Bahnhofstraße 81

Aus Hist. Verein Herne / Wanne-Eickel
Bahnhofstraße 81
Bildinfo: Abbildung von 1913
Erbaut: 1912/13
Stadtbezirk: Herne
Ortsteil: Herne-Mitte
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Letze Änderung: 19.02.2026
Geändert von: Andreas Janik


Die Bahnhofstraße kurz nach 1913
Die Bahnhofstraße kurz nach 1913
Anzeige von 1913
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Die Besiedlung des Gebiets an der damals neuen Landstraße, der heutigen Bahnhofstraße, in Herne begann nach 1840. Das erste bebaute Grundstück befand sich an der nördlichen Ecke der Poststraße. Dieses Areal gehörte ursprünglich zur Flur "In der Koppenburg", die sich östlich der alten Landstraße von der Straße Im Dülskamp bis zur Dornstraße erstreckte und im Besitz des Hauses Strünkede war.

Im Jahr 1811 wurde die Koppenburg zwangsversteigert und in 13 Parzellen aufgeteilt. Diese Parzellen wurden von einer Reihe Herner Kötter erworben. Die Parzelle 13, die 2 Morgen, 113 Ruten und 50 Fuß umfasste, wurde vom Landwirt Joh. Henr. Gruthoff gt. Vortmann für 2500 Taler erworben. Später ging sie in den Besitz des Landwirts Friedr. Wilh. Cremer über. Im Jahr 1877 gehörte das Grundstück seinem Sohn, dem Arzt Dr. med. Ludwig Cremer. Es war zu dieser Zeit mit zwei Häusern bebaut: eines an der Stelle des heutigen großen Geschäfts- und Wohnhausbaus neben Cafe Stracke (ehemals Schreiber & Cie.) und das zweite an der Grabenstraße, wobei die heutige Cafeecke ein freier Hofraum blieb.

Das erste Haus an der Bahnhofstraße 81 wurde 1893 vom Händler (später Wirt) Heinrich Leushacke erworben. 1899 ging es in den Besitz des Auktionators Friedrich Köster und des Landwirts Karl Schulte-Nölle über. Im Jahr 1912 wurde der Architekt Heinrich Dickhoff Eigentümer. Dieser errichtete im selben Jahr den heutigen großen Geschäfts- und Wohnhausbau. Das Haus gehörte später seiner Witwe.[1]

Neubau 1912/1913

Der Herner Anzeiger berichtete über den Neubau aus den Jahren 1912/1913: "Dieser im modernen Geschäftshausstil mit Anklängen an Barock an der unteren Bahnhofstraße von der Architektur- und Baufirma H. Dickhoff errichteten Neubau hat bei einer Höhe von etwa 18 m 24 m Frontlänge. Die Firma Schreiber & Co., deren Geschäftsräume in den Neubau eine Fläche von 1600 m² bedecken wird, [...] Die Schaufenster werden durch eine moderne, großstädtische Innenbeleuchtung von etwa 20 000 M.K. beleuchtet."[2]

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Einzelnachweis


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Einzelnachweise

  1. Quelle: Leo Reiners: Aus der Geschichte der Bahnhofstraße V
  2. Herner Anzeiger vom 22. Februar 1913. Online auf Zeitpunkt.nrw