Katholischer Friedhof St. Bonifatius Herne (1891-1907)

Aus Hist. Verein Herne / Wanne-Eickel
Kath. Friedhof St. Bonifatius Herne
Erbaut: 1891
Geschlossen: 1953
Letze Änderung: 05.01.2026
Geändert von: Andreas Janik
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"Die Leichen der katholischen Kirchengemeinde [ St. Bonifatius ] wurden früher in eigenen Friedhöfen bestattet. 1865 wurde in Herne an der Marienstraße [ Glockenstraße ] der erste kath. Begräbnisplatz angelegt. Da keine Erweiterungsmöglichkeiten vorhanden war, wurde er im Jahre 1891 geschlossen. Hierauf wurde an der Mont-Cenis-Straße ein zweiter Friedhof in Angriff genommen, der sich dann ebenfalls als zu klein erwies und im Jahre 1907, abgesehen von Erbgrüften, vollständig belegt war."[1]

Angekauft wurde vom Landwirt Friedrich Rembert das Grundstück Flur II Nr. 984/985/109 Fahnenbrink genannt, von 4 Morgen 100 Ruthen zu 20 Mk pro Ruthe zum 1. März 1887 am 27. September 1886. [2]

Im "Register für den Todtengräber der katholischen Gemeinde Band I"[3] ist als "Grab 1." der am 29. September 1887 verstorbene August Gillegsen (* 13. April 1886) vermerkt. Am 14. Juni 1891 wird mit Paul Logis (geb. 15. April 1891) die letzte Bestattung auf dem ersten Friedhof angegeben "Abschluß auf dem ersten Begräbnisplatz".[4].
Die erste Bestattung auf diesem Friedhof fand dann am 17. Juli 1891 statt. (Reihe 1). Es war der Knabe Johann Bialeck (*24. August 1890 + 14. Juli 1891). Die letzte Eintragung im "Register für den Todtengräber der katholischen Gemeinde Band III"[5] ist für die Witwe Hermine Göckner - Hebamme - von der Vinckestraße 25 in Herne vorgenommen. (*17.05.1846 + 26.09.1920 ± 29.09.1920). Diese Eintragung war allerdings in den Nachtragungen verzeichnet. Der letzte Eintrag stammt vom 19. Dezember 1907. "Frau Hövels | Herne | 24.1.1846 | 15.12.07 | 19.12.07 | | Erbgruft."

Schon 1929[6] wurde die Pflege des Friedhofes an der Mont-Cenis-Straße an die Stadt übergeben, die ihn in einen Park umgestaltet hat. Am 28. August 1953 schloss die Kirchengemeinde mit der Stadt Herne einen umfassenden Vertrag über die Unterhaltung und Pflege fer Friedhofsanlage abgeschlossen.
Der Kirchenvorstand der St. Bonifatius Gemeinde beschloss am 13.. März 1980 die Nutzungsrechte an den damals noch vorhandenen erbgruften nicht zu verlängern und mit dem 1. April 1983 auslaufen zu lassen.

Erst ende 1988 bzw. 1989 wurden die vereinbarten Pfege- und Gestaltungsmaßnahmen erledigt.

Neben der Priestergruft sind 2025 noch immer einige Erbgrüfte vorhanden.

Einzelne Gräber

Priestergräber
Familiengräber

Auf dem Gelände des ersten katholischen Friedhof wurde der Kindergarten der Gemeinde errichtet.

Als Ersatz eines eigenen dritten Friedhofes wurden auf dem Hauptfriedhof ab 1905 bis 1919 die Toten konfessionell getrennt beigesetzt.
Der Katholische Friedhof an der Widumer Straße ist nunmehr der einzige katholische Friedhof in Alt-Herne.

Siehe auch

Quelle

  1. Schaefer 1912
  2. Vgl.: Festschrift St. Bonifatius-Pfarrei 1937 S. 47
  3. Pfarrarchiv St. Dionysius Herne Bo-06-09-B4b
  4. ebd. Nr. 289/1891
  5. Pfarrarchiv St. Dionysius Herne Bo-06-11-B4b
  6. Herner Anzeiger vom 4. Januar 1929. online auf Zeitpunkt.nrw