Herner Heimatkunde. Urkundliche Nachweise der Herner Familiennamen (1927)
Herner Heimatkunde. [1]
Urkundliche Nachweise der Herner Familiennamen.
(Fortsetzung aus unserer Ausgabe vom Montag, den 3. Januar 1927.)
Während sich der Adel ruhig verhielt, erhoben die Stadte Einspruch geges die Notierung der Feuerstätten. Am 12. September 1664 fand in Boenen bei Hamm eine von den Deputierten der märkischen Hauptstädte einberufene Protestversammlung statt. Es machte sich von jetzt ab eine große Verbitterung zwischen den Städten und Ritterbürtigen bemerkbar. Der sich bildende Zustand erforderte sogar das Einschreiten des Großen Kurfürsten, der dann auch am 30. November den Städten die Zusammenkünfte untersagte.
Die einer Kopfsteuer verwandte Kaminsteuer fand trotz der vielen Widersprüche und ihrer allgemeinen Unbeliebtheit im Jahre 1664 Eingang. Weil alle Gebäude und fast alle Einwohner namentlich eingetragen und nach der sozialen Stellung und dem rechtlichen Besitzstand in dem Feuerstättenbuche verzeichnet stehen, so ist es ein überaus wichtiges Werk für unsere Heimat= und Familienforschung. Einem glücklichen Zufall verdanken wir, daß uns ein solches Feuerstättenbuch, bis jetzt als einziges bekannt, im Wanner Archiv (Adelsarchiv des Hauses Dahlhausen, Hordel) erhalten ist. Zum dritten Male werden wir hier bekannt mit dem Namen Alt=Herner Eingesessener, und zwar mit allen. Leider ist es nicht möglich, die Seelenzahl auch nur annähernd zu ergründen, weil die Familienköpfe nicht angegeben sind. Ebenso bedauerlich ist für ins Herner, daß wir keine Angaben über den Stadteil Horsthausen finden. Horsthausen gehörte früher zum Gericht Castrop und war somit nicht dem Amte Bochum einverleibt.
Das Feuerstättenbuch zeigt uns auch recht deutlich die im allgemeinen herrschende Armut, besonders in den Bauerschaften und Dörfern des Emscherbruches. Die Folgen des Dreißigjährigen Krieges machten sich noch fühlbar. Der wohlhabendste Ort im Amte Bochum scheint Gerthe gewesen zu sein, während Langendreer mit seinen 101 Zensiten am schlechtesten gestellt war.
Herne hatte 14 ganze Höfe, 5 halbe Höfe und 44 Kötter, mit zusammen 89 Feuerstätten, dazu kamen 5 Braukessel, 2 Maltzschen und 1 Wacholderweinkessel.
Von den 89 Feuerstätten blieben 45 ohne Veranlagung zur Steuer, 22 mußten bis zu 1, 5 bis zu 2, 8 bis zu 3, 4 bis zu 4, 3 bis zu 5, 2 bis zu 6 Reichstaler an Steuern aufbringen.
An erster Stelle in Herne prangt als Erbgut, das von keinem Adeligen und geistlichen Stifte abhängig ist, der Hof Sehrbroch (Sehrbruch, Wischerstraße), hat an dem rechten Wohnhause zwei Feuerstätten, wie auch ein Leibzüchterhaus, in welchem der Sohn seine Wohnung hat. Dann folgen die einzelnen Höfe und Kotten, die verschiedenen Grundherren angehören.
A. Grundherr: der Strünkeder.
1. Pächter Henrich Overkamp (jetzt Pfarrhaus an der Huestraße), ein Eigenpächter, ein Hof, eine Feuerstatte. Der Hof mußte an Matricul, d. h. an Beiträgen, welche jeder deutsche Bundesstaat im Verhältnis seiner Bevölkerungszahl zu den Bedürfnissen des Reiches zu leisten hatte, 4 Reichsthaler, 49 Stüber und 6 Pfennig aufbringen.
2. Pächter Düngelmann (Städtischer Fuhrpark, Düngelstr.), ein Hof, eine Feuerstätte. 3 R., 48 St.
3. Pächter Bergelmann (am Rathausplatz), ein Hof, zwei Feuerstätten, deren eine der Vorgesessene, der Alte, bewohnt. 3 R., 5 St.
4. Pächter Schlenkhoff (Marien= und Lönsstraßen Ecke), ein Hof, hat nur eine Feuerstätte. 5 R., 16 St.
5. Pächter Rensinghoff (hinter dem Rathause, an der Behrensstr.), ein Hof, eine Feuerstätte. 3 R., 26 St.
6. Pächter Schmiedt zu Sodingen (Schmidt=Sodingen, Ziegelei), ein Hof, hat eine Feuerstätte. 4 R., 21 St.
7. Pächter Johann Wyßmann (Wiesmann, Wischerstraße). ein Hof, hat eine Feuerstätte. 3 R., 26 St.
8. Pächter Stynewinkel (Asbeck, Grenzweg), ein Kötter, daselbst eine Feuerstätte. 28 St.
9. Pächter Vortman (zwischen Goethestraße, Lönsund Marienstraße), ein halber Hof, hat eine Feuerstätte. 2 R., 16 St.
10. Pächter Spithaut zu Sodingen (Kötterkolonie am Sodingerweg), ein Kötter, eine Feuerstätte. 12 St.
11. Pächter Büecker zu Sodingen (Böker am Sodingerweg), ein Kötter, zwei Feuerstätten, deren eine eine alte Witwe bewohnt, ist Erbe. 21 St.
12. Pächter Breelman (Breilmann, Wiescherstr.), ein Kötter, eine Feuerstätte. 1 R., 20 St.
13. Pächter Viehoff (Wirtschaft Ruhe), ein Kötter, eine Feuerstätte. 24 St.
14. Pächter Rohane (Hahnen, jetzt Trösken, Rosenstr.), ein Kötter, hat zwei Feuerstätten, wie auch eine Malßesche. 25 St.
15. Pächter Markmann (Altenhöfenerstr. Das Haus ist 1923 abgebrochen, stand neben Rings), ein Kötter, hat gleichfalls zwei Feuerstätten. 21 St., 9 Pfg.
16. Pächter Heinrich Mumme (jetzt Fingerhut, Rosenstraße), ein Kötter, hat nur eine Feuerstätte. 1 R., 6 St., 6 Pf.
17. Pächter Jörgen Claeß (Claas, Bahnhofstr.), ein Kötter, hat zwei Feuerstätten, deren eine seine Schwester bewohnt.
18. Pächter Buxel (Wirtschaft Knapp), ein Kötter, eine Feuerstätte. 12 St.
19. Pächter Hendrich Koster (Köster, Anstreichermeister, hinter dem Volkshause), ein Kötter, eine Feuerstätte. 22 St.
20. Goerdt Viehoff (Veuhoff, Ecke Rosen= und Gartenstr.), Heurer, zwei Feuerstätten, deren eine zwei alte, unvermögende Leute bewohnen.
21. Dierich Aldhoff, ein Kötter, eine Feuerstätte
22. Pächter Jorgen Engbert (Grünhof, Kötterkolonie am Sodingerweg), Kötter, auch eine Feuerstätte.
23. Pächter Henrich Balthasar, ein Kötter, zwei Feuerstätten, deren eine eine arme Frau bewohnt, 30 St.
24. Pächter Jorgen Koster (Köster, Rosenstraße), ein Kötter, eine Feuerstätte.
An verschiedenen Höfen und Kotten waren die Strünkeder mit noch anderen Rittersitzen zusammen beteiligt.
B. Strünkede und Gysenberg:
25. Pächtiger der Jäger (Altenhöfenerstraße), ein Kötter, hat eine Feuerstätte, 41 St.
C. Strünkede und Haus Grimberg, Wanne:
26. Pächterin Witwe Fleigen=Schmiedt (Wirtschaft Stork am Steinweg), ein Kötter, zwei Feuerstätten, deren eine der Schweene bewohnt, 12 St.
27. Pächter Jörgen Koch, ein Kötter, eine Feuerstätte.
28. Pächter Johan Veltman (Feldmann am Steinweg), ein Kötter, eine Feuerstätte. 12 St.
29. Pächter Johan Dux (links des Steinwegs und der Lönsstraße), ein Kötter, hat zwei Feuerstätten, so seine Mutter bewohnt, gering von Mitteln. 12 St.
30. Pächter Heinrich Jaspers (Cremers, Bahnhofstr.), ein Kötter, hat zwei Feuerstätten, deren eine ein Einwohner bewohnt. 12 St.
31. Röttger Krämer (neben der Wirtschaft Nordmann am Steinweg), Stifts Erbe, ein halber Hof, hat eine Feuerstätte. 2 R., 13 Pfg. War dem Schulten zum Hofe einen Maidienst schuldig.(Ueckendorf.)
Hierauf folgen diejenigen, welche wegen der Kontribution durch den Herrn von Strünkede bisher sind befreit worden:
32. Schulte zu Sodingen (am Sodingerweg), ein Hof, hat eine Feuerstätte.
38. Johan uff der Becke (Kötterkolonie am Sodingerweg), em Kötter, eine Feuerstätte.
34. Flasche (Adolphen, Rosenstraße), zwei Feuerstätten, deren eine eine Braustätte, ist von dem Inwohner von dem von Strünkede belegt.
35. Schneider Rötger, ein Kötter, eine Feuerstätte.
36. Der Organist im rechten Wohnhaus, eine Feuerstätte, wie auch eine im Brauhaus und Maltzesche.
37. Ecker (am Altmarkt, Döhmanns Haus mit Tunnel), eine Feuerstätte
38. Die Witwe Rötgersches ufm Kirchhove, eine Feuerstätte.
39. Jorgen Viehoff ufm Kirchhove, ein Kötter, eine Feuerstelle.
40. Jorgen Schuster, ein Kötter, eine Feuerstätte.
41. Jost von Kerpen, ein Kötter, eine Feuerstelle in der Küche, wie auch eine, wobei Wachholderwein gebrannt wird.
42. Leenert Roehaue, ein Kötter, eine Feuerstätte.
43. Heinrich Rembertz (jetzt Wirtschaft Mumme oder Lanfermann), Küster zu Herne, ein Kötter, eine Feuerstätte.
44. Tieges Küster, ein Kötter, eine Feuerstätte, wie auch im gleichen (Hause) ein Brauhaus und Kessel.
45. Das Wiedemhaus (Pfarrhaus), so der Pastor bewohnt, eine Feuerstätte.
46. Das Vicarienhaus ist baufällig, unbewohnt und baufällig.
47. Item (desgleichen) hat Heinrich Suhler ein neues Haus vor seinem Haus erbaut, ist aber noch nicht fertig.
48. Wischer Moller in der Mühlen hat eine Feuerstätte, gehört dem Herrn von Strünkede.
D. Grundherr: Seiner Churfürstliche Durchlaucht zu Brandenburg.
49. Jörgen zu Overkamp (Kronprinzenstraße), ein Erbhof, ein Hof, derselbe hat zwei Feuerstätten, eine wird nicht gebraucht. 4 R., 40 St.
50. Erben Koppenberg (Wiescherstr.), ein Hof, auch eine Feuerstätte. 2 R., 27 St.
51. Erbe Klüsener in der alten Hoven (jetzt Masthof, Bergstr.), ein Hof, eine Feuerstätte. 2 R., 41 St.
E. Grundherr: Der Gysenberger.
52. Pächter Sengenhof (Shamrockstr.), ein Hof, hat eine Feuerstätte. 2 R., 15 St.
53. Pächter Coerdt uf dem Regenkamp (Funke, Rottbruchstr.), ein Kötter, eine Feuerstätte.
J. Grundherr: Haus Grimberg.
54. Pächter Fleige (Masthof=Fleigen, Grenzweg), ein halber Hof, hat eine Feuerstätte. 2 R.. 6 St.
G. Grundherr: Herr von Ossenbruch (Haus Rechen, Bochum).
55. Pachter Woisthoff (Weusthof, Wischerstr.), ein Hof, zwei Feuerstätten, deren eine seine Schwester, eine gebrechliche Person, bewohnt. 5 R., 39 St.
h. Grundherr: Freitag zu Schorlingen.
56. Pächter Schlingerman zu Herne (Gartenstr.), ein Kötter, hat zwei Feuerstätten, der eine der Leibzüchter bewohnt. 1 R. 19 St
J. Grundherr: Abtei Essen.
57. Pächter Masthoff (Altenhöfenerstr., Haus ist abgebrochen), ein Kötter, eine Feuerstätte. 1 R., 9 St.(Er mußte einen Maidienst dem Schulte zu Hofe, gleichfalls dem Drosten leisten (Ueckendorf), oder dafür 1/2 Blamüser (Blaumüser, Silbermünze, klevisch 3 Groschen) zahlen.
k. Grundherr: Stifl Stoppenberg.
Das Stift Stoppenberg war selbständig. Nur anfangs stand es in einem gewissen Abhängigkeitsverhältnis zu Essen, weil die Gründerin Swanahild, eine Essener Aebtissin war. Die Essener suchten mit allen Mitteln ihre Ansprüche aufrechtzuerhalten. Die Stoppenberger wehrten sich. Es kam bei dieser Gelegenheit zu einem heftigen Auftritt in der Stoppenberger Kirche.(Stoppenberger Schleierstreit.)
58. Pächter Hesse (städtischer Milchviehhof), ein halber Hof, hat zwei Feuerstätten, deren eine eine arme Frau bewohnt. 2 R., 7 St., 6 Pf.
59. Pächter Jorgen Aldthoff (Altenhöfenerstr., Beamtenhäuser), ein halber Hof, hat eine Feuerstätte. 1 R., 13 St.
C. Grundherr: Die Kirche zu Röllinghausen (Essen)
60. Pächter Jost Grüter (wo jetzt Nordmanns Wirtschaft steht, Steinweg), ein Kötter, hat zwei Feuer stätten, deren eine eine Witwe oder Leibzüchterin bewohnt. 46 St.
61. Pächter Herentrey (Lechtape, am Altmarkt), Kötter, eine Feuerstätte, im Backhaus eine arme Frau. 47 St. 6 Pf.
62. Pächter Heinrich Schulte, ein Kötter, eine Feuerstätte im Haus, wie auch ein Brauhaus und Kessel.
63. Pächter Henrich Sandtfort (Sandtfort. Holsterhausen, an der Rottbruchstr.), ein Kötter, eine Feuerstätte im rechten Hause, wie auch im Brauhause.
M. Grundherr: Die Kirche in Herne.
64. Pächter Bonekamp (Bonekamp, la Rochestr., gehörten immer nach Herne), ein Kötter, zwei Feuerstätten. 13 St.
65. Pächter Kortenacke (Schulte=Kortnack, Altmarkt), ein Kötter, eine Feuerstätte. 19 St., 6 Pf.
Auch einige Bauern und Kommunen (Baukau) nannten sich Grundherrn. Diese Bezeichnung hat aber nichts mit der adeligen Grundherrschaft gemein. Die Bauern hatten meistens kleine Neusiedlungen auf Absplissen oder Streubesitz errichtet, die dann mit Landarbeitern besetzt wurden.
N. Bäuerlicher Grundherr: Jorgen to Overkamp.
66. Pächter Kuttenkamp (Masthoff, bei der Fabrik Flottmann), ein Kötter, hat zwei Feuerstätten, deren eine Henrich von Nevel bewohnt. 30 St.
67. Pächter Jorgen Wytelman (Kötterhaus in der Vöde), ein Kötter, zwei Feuerstellen, deren eine seine Tochter bewohnt.
68. Pächter Trösken (Backerei Köster, Bahnhofstr.), ein Kötter, eine Feuerstätte. 17 St., 6 Pf.
69. Pächter Köhlhoff (Altenhöfen), Kötter, zwei Feuerstätten, deren eine der Leibzüchter bewohnt. 28 St.
O. Grundherr: Klüsener.
70. Pächter Berkhoff (Altenhöfen), ein Kötter, hat nur eine Feuerstelle. 12 St.
Bauerschaft Bockau (Baukau).
A. Grundherr: Seiner Churfürstlichen Durchlaucht zu Brandenburg:
1. Kulkman, Pächter, (auf dem Platz der Zeche Julia), ein halber Hof, eine Feuerstätte. 2 R., 12 St., 6 Pf.
B. Grundherr: Herr von Strünkede.
2. Hülsman (Schmauk, an der Rottstr.), ein halber Hof, eine Feuerstätte. 2 R., 12 St., 6 Pf.
3. Westerworth (Zechenplatz von der Heydt), ein halber Hof, eine Feuerstätte. 2 R., 12 St., 6 Pf.
4. Grüter (Grüter in den Höfen, Baukauerstraße), ein halber Hof, eine Feuerstätte, hat seine Stiefmutter im Backhaus liegen, die aber mehrenteils bei seinem Feuer ist. 2 R., 6 St., 6 Pf.
5. Henrich Arndts (Arndt in den Höfen, Baukauerstraße), ein halber Hof, eine Feuerstätte. 2 R., 6 St., 6 Pf.
6. Trösken (Trösken in den Höfen, Baukauerstr.), ein halber Hof, eine Feuerstätte. 1 R., 44 St.
7. Lackman (Lackmann in den Höfen), ein halber Hof, eine Feuerstätte. 1 R., 44 St.
8. Henrich Peters (Petermann, Koppenberg in den Höfen), ein halber Hof, eine Feuerstätte. 1 R., 42 St.
9. Lechtappe (Baumeister Hoose, Forellstraße), ein Kötter, derselbe hat einen auf seinem Hofe liegen, der im Backhaus wohnt und Jorgen genannt wird, er ist ein Tagelöhner und hat eine Feuerstelle. 1 R., 32 St., 6 Pf.
10. Hangohr (das Kötterhaus, das zwischen den Bahndämmen an dem Gruters Teiche versteckt liegt), ein Kötter, eine Feuerstätte. 16 St., 6 Pf.
11. Kempmann (Heiermann, an der Rottbruchstr.), ein Kötter, eine Feuerstätte. 28 St., 6 Pf.
12 Hülshoff (Hülshoff an der Rottstr.), ein Kötter, eine Feuerstätte. 39 St.
13. Tüselman (Vitting, an der Forellstr.), ein Kötter, eine Feuerstätte. 39 St.
14. Schumacher(Schumacher in den Höfen), ein Körter, eine Feuerstätte. 17 St.
15. Leimbrink (Sengenhof, la Rochestr.), ein Kötter, eine Feuerstätte. In Leimbrinks Backhaus wohnt eine arme Frau, sie hat nichts, als was sie mit Spinnen verdient.
16. Haverkamp (Haverkamp, Forellstr.), ein Kötter, eine Feuerstätte. 35 St.
17. Kortebusch (Kortebusch, Crangerstr.), ein Kötter, eine Feuerstätte. 36 St., 6 Pf.
18. Löchthove (Lochthofe, an der la Rochestraße), ein Kötter, eine Feuerstätte. 34 St.
19. Baukau (jetzt Koop an der Schnittstr.), ein Kötter, eine Feuerstätte. 28 St.
20. Henrich im Duppen (Wirtschaft Düppe), ist ein Tagelöhner, eine Feuerstätte
21. Koep (Koop. Weber am Kanal), ein Kötter, eine Feuerstätte. 39 St., 6 Pf.
C. Grundheer: Strünkede und Grimberg.
22. Knoep (Knop an der Schnittstr.), ein Kötter, eine Feuerstätte. 27 St.
23. Knapp (Knapp, Forellstr., Kanalverwaltung) ein Kötter, eine Feuerstätte. 17 St.
24. Spieckerman (Liesebach, Stadt Herne), ein Kötter eine Feuerstätte. 17 St.
D. Grundherr: Loe zu Dorneburg (Eickel).
25. Papelmann (Haus abgebrochen, Köln=Mindener Bahn), ein Kötter, eine Feuerstätte. 1 R., 15 St.
E. Grundherr: Rumpf zu Crange.
26. Drogkamp (Drögenkamp, Kanalverwaltung), einKötter, eine Feuerstätte, 30 St., 6 Pf.
27. Hasselmann, ein Kötter, eine Feuerstätte. 11 St. 6 Pf.
J. Grundherr: Kirche zu Herne.
28. Der Scheffers Kotten (Trösken=Beisemann, Zeche Julia) ist ein Kirchenkotten mit einer Feuerstätte.
29. Serris (Schmidt=Steinhoff, Schnittstr.), ein Kötter (Kirchenkotten), eine Feuerstätte. 29 St., 6 Pf.
G. Grundherr: Gemeinde Baukau.
30. Scheper im Hassel (Biesewinkel, Hertenerstr.), ein Kötter, eine Feuerstätte. 12 St.
Baukau hatte keinen ganzen Hof, dagegen 8 halbe Höfe und 22 Kötter und Tagelöhner. An Feuerstätten waren 33 vorhanden. Von den Feuerstätten waren 6 ohne Anschlag, 17 wurden bis zu 1, 5 bis zu 2 und 5 bis zu 3 Reichstaler veranlagt.
Die Strünkeder waren nicht nur in Herne und Baukau Grundberechtigte, sondern auch in Hiltrop, Gerthe, Laer und Langendreer.
Bauerschaft Hiltropff (Hiltrop).
1. Pächter Kaldewey, ein halber Hof, eine Feuerstätte. 1 R., 26 St.
2. Pächter Trösken, ein Hof, eine Feuerstätte und einen Einwohner dabei. 5 R., 14 St., 6 Pf.
3. Pächter Sypman, ein Hof, eine Feuerstätte. 3 R, 39 St., 6 Pf.
4. Pächter Tenthoff, ein Kotten, eine Feuerstätte. 10 St.
Bauerschaft Gerthen (Gerthe).
5. Schuffut, ein Hof, eine Feuerstätte. 4 R., 39 St.,3 Pf.
6. Dieckmann, ein Hof, eine Feuerstätte. 4 R., 10 St., 4½ Pf.
7. Diedrich zu Coppen Castropf, ein halber Hof. eine Feuerstätte. 3 R., 37 St., 6 Pf.
8. Heidberg, ein Kötter, eine Feuerstätte. 11 St., 3 Pf.
9. Fydt aufm Berge lebt der Almosen. 4 St., 6 Pf.
Bauerschaft Laer.
10. Danckbahr, Pächter, ein Hof, eine Feuerstätte. 3 R., 3 St., 3 Pf.
Bauerschaft Langendreyer (Langendreer).
11. Schulte zu Ummink, ein Hof, eine Feuerstätte.
Der Adel war im Amte Bochum besonders reich begütert. Von den 1000 Gütern besaß er nicht weniger als 576 Höfe und Kotten. An der Spitze stand der Strünkeder mit 56 4/2 Höfen und Kotten. Diese verteilen sich auf Herne: 26 ½, Baukau: 20 3/2, Gerthe 4. Hiltrop 4, Laer 1, Langendreer 1= 56 4/2 Stück. Dazu kommen noch die Höfe und Kotten, an denen er mit andere zusammen beteiligt war: in Herne 7, in Baukau 3. Im Laufe der Zeit hatten sich in Herne 17 Besitzer von Strünkede freigemacht. Rechnet man für das Haus Strünkede hinzu die Höfe und Kotten in Horsthausen, Bladenhorst, Pöppinghausen, das Haus Loe in Marl, die großen Höfe Hovestadt und Brunkhof bei Datteln, dann kann man sich den plötzlichen und furchtbaren Zerfall des Hauses Strünkede kaum erklären.
Die Herner Kirche besaß außer ihren 2 Kotten in Herne und 2 in Baukau noch einen halben Hof in Hiltrop (Gartmann) und 1 Kotten in Holsterhausen mit zwei Feuerstätten (Knap, Hernerstr.).
Der Große Kurfürst als Landesherr hatte in Herne 3 Höfe, die Erbgüter waren, in Baukau ½ Hof (Pächter).
Ein Lehrerhaus hat hier noch nicht gestanden.
D.
