Orgelgeschichte der St. Joseph Kirche (Horsthausen)
Als erste Orgel wurde diese klassizistische Schleifladenorgel Orgel mit ursprünglich 9 Registern - heute 30-registrige - Orgel im Juni/Juli 1911 in die alte St. Joseph Kirche eingebaut. Sie ist die älteste erhaltene und zugleich wertvollste Orgel in Herne.
Die erste Orgel der St. Josephs Kirche wurde im Juni/Juli 1911 von der Firma Eggert aus Paderborn geliefert. Sie umfasste 30 Register. Am 11. November 1944 wurde die Orgel, wie ein Großteil der Kirche, durch eine Luftmine total zerstört.
Erst am dem 1. März 1953 ertönte eine Leihorgel der Orgelbaufirma Stockmann in der Kirche. diese wurde durch die, durch einen nur unzureichende Notbedeckung des Daches ausgelösten Temperaturschwankungen schnell unbrauchbar. Seit Mitte 1959 ertönte ein Harmonium in den Gottesdiensten.
Meyer-Sauer Orgel
Die Orgel wurde 1810 in Herford vom dortigen Orgelbauer Meyer erstellt. 1903 gelangte sie in die Börniger Notkirche, 1903 nach einer Überholung durch den Paderborner Orgelbaumeister Carl Tennstädt in die neue St. Peter und Paul Kirche. Sie wurde dabei auf 17 Register erweitert.
Als die Gemeinde eine neue und größere Konzert Orgel anfertigen wollte,Orgelgeschichte der St. Peter und Paul Kirche (Börnig) gelang die Orgel 1960 in die Horsthauser St. Josephs Kirche.
Zum Neubau der St. Joseph Kirche wurde die Orgel 1983 abgebaut, bei der Orgelbaufirma Sauer in Ottbergen bei Höxter eingelagert, 1987 restauriert und auf einer Orgelempore aufgebaut. Der Orgelprospekt mit Pfeifenstockgesims ist aus Eiche und hat die Maße von 10 m. Höhe, 4 m. Breite und 2,4 m. Tiefe. Die vergoldeten Profile, Schleierwerke und Konsolen bilden mit der frühklassizistischen Dekorschnitzerei den dreitürmigen Prospekt. 1960 übergab man sie für die alte Horsthauser Kirche, um sie 1983 für den Kirchenneubau bei der Firma Sauer in Höxter restauriert und auf 21 Register erweitern zu lassen. Seit 1987 ist sie, unter weiteren Erweiterungen des Spielwerks und des Orgelgehäuses, wieder in Gebrauch.
Sie steht seit dem 3. Dezember 2007 unter Schutz und ist unter der Nummer 702-63/DL-07 in die Denkmalliste der Stadt Herne eingetragen worden.[2] [3]
DENKMAL NR. 702
- Orgel in der kath. Pfarrkirche St. Joseph
- Roonstraße 74, Herne-Mitte
- Erbaut: 1810
- Architektur:
- Details: Die historische Orgel stammt aus der kath. Kirche St. Peter und Paul in Herne. Die Orgel umfasst im historischen Umfang 9 Register. Der dreitürmige, hölzerne Orgelprospekt mit Pfeifenstockgesims wurde aus Eichenholz erstellt. Er ist mit frühklassizistischen Dekorschnitzwerken geschmückt. Die Profilkanten, das Schleierwerk und die Konsolen sind vergoldet. In den drei unteren, frontalen Feldern weist die braune Fassung in schwarz gemalte Ornamente (Musikinstrumente) auf. Während der Wirren der Napoleonischen Kriege in Europa um 1810 hat in einer stillen Werkstatt in Herford ein Orgelbauer namens Meyer mit seinen Gesellen die 9-registrige Orgel erbaut. Man nimmt an, dass die Orgel für ein kleines Gotteshaus im Münsterland bestimmt war. Das Schicksal der Orgel ist ungewiss bis zu dem Tag, da sie in die Notkirche von Herne-Börnig gelangte.
Disposition: (Gerd Wittig 1986)
| I. Manual | II. Manual | Pedal |
|---|---|---|
| 1. Bordun 16´ | 10. Gedackt 8' | 18. Subbaß 16´ |
| 2. Principal 8´ | 11. Salicional 8´ | 19. Prinzipalbaß 8 |
| 3. Viola da Gamba 8´ | 12. Geigenprinzipial 4´ | 20. Choralbass 16' |
| 4. Gedacktflöte 8´ | 13. Blockflöte 4´ | 21. Stillposaune 16´ |
| 5. Oktave 4´ | 14. Schwiegel 2´ | |
| 6. Flöte 4´ | 15. Quinte 1 ⅓´ | Spielhilfen: |
| 7. Sesquialtera 2fach 2 ⅔´ 1 3/5´ | 16.Gambenmixtur 3fach | Manualkoppel 2/1 |
| 8. Oktave 2 | 17. Schalmey Tremulant 8´ | Pedalkoppel 1 |
| 9. Mixtur 3fach | Pedalkoppel 2 |
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