Hof Koppenberg: Unterschied zwischen den Versionen

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Als "freier" Hof gehörte zum Reichshofverband Castrop, einer kaiserlichen Domäne, die zuerst lehensrührig an Kleve und später im Erbgang an Brandenburg/Preussen fiel. [[1664]] wird dann „Seine Churfürstliche Durchlaucht zu Brandenburg“ als Besitzer erwähnt. <br />
Als "freier" Hof gehörte zum Reichshofverband Castrop, einer kaiserlichen Domäne, die zuerst lehensrührig an Kleve und später im Erbgang an Brandenburg/Preussen fiel. [[1664]] wird dann „Seine Churfürstliche Durchlaucht zu Brandenburg“ als Besitzer erwähnt. <br />


Im Schatzbuch der Grafschaft Mark von [[1486]] wird „Henrick Koppelberg“, im Türkensteuerregister aus dem Jahr [[1598]] „Koppenberg“ und im Feuerstättenverzeichnis des Amtes Bochum von [[1664]] werden die „Erben Koppenberg, ein Hof, auch eine Feuerstette“ erwähnt.  In einer Erbauseinandersetzung der Freifrau Johanna Catharina Ottonetta Caroline von und zu Strünkede zu Dorneburg wird [[1748]] u.a. das verpachtete „Stück im Ort Coppenburgs Wiese“ aufgezählt.  
Im Schatzbuch der Grafschaft Mark von [[1486]] wird „Henrick Koppelberg“, im Türkensteuerregister aus dem Jahr [[1598]] „Koppenberg“ und im [[Die Feuerstättenliste des Amtes Bochum 1664 (Herner Ausschnitt)|Feuerstättenverzeichnis des Amtes Bochum]] von [[1664]] werden die „Erben Koppenberg, ein Hof, auch eine Feuerstette“ erwähnt.  In einer Erbauseinandersetzung der Freifrau Johanna Catharina Ottonetta Caroline von und zu Strünkede zu Dorneburg wird [[1748]] u.a. das verpachtete „Stück im Ort Coppenburgs Wiese“ aufgezählt.  


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Der Besitz wurde an die Stadt Herne verkauft und in den Jahren 1927-28 das Städtische Versorgungshaus errichtet. Heute steht an der Stelle der 1973 errichtete Senioren-Wohnpark Koppenbergs Hof<ref>http://www.senioren-wohnpark-koppenbergshof.de/</ref>.
Die Hausnummer im Jahre 1874 lautete: "Herne 413"
 
Der Besitz wurde 1928 von Friedrich Koppenberg (1875-1964) an die Stadt Herne verkauft und in den Jahren 1927-28 das Städtische Versorgungshaus errichtet. Heute steht an der Stelle der 1973 errichtete Senioren-Wohnpark Koppenbergs Hof<ref>http://www.senioren-wohnpark-koppenbergshof.de/</ref>.


==Genealogische Anmerkungen==
==Genealogische Anmerkungen==

Aktuelle Version vom 17. März 2025, 19:01 Uhr

Hof Koppenberg †
Hof Koppenberg - Archiv Klaus Koppenberg.jpg
Bildinfo: Radierung des Hof Koppenberg
Stadtbezirk: Herne-Mitte
Ortsteil: Herne-Süd
Kartengitter: H5
Leaflet | © OpenStreetMap contributors
Letzte Änderung: 17.03.2025
Geändert von: Andreas Janik

Der Hof Koppenberg befand sich in der Gemarkung Herne, Flur IV, genannt Altenhöfe[1] in dem Karree Hölkeskampring/Wiescherstraße/Düngelstraße und der nach ihm benannten Straße Koppenbergs Hof. Als "freier" Hof gehörte zum Reichshofverband Castrop, einer kaiserlichen Domäne, die zuerst lehensrührig an Kleve und später im Erbgang an Brandenburg/Preussen fiel. 1664 wird dann „Seine Churfürstliche Durchlaucht zu Brandenburg“ als Besitzer erwähnt.

Im Schatzbuch der Grafschaft Mark von 1486 wird „Henrick Koppelberg“, im Türkensteuerregister aus dem Jahr 1598 „Koppenberg“ und im Feuerstättenverzeichnis des Amtes Bochum von 1664 werden die „Erben Koppenberg, ein Hof, auch eine Feuerstette“ erwähnt. In einer Erbauseinandersetzung der Freifrau Johanna Catharina Ottonetta Caroline von und zu Strünkede zu Dorneburg wird 1748 u.a. das verpachtete „Stück im Ort Coppenburgs Wiese“ aufgezählt.

Laut Hypothekenbuch löste Johann Caspar Coppenberg[2] Haus, Hof und Garten ab.

[3] [4] [5] [6] [7] [8]

Die Hausnummer im Jahre 1874 lautete: "Herne 413"

Der Besitz wurde 1928 von Friedrich Koppenberg (1875-1964) an die Stadt Herne verkauft und in den Jahren 1927-28 das Städtische Versorgungshaus errichtet. Heute steht an der Stelle der 1973 errichtete Senioren-Wohnpark Koppenbergs Hof[9].

Genealogische Anmerkungen

Anna Catharina Koppenberg († 1792)
Georg Schulte zu Sodingen
Kinder
Johann Caspar Schulte zu Sodingen gen. Koppenberg
Kinder
Georg Jürgen Koppenberg
Elisabeth Sehrbruch
Wilhelm Koppenberg
Anna Catharina Sehrbruch

Siehe auch

Quellen

  1. VuKAH, Gemeinde-Atlas Herne 1823. Übersichts-Handriß.
  2. http://dfg-viewer.de/show/?id=8071&tx_dlf%5Bid%5D=http%3A%2F%2Fwww.landesarchiv-nrw.de%2Fdigitalisate%2FAbt_Westfalen%2FGrafschaft_Mark_Gerichte_III%2F00037_01_Bd01%2Fmets.xml&tx_dlf%5Bpage%5D=64
  3. Bauermann 1937, S. 112.
  4. EHM, Mappe 29, Nr. 9.
  5. "HERNE - von Ackerstraße bis Zur-Nieden-Straße", Stadtgeschichte im Spiegel der Straßennamen, bearbeitet von Manfred Hildebrandt, Ralf Frensel, Jeannette Bodeux, Franz Heiserholt, Veröffentlichungen des Stadtarchivs Herne, Herne 1997
  6. http://www.herne.de/kommunen/herne/ttw.nsf/id/DE_Koppenbergshof?OpenDocument&ccm=080068
  7. Schulte 1925, S. 83.
  8. Timm 1986, S. 47, Nr. 694.
  9. http://www.senioren-wohnpark-koppenbergshof.de/