Theodor Pott (1964–1972) Pfarrer

Aus Hist. Verein Herne / Wanne-Eickel e. V.

Theodor Pott (* 12. Juni 1925 in Gelsenkirchen; † 18. Oktober 1972 in Herne-Sodingen) war von Dezember 1964 bis zu seinem Tod Pfarrer der Kirchengemeinde St. Peter und Paul in Herne-Börnig.

Theodor Pott
Theodor Pott
Bild: Pfarrarchiv St. Dionysius Herne ©
PriesterPfarrer
Geboren12. Juni 1925
in Gelsenkirchen
✝️
Gestorben18. Oktober 1972
in Herne

Leben

Nach Kriegsteilnahme und Gefangenschaft studierte Theodor Pott Katholische Theologie und Philosophie in Paderborn und Freiburg. Am 6. August 1952 empfing er im Paderborner Dom die Priesterweihe.

Zu seinen Studienkollegen gehörten der spätere Weihbischof Wolfgang Große (* 23. April 1928 in Dortmund; † 15. Februar 2001 in Essen) sowie Johannes Joachim Kardinal Degenhardt (* 31. Januar 1926 in Schwelm; † 25. Juli 2002 in Paderborn).

Nach seiner Priesterweihe wirkte Pott als Vikar in Gevelsberg und Sundern. Von 1960 bis 1964 war er Vikar an St. Marien in Herne-Baukau. Im Dezember 1964 wurde er zum Pfarrer von St. Peter und Paul in Börnig ernannt.

Wirken in St. Peter und Paul

Während seiner Amtszeit prägte Pfarrer Pott die Entwicklung der Gemeinde in vielfältiger Weise.

Als Vorsitzender des Kuratoriums des Josef-Hospitals setzte er sich maßgeblich für die Fertigstellung und Erweiterung des Krankenhauses ein. In seine Amtszeit fielen außerdem die Inbetriebnahme der Schwesternschule sowie die Eröffnung des zweiten Gemeinde-Kindergartens an der Max-Wiethoff-Straße.

Unter seiner Leitung feierte die Pfarrgemeinde am 18. April 1967 ihr 75-jähriges Bestehen. Im Zuge der liturgischen Erneuerungen nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil wurde der Altarraum umgestaltet und in die Vierung vorgeschoben. Zudem wurden die von Hermann Gesing geschaffenen Türreliefs der Kirchenpatrone angebracht.

Pfarrer Pott galt als hervorragender Orgelspieler und war als Kunstsachverständiger geschätzt. Als Stifter setzte er sich für die Errichtung des Friedhofskreuzes sowie der Priestergruft ein.

Engagement für die Ökumene

Theodor Pott war Vertreter der Dekanatskonferenz und gehörte zu den maßgeblichen Initiatoren der ökumenischen Zusammenarbeit im Dekanat Herne.

Das erste ökumenische Treffen fand am 27. Mai 1968 im Ludwig-Steil-Haus statt. Am 29. Mai 1968 trafen sich die ersten beteiligten Geistlichen in Baukau zum ersten ökumenischen Gottesdienst in Herne (Pastor Stuckmann und Pfarrer Büser). Am 30. Mai 1968 wurden weitere gemeinsame ökumenische Gottesdienste gefeiert:

  • in der Herz-Jesu-Kirche mit Vikar Bozzetti und Pfarrer Beyna,
  • in St. Peter und Paul mit Pfarrer Pott und Pastor Reuther.

Die Gottesdienste begannen jeweils um 20 Uhr und markierten einen wichtigen Schritt in der ökumenischen Zusammenarbeit der christlichen Gemeinden in Herne.

Tod

Pfarrer Theodor Pott starb am 18. Oktober 1972 in Herne-Sodingen nach kurzer, schwerer Krankheit.

Die Beisetzung erfolgte am 23. Oktober 1972 in der Priestergruft auf dem Friedhof der Gemeinde.


Lesen Sie auch

Quellen