Herner Anzeiger

  • Gründung: 1905. Erste Ausgabe: 1. April 1905
  • Letzte Ausgabe: 1941
  • Ausrichtung: Zentrum (katholisch)
  • Verfügbarkeit: Im Stadtarchiv Herne vorhanden.

Aus der Geschichte der Druckerei Röttsches

  • 1905 begann alles mit der Tageszeitung 'Herner Anzeiger', der am 1. April erstmals erschien. Dieses Datum wurde als Gründung des Verlages Herner Anzeiger durch Josef Ingmanns fixiert. Bereits ein Jahr später wurde der Buchdrucker und -händler Johannes Koethers Teilhaber, und der Verlag firmierte unter Ingmanns & Koethers.
  • 1906 "Stolberg (Rheinl.). Neu eingetragen betr. Stolberger Druckerei und Verlagsanstalt Schneider & Co., G. m. b. H. An Stelle des Redakteurs Norbert Schneider ist Josef Ingmanns, bisher in Herne, zum Geschäftsführer der Gesellschaft bestellt worden."[1]
  • 1909 kam Josef Röttsches nach Herne und wurde zunächst Assistent seines Onkels Johannes Koethers und später Geschäftsführer. Er war verantwortlich für den technischen und kaufmännischen Bereich, während, Joseph Ingmanns der Redaktion vorstand.
  • 1921 trat dessen Sohn Heinrich Ingmanns als neuer Gesellschafter ein und löste seinen Vater als Leiter der Redaktion ab.
  • 1926 errichtete das Unternehmen in der Bebelstraße einen - wie es damlas hieß - Monumentalbau. Damit wurde in kleinem Rahmen der Verkauf von religiösen Schriften und Devotionalien möglich.
  • 1927 schied Heinrich Ingmanns aus der Redaktion und als Gesellschafter aus. Josepf Röttsches wurde nun offiziell Gesellschafter, und der Verlag firmierte unter Koethers & und Röttsches mbH.
  • 1928 erschien das erste Herner Telefonregister, Vorläufer des heutigen Örtlichen Fernsprechbuches. Ein Jahr später baute das Unternehmen den Buchhandel verstärkt aus.
  • 1934 schied Johannes Koethers aus der Gesellschaft aus. Sein Anteil fiel an seinen Neffen Josef Röttsches. Der Firmenname Koethers & Röttsches wurde beibehalten und das Unternehmen als Einzelfirma geführt.
  • 1941 wurde im Wege kriegswirtschaftlicher Maßnahmen - so die offizielle Version - der Zeitungsverlag geschlossen. Die technische Betriebseinrichtung des Zeitungsbereiches musste demontiert und verkauft werden. Übrig blieben nur noch einige Geräte für den Akzidenzdruck. In der stark zusammengeschrumpften Druckerei und der kleinen Buchhandlung waren jetzt noch zehn bis zwölf Personen beschäftigt. [2]
  • 1946 siehe Ruhr-Nachrichten

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Quellen