Neumarkt

Aus Hist. Verein Herne / Wanne-Eickel e. V.
Überblick
Neumarkt im März 2015 [1]
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Benannt am11. Juli 1882
durch Gemeindevertretung Herne [2]
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KartengitterH4
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Straßenansicht
StadtbezirkOrtsteilPLZ

Der Neumarkt liegt im Stadtbezirk Herne-Mitte zwischen Heinrich- und Schaeferstraße. Benannt wurde der Platz am 11. Juli 1882. Ab 1896 diente er als neuer Marktplatz Hernes, nachdem der Altmarkt an der Kreuzkirche diese Funktion verloren hatte. 1920 fand hier der erste Weihnachtsmarkt der Stadt statt, 1922 zog der Wochenmarkt weiter.

Märkte in Herne vor 1896

Treiben des Wochenmarktes auf dem Neumarkt vor 1908. Im Hintergrund fehlt die Straßenecke Heinrichstraße / Schulstraße.

Von alters her gab es in Herne einen sogenannten Krammarkt, der bis 1894 existierte, dann aber auf Betreiben der heimischen Ladenbesitzer eingestellt wurde. Wesentlich länger hielten sich die Viehmärkte: Auf dem Altmarkt wurden 1922 noch fünf Viehmärkte abgehalten.

Bekannt ist, dass schon 1852 ein Wochenmarkt sowohl auf dem Altmarkt an der Rosenstraße (heute Harannistraße) als auch auf dem Neumarkt an der Schulstraße abgehalten wurde.

Der Neumarkt als Marktplatz

Der zwischen Heinrich- und Schaeferstraße gelegene Platz wurde 1896 neuer Marktplatz, als der Altmarkt – der spätere Haranniplatz südlich der Kreuzkirche – diese Funktion verlor.

Am 22. und 23. Dezember 1920 fand auf dem Neumarkt der erste „Weihnachtsmarkt“ Hernes statt.[3]

1922 verlegte man den Wochenmarkt auf den Platz vor dem Rathaus an der Behrensstraße, wo er sich seither befindet.[4]

Bebauung des Platzes

Um 1896 wurde die Bebauung der umliegenden Straßen vorangetrieben. Es entstanden einzelne Stadtvillen und Mehrfamilienhäuser mit Gewerbeanteil. Schon zu Beginn der Platzbebauung standen ärztliche und verwaltende Unternehmen im Fokus der Hausbesitzer.

Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus

Das Mahnmal auf dem Neumarkt

Am 11. September 1949 wurde auf dem Neumarkt das Mahnmal für die Opfer des Naziterrors eingeweiht. Zehn Jahre später verschwand es vom Platz; heute steht es mit veränderter Beschriftung auf dem Gelände des Jüdischen Friedhofs am Hoverskamp in Baukau.

Bilder

Literatur

Lesen Sie auch

Quellen

  1. 1,0 1,1 Foto: Gerd Biedermann †
  2. StAH, Protokollbuch der Gemeindevertretung Herne 1873 - 1883, Blatt 147, TOP II, Nr. 1.
  3. zeitpunkt.nrw
  4. "HERNE - von Ackerstraße bis Zur-Nieden-Straße", Stadtgeschichte im Spiegel der Straßennamen, bearbeitet von Manfred Hildebrandt, Ralf Frensel, Jeannette Bodeux, Franz Heiserholt, Veröffentlichungen des Stadtarchivs Herne, Herne 1997