St. Peter und Paul (Kirche) Börnig
Die Kirche St. Peter und Paul Börnig-Sodingen ist eine katholische Gemeindekirche in Herne und liegt an der Kirchstraße/Widumer Straße.

Bis zum 31. Dezember 2016 war sie Gemeindekirche der St. Peter und Paul Gemeinde im Pastoralverbund Herne-Ost des Dekanates Emschertal im Erzbistum Paderborn. Heute gehört sie zur Katholische Pfarrgemeinde St. Dionysius Herne.
Baugeschichte
Kirchlich gehörten alle katholischen Bewohner der Bauernschaften Börnig, Sodingen und Gysenberg sowie Horsthausen ursprünglich zur Pfarrei St. Lambertus in Castrop. Um 1818 wird die Bevölkerungszahl mit 584 Personen angegeben, davon 546 katholische Gemeindemitglieder. Um 1885 betrug diese schon 2000 Gemeindemitglieder und seit dem 28. April 1892 feierte die Gemeinde ihre Gottesdienste in der an der Ecke Kirchstraße/Widumer Straße (Widum = Pfarrhaus) gebauten Notkirche St. Urbanus. Diese Notkirche diente der Mutterpfarrei beim Umbau ihrer Kirche St. Lambertus als Domizil und auch die alte Kirchenglocke aus Castrop aus dem Jahre 1643 ging auf St. Urbanus über (1906 nach Merklinde, 1943 verschollen). Zusammen mit St. Joseph wurde am 9. April 1900 die Pfarrei Börnig-Sodingen mit Gysenberg von Castrop Unabhängig und errichtet.[1] Es gelang dem neuen Kirchenvorstand der Gemeinde Börnig-Sodingen, ein Grundstück gegenüber der Notkirche, der Hollerte Stock genannt, anzukaufen und zuerst einen eigenen Friedhof einzurichten. Durch die Gründung des politischen Amtes Sodingen wird der Wunsch eine eigene Pfarrkirche zu bauen größer und die Planungen werden vorangetrieben.
Nach den Plänen des Regierungsbaumeisters Hermann Wielers wird das neugotische Gebäude durch den Sodinger Bauunternehmer Philipp Rehkopp erbaut. Der Baupreis betrug 200500 Mark. Am 28. April 1902 erfolgte der erste Spatenstich, am 29. Juni 1902 (Peter & Paul) die Grundsteinlegung durch den Bischof Wilhelm, am 8. Dezember 1903 die Einsegnung und am 14. Juli 1906[2] die feierliche Konsekration der nunmehr dem Patronat von St. Peter und St. Paul zugedachten Kirche, durch den Paderborner Weihbischof Augustinus Gockel.
Die Stein- und Bildhauerarbeiten wurden von der Wrexener Sandsteinkompanie übernommen, die auch das Material (Wrexener Sandstein" lieferte.[3]
"Die Kirche ist in rein gotischem Stile gebaut. Ihre Länge beträgt mit dem Turme 54 m. Die Breite des Hauptschiffes ist 9 m, die der Nebenschiffe je 5 m. In der Vierung hat sie eine Breite von 25.5 m. Die Höhe der Kirche bis zur Dachspitze ist 24 m, bis zur Turmspitze 71 m."[4]
Am Pfingstsonntag 1943 und besonders am 9. November 1943 wird das Kirchengebäude schwer beschädigt und die Kirche für 13 Monate gesperrt[5]. 1951/1952 wird die bauliche Sicherheit der Kirche mit schlichter Malerei und Verglasung wiederhergestellt.
Am 15. November 1991 beschließt die Bezirksvertretung Sodingen, die Eintragung der kath. Pfarrkirche St.-Peter-und-Paul in die Denkmalliste der Stadt Herne zu beantragen. Am 13. Februar 1992 gab die Stadt Herne daraufhin folgenden Bescheid: "Gemäß § 3 des Gesetzes zum Schutz und zur Pflege der Baudenkmäler im Lande Nordrhein-Westfalen vom 11. März 1980 ..., ist die kath. Pfarrkirche St. Peter und Paul, in 4690 Herne 1, Gemarkung Börnig, Flur 12, Flurstück 5, als Baudenkmal mit Wirkung vom heutigen Tage in die Liste der Baudenkmäler der Stadt Herne eingetragen worden."[1]
Ausstattung
Hochaltar
Siehe: Hochaltar - St. Peter und Paul Börnig (1902)
Weitere Ausstattung
- Zwei Standbilder der Patrone St. Peter und Paul, entstanden um 1730, 1921 angekauft von Franz Heise, Warburg.
- 1967 Bildstock "Maria im Baum" von Hermann Gesing mit Ikone "Wladimir Skaja" der Gottesmutter von Wladimir.
- 2003 Ambo, Altartisch, Osterleuchter u. Taufbrunnen aus der Werkstatt Michael & Christof Winkelmann aus Möhnesee-Günne.
- Altar aus grünem Mainsandstein (132x132x96) den Stipes aus Messing mit Bogenornamente = 12 Tore Jerusalems - 12 Bergkristalle.
- Ambo aus grünem Mainsandstein (134x118x60) mit vier historischen Evangelisten Statuen der alten Kanzel
- Taufbecken aus grünem Mainsandstein (82x82x92) mit historischer Abdeckung
Kirchenpanorama
Das Erzbistum Paderborn stellt auf seiner Homepage Panoramen der Kirche zur Verfügung. https://panorama.erzbistum-paderborn.de
FENSTER
Die ersten Fenster stammten von der Mainzer Werkstatt Franz Kraus. An Pfingsten 1943 wurden alle Fenster der Kirche durch eine Luftmiene zerstört und nur provisorisch erneuert.
1950 schuf Walter Klocke (1887-1965)[6] die ersten neuen Fenster.
Hochchor:
- fünf Fenster mit Ornamente
Linkes Querschiff: (durch die Orgel verdeckt)
- Fenster mit Thema zur Eucharistie
Rechtes Querschiff:
- Szenen aus dem Leben des hl. Paulus: Blendung, Predigt, Enthauptung.
- Szenen aus dem Leben des hl. Petrus: Verleugnung, Schlüsselübergabe, Kreuzigung.
- Darüber: Die vier Evangelistensymbole.
Marienkapelle (links):
- Die freudenreichen Geheimnisse des Rosenkranzes: Verkündigung an Maria, Maria bei Elisabeth, Geburt Jesu, Darbringung im Tempel, Wiederfindung Jesu im Tempel.
- Die schmerzreichen Geheimnisse des Rosenkranzes: Jesus am Ölberg, Geißelung, Dornenkrönung, Kreuzweg, Kreuzigung.
- Die glorreichen Geheimnisse des Rosenkranzes: Christi Auferstehung, Himmelfahrt, Geistsendung, Aufnahme Mariens in den Himmel, Krönung Mariens.
Apostelkapelle (rechts):
- Szenen aus dem Leben des hl. Joseph von Nazareth: Maria und Joseph, Verlobung, ein Engel erscheint Joseph.
- Segnender Christus, Bergarbeiter vor dem Petersdom, darüber Joseph.
- Szenen aus dem Leben des hl. Joseph von Nazareth: Christi Geburt, heilige Familie, Tod des Joseph
Weitere Fenster in den Kreuzschiffen zeigen Heilige bzw. Patrone des Erzbistum Paderborns
- St. Elisabeth von Thüringen und St. Heinrich II.
- St. Liborius von Le Mans, St. Hathumar von Paderborn.

Zwischen 1979 und 1984 wurden die Hauptschiff-Fenster und 1985 die Turmrossette durch Jupp Gesing neu gestaltet.
Linke Seite: Thema: Gemeinde
- Ornamente und 1. Gründung der Kirche, Geistsendung (Apg 2,1-4)
- Ornamente und 2. Leben und Glauben im Hause der Lydia (Apg 16,11-15)
- Ornamente und 3. Gemeinschaft im Brotbrechen (Apg 2,42).
- Ornamente und 4. Paulus legt dem kranken Vater des Publius die Hände auf (Apg 28,7-9).
Rechte Seite: Thema: Jesus
- Ornamente und 1. Taufe Jesu im Jordan (Lk 3,21-22).
- Ornamente und 2. Die samaritische Frau am Jakobsbrunnen (Joh 4,1-12).
- Ornamente und 3. Fußwaschung (Joh 13,1-16).
- Ornamente und 4. Heilung des Gelähmten (Lk 5,17-26).
Rosette: Thema: Vollendung der Welt
In der Mitte ist Christus als Sonne, umgeben von den Paradiesflüssen dargestellt. Neben zwei Engelgruppen erscheinen 24 erlöste Perosnen und Darstellungen der acht Seligkeiten. In den unterern Zwickeln befinden sich Darstellungen von Adam und Eva. Eingesegnet wurde dieses abschließende Werk am 8. Juni 1985.
Glocken
Vgl.: Geläut (St. Peter und Paul)
Orgel
-> Orgelgeschichte der St. Peter und Paul Kirche (Börnig)
Friedhof
Neben der Kirche besitzt die Gemeinde einen eigenen Friedhof. Er wurde angelegt, damit die Katholiken der Sodinger, Börniger und Holthauser Gemeinden ihre Toten nicht mehr in Castrop beerdigen mussten. Heute ist er der Gemeindefriedhof der St. Dionysius Gemeinde Herne.
St. Josefs Hospital (Marienhospital - Klinik II)
Seit dem 20. April 1913 gehörte ein Krankenhaus mit dem Namen Josefs-Hospital zum Besitz der Gemeinde.
Thomas Morus Haus
Das 1963/1964 erbaute Haus der Jugend wurde 2009 grundlegend renoviert und erweitert. Es dient seit der kommerziellen verpachtung des Urbanushauses als Gemeindezentrum.
Urbanus Haus
1927 entsteht das Vereinshaus am östlichen Ende des Friedhofes. Besonders die Kolpingfamilie Herne-Sodingen und die Pfarrbibliothek hatten hier ihren Sitz. Seine Räume sind seit mehreren Jahrzehnten verpachtet und beherbergt das Restaurant "Zum Urbanus".
Pfarrer und Geistliche
| Amtszeit | Name | Lebensdaten | Anmerkungen |
|---|---|---|---|
| 1899–1901 | Pfarrer Franz Keweloh | (* 12. Mai 1841 in Westönnen; † 1. Mai 1929[8]) | 1887–1925 Pfarrer der Muttergemeinde St. Lambertus in Castrop.[9] 29. Juli 1892 Berufung zum Dechanten von Dortmund.[10] 1921 Ernennung zum Geistlichen Rat.[11] 21. Februar 1928 Erster Ehrenbürger der Stadt Castrop-Rauxel[12] |
| 1892–1897 | Pfarrvikar August Wolf | (* 15. Oktober 1868) | später Pfarrer in Schwalenberg und Nieheim |
| 1897–1901 | Pfarrverwalter Anton Floren | (* 17. Januar 1871 in Ossendorf; † 30. Januar 1933 in Essentho) | Vikar in Oberschledorn, Beverungen und Pfarrer in Essentho |
| 1901–1908 | Pfarrer Heinrich Menne | (* 12. Februar 1867, † 18.05.1914 Attendorn) | Pfarrer in Attendorn |
| 1908–1922 | Pfarrer Johannes Bräkling | (*27. Mai 1868; † 27. Januar 1922 Sodingen, ± P) | |
| 1922–1933 | Pfarrer Philipp Reker | (* 18. April 1874 Paderborn; † 21. Juni 1955 Lippstadt/Esbeck) | Am 2. April 1897 Priesterweihe in Paderborn, bis 1906 Vikar in Wattenscheid, 1906-1908 Pfarrvikar in Riesel (Brakel), 1908-1910 Vikar in Langendreer, 1910–1922 Pfarrer in Werne, 1922-1933 in Sodingen und 1933–1955 in Esbeck. |
| 1934–1964 | Pfarrer Joseph Prenger | (* 26. August 1879 in Schlückingen/Werl, † 28. Oktober 1964 Herne-Sodingen, ± P) | Am 24. März 1904 Priesterweihe in Paderborn, Vikar in Halberstadt und Großalsleben, 1907-1922 Vikar in St. Peter und Paul, 1922-1934 Pfarrer in Herne-Holthausen und von 1934 bis 1964 Pfarrer in St. Peter und Paul. |
| 1964–1972 | Pfarrer Theodor Pott | (* 12. Juni 1925 in Gelsenkirchen, † 18. Oktober 1972 in Herne-Sodingen, ± P) | 1943 Abitur in Gelsenkirchen, Militärdienst und Gefangenschaft in den USA. Studium in Paderborn und Freiburg. Priesterweihe am 6. August 1952 in Paderborn. Vikar in Gevelsberg und Sundern, 1961 Vikar an St. Marien in Baukau. |
| 1. Januar 1973–14. Dezember 1985 | Pfarrer Josef Pennig | (* 12.03.1932 Warburg † 14. Dezember 1985, ± P) | |
| 1. Juli 1986–1. Dezember 2010 | Pfarrer Heribert Zerkowski | (* 13. Mai 1944 in Witten, † 8. Dezember 2010 in Herne[13], ± P) | Priesterweihe 1971 in Paderborn, Dechant des Dekanates Herne (1997–Juli 2006) und des Dekanates Emschertal (Juli 2006–April 2010), Geistlicher Rat ad honores 2. Dezember 2010 |
| Seit dem 1. Dezember 2010 | Pfarrer Thomas Poggel | Pfarrer im Pastoralverbund Herne-Ost, zugleich in St. Dreifaltigkeit Herne-Holthausen |
Ab 2017 siehe St. Dionysius Herne.
P = Priestergruft auf den katholischen Friedhof St. Peter und Paul, Sodingen.
Vikare (Auswahl)
| Amtszeit | Name | Lebensdaten | spätere Dienste |
|---|---|---|---|
| 1892-1897 | Kaplan August Wolf[14] | ||
| 1897-1901 | Kaplan Floren[15] | ||
| 1901–1909 | Kaplan Johannes Nilles | Pfarrer in Friedrichroda | |
| 1909–1922 | Kaplan Josef Prenger | s.o. | 1922–1934 Pfarrer zu St. Dreifaltigkeit Herne-Holthausen |
| 1904–1914 | Kaplan Karl Stier | Pfarrer in Bergkamen-Rünthe | |
| 1914–1916 | Kaplan Lange | ||
| 1916–1927 | Vikar Hermann-Josef Sczech | Pfarrvikar in Bochum | |
| 1922–1931 | Kaplan Friedrich Schneider | Pfarrer in Thüle | |
| 1925–1927 | Vikar Sasse | ||
| 1927–1933 | Vikar Anton Schwingenheuer | Dompastor in Paderborn, Msgr., 1960 Gründer und langjähriger Vorsitzender der St. Liborius-Fraternität | |
| 1931–1932 | Vikar Johannes Heinz | Pfarrer in Bödexen | |
| 1932 | Vikar Stütte | ||
| 1932–1937 | Vikar Josef Brockmann | * 1890–1975 | Pfarrer in Clarholz, Dompropst |
| 1933–1934 | Vikar Josef Fickermann | Pfarrvikar in Liesen | |
| 1934–1936 | Vikar Albert Peters | Anstaltspfarrer in Werl | |
| 1936–1940 | Paul Ostermann | Pfarrer in Wickede (Ruhr) | |
| 1937 | Christian Zimmermann | ||
| 1937–1949 | Vikar Wilhelm Garg | * 1910; † 22. Juli 1998 in Minden | 1966–1987 Propst in Minden |
| 1940–1946 | Vikar Josef Ludwig | 1956–1974 Pfarrer in Verl | |
| 1944–1947 | OP | Dominikanerkloster St. Albert (Walberberg) | |
| 1947–1949 | Vikar Josef Heinze | Vikar in Hagen | |
| 1949–1961 | Pater Klemens Kuhlmann, Missionare vom Kostbaren Blut | Superior in Kufstein | |
| 1949–1950 | Pater Thomas Immekus, Pallottiner | † 3. Januar 2005 | Dekanatsjugendseelsorger Olpe |
| 1951–1958 | Vikar Paul Stork | Pfarrer in Wanne | |
| 1952–1959 | Vikar Hans Leo Drewes | Weihbischof in Paderborn | |
| 1959–1961 | Vikar Heinz-Günter Dimmerling | Vikar in Castrop-Rauxel und Dortmund, 1965–1974 Pfarrvikar in Dreis-Tiefenbach, dort seit 2001 Subsidiar für das Dekanat Siegen, Pfarrer in Lippstadt. | |
| 1961–1962 | Vikar Friedrich Dietz | * 1915, † 23. Juli 2001 | Pfarrer in Altenbögge und Bönen |
| 1960–1968 | Vikar Herbert Spar | (†) | Pfarrer in Grüne (Iserlohn) |
| 1962–1965 | Vikar Karl-Heinz Kaiser | Pfarrer i.R. in Bielefeld | |
| 1963–1965 | Vikar Winfried Froning | Lehrer in Hagen | |
| 1965–1967 | Vikar Heinrich Palberg | Vikar in Wiedenbrück | |
| 1967–1973 | Vikar Heribert Widdekind | (* 19. Januar 1934 in Dortmund; † 1. Oktober 2011[16][17]) | 1973–1977 Vikar in Hagen-Emst, 1977–1984 Pfarrvikar zu St. Pius in Herne, 1984–2008 Pfarrer in Scharfenberg, Seit 2008 Subsidiar in Brilon, Geistlicher Rat |
| 1968–26. September 1971 | Vikar Heinrich Bredenbröker | (* 1932, † 1. Mai 2010 in Lippstadt-Bad Waldliesborn) | Pfarrer zu St. Josef Habinghorst |
| 18. März 1973–31. August 1975 | Vikar Norbert Mania | Pfarrer in Paderborn | |
| Oktober 1977– Oktober 1979 | Vikar Elmar Nübold | (* 11. April 1944 in Altenhundem, Sauerland) | Propst in Paderborn |
| 1991–1995 | Vikar Erik Richter | (* 4. März 1964 Hörde) | Vikar in Fröndenberg, Pfarrer in Seoul (2001–2007) und Shanghai (2001–2004). 2007-2014 Pfarrer in Herne-Eickel. |
Bilder
- "In der Nacht zum 13. Juni 1943 wurde unsere Gemeinde schwer heimgesucht. Eine Mine, die auf dem Friedhof niederging, richtete furchtbare Verheerungen an der Kirche, am Krankenhause, Jugendheim, Pfarrhause und der Vikarie an. Alle Gläubigen waren erschüttert, als sie am hochhl. Pfingstfeste zum Gottesdienste kamen und die Zerstörungen an unserer Kirche sahen. Alle Fenster fehlten. Auch die schweren steinernen Einfassungen in dem großen Rosetten-Fenster auf der Orgelbühne, die Chorfenster, die erst im Jahre 1920 (Ergänzung: eingebauten) großartigen Petrus- und Paulus-Fenster im Kreuzschiff, alles war vernichtet. Im Jahre 1942 waren Turm- und Kirchendach repariert, die Dachrinnen erneuert, der Innenraum der Kirche bis zum Gewölbe ausgemalt. So war unser Gotteshaus von innen und außen in bestem Zustand, bis in der Pfingstnacht 1943 das alles wieder zerstört."
- "Dazu die Geschwister Sternemann, Kirchstraße:
- "Pfingsten 1943 - In der Nacht fiel eine Sprengbombe großen Kalibers auf unseren Friedhof.
Rundum eine wüste Zerstörung. Die Kirche unbenutzbar; das Pfarrhaus, Krankenhaus und auch das Jugendheim wiesen große Schäden auf.
Im Saal des Jugenheimes wurde monatelang der Gottesdienst abgehalten. - Der damalige Vikar Hengsbach (später Bischof von Essen) aus Baukau kam mit dem Motorrad angefahren, um die Messe zu zelebrieren."
- "Pfingsten 1943 - In der Nacht fiel eine Sprengbombe großen Kalibers auf unseren Friedhof.
- "Bombenerschütterungen die Kirche arg beschädigten, mußte sie diesmal aus Sicherungsgründen (das nördliche Dach war über das Mauerwerk gedrückt worden) für 13 Monate gesperrt werden. Der Gottesdienst fand in dieser Zeit in der Krankenhauskapelle und im Saal des Jugendheimes an der Widumerstraße statt." [18]
Literatur
- Theodor H. Pott. 75 Jahre Katholische Kirchengemeinde in Herne-Börnig-Sodingen 1892-1967. Libertas Verlag, Wiesbaden, 1967.
- Karl Hartung. Die St. Lambertus-Pfarrei in Castrop-Rauxel. Ein geschichtlicher Rückblick. Regensbergische Verlagsbuchhandlung, Münster (Westf.), 1947, S. 67.
- Sodinger Rundblick 147/1983, 80 Jahre St. Peter und Paul Kirche / 90 Jahre Pfarr-Caritas St. Peter und Paul Teil II.
Weblinks
- Panorama der St. Peter und Paul Kirche
- Website des Pastoralverbunds Herne-Ost
- Stiftung Forschungsstelle der Glasmalerei des 20. Jahrhunderts eV: Herne, Kath. Kirche St. Peter und Paul (mit weiteren Bildern), abgerufen am 23. Dezember 2010
Lesen Sie auch
- Artikel (← Links)
- Heribert Zerkowski (1944-2010) Dechant (← Links)
- St. Peter und Paul (Weiterleitungsseite) (← Links)
- St. Dreifaltigkeit (Herne) (← Links)
- Bergmannsbuche (← Links)
- Heinrich-Schütz-Straße (← Links)
- Börnig (← Links)
- Kirchstraße (← Links)
- Sportplatz DJK Sodingen-Börnig (← Links)
- Von-Gluck-Straße (← Links)
- St. Barbara (Röhlinghausen) (← Links)
- Jupp Gesing (1922-1998) Künstler (← Links)
- 1964 (← Links)
- 1900 (← Links)
- 1903 (← Links)
- 1906 (← Links)
- 1912 (← Links)
- 1911 (← Links)
- 1985 (← Links)
- 1943 (← Links)
- Josefs-Hospital (← Links)
- 1991 (← Links)
- Alfons Vogt (1914-2015) Pfarrer (← Links)
- Katholische Pfarrgemeinde St. Dionysius Herne (← Links)
- 8. Dezember (← Links)
- 14. Dezember (← Links)
- 9. April (← Links)
- 5. Juli (← Links)
- 28. Oktober (← Links)
- 9. November (← Links)
- 15. November (← Links)
- Denkmalliste Herne (← Links)
- Ein gläsernes Bild des Bergbaus - Glasfenster im Herner Bahnhof (← Links)
- Kath. Friedhof St. Laurentius (← Links)
- Urkunde 2016 November 16 (← Links)
- Emilie Engel (← Links)
- Haus Galland (← Links)
- Kath. Friedhof St. Dionysius (St. Peter und Paul) (← Links)
- Wilhelm Tinnemann (← Links)
- Hermann Gesing (1913-1997) Künstler (← Links)
- Wie entsteht ein Kirchenfenster - Schug 2019 (← Links)
- Kirchenbücher St. Peter und Paul Sodingen (← Links)
- Was die hundertjährigen Karten von Herne uns erzählen Teil 5 (1928) (← Links)
- Theodor Wiese (← Links)
- St. Urbanus (Notkirche 1891-1906) Börnig (← Links)
- Joseph Prenger (1879-1964) Pfarrer (← Links)
- Einweihung der evangelischen Kirche in Sodingen (1904) (← Links)
- Heinrich J. F. Reinhardt (← Links)
- Urkunden über die Liste der Kriegsteilnehmer“ des 1. Weltkrieges 1914-1918 Peter & Paul (← Links)
- Geläut (St. Peter und Paul) (← Links)
- Heribert Zerkowski (1944-2010) Dechant (← Links)
- Lebensbaum - Friedhofskreuz - Börnig 1977 (← Links)
- Hochaltar - St. Peter und Paul Börnig (1902) (← Links)
- Ildefons Bollinger (1929-2026) Kirchenmusikdirektor (← Links)
- Hans Ludwig Stephan (1944-2019) Pater Barnabas CMM - Seelsorger und Heimatforscher (← Links)
- Heinrich Lubbers (1877-1964) Gärtner (← Links)
- Orgelgeschichte der St. Joseph Kirche (Horsthausen) (← Links)
- Orgelgeschichte der St. Peter und Paul Kirche (Börnig) (← Links)
Ursprungstext mit Autorenverzeichnis
Wikipedia: St. Peter und Paul (Herne), abgerufen am 22. Januar 2016
Einzelnachweise
- ↑ "In der katholischen Kirche gelangten am weißen Sonntag die Urkunden zur Verlesung, laut welchen die bisherigen Zweiggemeinden Börnig=Sodingen und Horsthausen von der Muttergemeinde Castrop abgetrennt und zu selbständigen Pfarreien erhoben werden. Die neue Kirchengemeinde Börnig=Sodingen erhält daselbst von der bisherigen Gesammtgemeinde die Kirchengrundstücke mit der aufstehenden Kirche und dem Pfarrhause, wogegen erstere 9500 Mk. von den vorhandenen Schulden zu übernehmen hat; Horsthausen erhält ebenfalls die Grundstücke mit Kirche und Pfarrhaus zum Eigenthum und übernimmt 7300 Mk. Schulden." Vgl.: Castroper Zeitung vom 24. April 1900
- ↑ Amtliches Kirchenblatt für die Diözese Paderborn, Jg XLIX Sk 12/1906 S. 97. (Archiv St. Dionysius Herne)
- ↑ Castroper Anzeiger vom 24. April 1902. Online auf Zeitpunkt.nrw
- ↑ Angaben zur Fertigstellung. Pfarrarchiv St. Dionysius.
- ↑ 100 Jahre Peter und Paul. 1992
- ↑ Vgl.: wikipedia.org Walter_Klocke
- ↑ Vgl. Wie entsteht ein Kirchenfenster - Schug 2019
- ↑ Hartung K. Die St. Lambertus-Pfarrei. Regensbergsche Verlagsbuchhandlung, Münster (Westf.), S. 61, 71
- ↑ Hartung K. Die St. Lambertus-Pfarrei. Regensbergsche Verlagsbuchhandlung, Münster (Westf.), S. 62
- ↑ Hartung K. Die St. Lambertus-Pfarrei. Regensbergsche Verlagsbuchhandlung, Münster (Westf.), S. 62
- ↑ Hartung K. Die St. Lambertus-Pfarrei. Regensbergsche Verlagsbuchhandlung, Münster (Westf.), S. 62
- ↑ Hartung K. Die St. Lambertus-Pfarrei. Regensbergsche Verlagsbuchhandlung, Münster (Westf.), S. 70, 71
- ↑ http://www.i-basis.de/dp/ansicht/kunden/erzbistum-gemeinden/pv-herne-ost/pv-herne-ost/index.phtml?ber_id=2995&inh_id=37411 |Nachruf Präses Heribert Zerkowski (Pastoralverbund Herne-Ost)
- ↑ Hartung K. Die St. Lambertus-Pfarrei. Regensbergische Verlagsbuchhandlung, Münster (Westf.), 1947, S. 67
- ↑ Hartung K. Die St. Lambertus-Pfarrei. Regensbergische Verlagsbuchhandlung, Münster (Westf.), 1947, S. 67
- ↑ http://www.trauer.de/Heribert-Widdekind/Zeitungsanzeigen/487031.html
- ↑ http://www.scrivaro.de/home.mvc/Detail/3500
- ↑ 100 Jahre Peter und Paul. 1992

