Orgelgeschichte der St. Peter und Paul Kirche (Börnig)

Aus Hist. Verein Herne / Wanne-Eickel e. V.

Die heutige STOCKMANN-BOLLINGER-ORGEL ertönt seit 1960 in der St. Peter und Paul Kirche, seit 1982 im nördlichen Querhaus.

Orgelgeschichte der Peter und Paul Kirche
in Herne-Börnig
SodingenBörnig
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StadtbezirkOrtsteil


Die erste Orgel wurde 1810 in Herford vom Orgelbauer Meyer erstellt. 1903 gelangte sie in die Börniger Notkirche, 1903 nach einer Überholung durch den Paderborner Orgelbaumeister Carl Tennstädt in die neue St. Peter und Paul Kirche. Sie wurde dabei auf 17 Register erweitert. 1960 setzte man sie in die Horsthauser St. Josephs Kirche um. 1983 wurde sie für den Neubau von St. Joseph bei der Firma Sauer in Höxter restauriert und erhielt 21 Register. Seit 1987 ist sie wieder in Gebrauch. Sie ist die älteste erhaltene und zugleich wertvollste Orgel in Herne. -> siehe Orgelgeschichte der St. Joseph Kirche (Horsthausen)

STOCKMANN-BOLLINGER-ORGEL

Im Juli 1960 wurde eine neue Orgel der Firma Stockmann aus Werl mit 52 Registern angeschafft, die im Jahr 1982 von der Empore in das nördliche Seitenschiff verbracht und dort in neuem Gehäuse aufgestellt wurde.

Die Orgel hat Schleifladen mit elektrischer Traktur. Auf 4 Manuale und Pedal sind 52 Register mit 3728 Pfeifen so verteilt, daß die zu den einzelnen Klaviaturen gehörenden Pfeifenreihen jeweils in einem eigenen Gehäuse untergebracht sind, und somit ein selbständiges Werk bilden.
In der Mitte stehen die Manualwerke. Oben das Hauptwerk (10 Register) mit den waagerecht in den Kirchenraum ragenden spanischen Trompeten, darunter das Brustwerk (7 Register). In einem abgesetzten Gehäuse steht vor dem verdeckten Schwellwerk (13 Register) das Rückpositiv (10 Register). Die beiden Pedaltürme (12 Register) stehen rechts und links.

Disposition

Bei der Disposition und Intonation wurde vor allem Wert darauf gelegt, daß jedes Werk eine eigene Klangfarbe erhält, und sich somit das eine gegen das andere Manual ausspielen läßt. Selbstverständlich sorgen Koppeln dafür, daß die Werke auch untereinander verbunden werden können. Die Intonation wurde kernstichlos bei offenen Pfeifenfüßen durchgeführt.
Die Disposition entwarf Ildefons Bollinger in Zusammenarbeit mit den Erbauern der Orgel.
Planung und Ausführung in den Orgelbauwerkeslätten der Gebr. Stockmann zu Werl/Westfalen, gegründet 1889. Die Intonation erfolgte durch Lothar Rüschenschmidt aus Werl.

Hauptwerk
II. Manual
Rückpositiv
I. Manual
Schwellwerk
III. Manual
Brustwerk
IV. Manual
Pedalwerk Koppeln
1. Prinzipal 16' 11. Grobgedackt 8 ' 21. Stillgedackf 16 ' 34. Holzgedackt 8 ' 41. Prinzipalbass, 16 ' ManK. I-II
2. Prinzipal 8' 12. Quintade 8 ' 22. Holzprinzipal 8 ' 35. Rohrflöte 4 ' 42. Subbass 16 ' ManK. III-II
3. Holzflöte 8' 13. Praesfanf 4' 23. Rohrflöte 8' 36. Prinzipal 2' 43. Oktave 8' ManK. IV-II
4. Gemshorn 8' 14. Blockflöte 4' 24. Weidenpfeife 8' 37. Spitzquinte 1 ⅓' 44. Rohrgedackt 8' ManK. IV-III
5. Oktave 4' 15. Oktave 2' 25. Oktave 4' 38. Oktävlein 1' 45. Chorbass 4' PedK. I-II
6. Spitzflöfe 4' 16. Nachthorn 1 ' 26. Gemshorn 4' 39. Zimbel 3fach ½' 46. Holzflöte 4' PedK. II
7. Waldflöte 2' 17. Terzian 2 f 1 3/5 + 1 ⅓' 27. Nasat 2 ⅔' 40. Holzregal 8' 47. Nachthorn 2' PedK. III
8. Rauschpfeife 2f 2 ⅔' 18. Scharff 4fach 1' 28. Hohlflöte 2' 48. Rauschpfeife 5f. 5 ⅓' PedK. IV
9. Mixtur 6fach 2' 19. Holzdulzian 16' 29. Terz 1 3/5' 49. Posaune
10. Sp Trompete 8' 20. Rohrschalmey 8' 30. Mischung 5 Fach 1 ⅓' 50. Trompete 8'
31. Helle Zimpel 3 Fach ½' 51. Schalmey 4'
32. Trompete 8' 52. Singend Cornett 2'
33. Cläiron 4'
Spielhilfen
3 Freie Kombinationen Einzetabsteller Auslöser
Pleno Tutti Crescendo ab
Schwelltrift Crescendo 3 Freie Pedalkombinafionen
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Quellen