnahme am Förderturm von Schacht 1 der ehemaligen Zeche Teutoburgia wird mit 1.641.309 Euro bezuschusst. Die komplette Fördersumme stammt aus dem Bundeshaushalt und berechnet sich aus den zuwendungsfähigen Gesamtausgaben in Höhe von rund 3,3 Millionen Euro. Die Kosten der gesamten Sanierung belaufen sich voraussichtlich auf rund 3,8 Millionen Euro.

Auch Stadtrat Karlheinz Friedrichs, Bezirksbürgermeister von Sodingen Mathias Grunert und weitere Vertreter*innen der Lokalpolitik waren bei dem Pressegespräch anwesend. „Es ist ein Traum, der in diesen schwierigen Zeiten wahr wird, dass es jetzt möglich ist, den Erhalt langfristig zu sichern. Das ist für uns wie ein Sechser im Lotto“, so Mathias Grunert."[1]

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Einzelnachweise