Josefs-Hospital - Börnig: Unterschied zwischen den Versionen

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Das Josefs-Hospital, heute [[Marienhospital (Herne)|Marienhospital Klinik II]], wurde von der Pfarrgemeinde [[St. Peter und Paul|Peter und Paul]] in Sodingen Börnig an der [[Widumer Straße]] in mehreren Bauabschnitten errichtet. Der Ursprungsbau wurde 1912 errichtet.
Das '''Josefs-Hospital''' war ein katholisches Krankenhaus im Herner Stadtteil Börnig. Es befand sich an der [[Widumer Straße]] und gehörte ursprünglich der katholischen Kirchengemeinde St. Peter und Paul. Das Krankenhaus prägte über Jahrzehnte die medizinische Versorgung im Osten Hernes und ging 1979 in die Trägerschaft des [[Marien Hospital Herne (ab 1963)|Marien-Hospitals Herne]] über.
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== Geschichte ==
Die Ursprünge des Krankenhauses reichen in die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg zurück. Seit dem 20. April 1913 gehörte ein Krankenhaus zum Besitz der katholischen Gemeinde [[St. Peter und Paul (Kirche) Börnig|St. Peter und Paul]] in Börnig. Mit dem Bevölkerungswachstum der Gemeinden Börnig und Sodingen stieg auch der Bedarf an medizinischer Versorgung, sodass die Einrichtung mehrfach erweitert wurde.


In den Jahren 1924/25 entstand ein Südflügel. Bereits 1926 folgte ein umfangreicher Erweiterungsbau entlang der Widumer Straße. Die Planung übernahm der bedeutende Kirchen- und Krankenhausarchitekt [[Josef Franke]], der zahlreiche Bauwerke im Ruhrgebiet schuf. In den folgenden Jahrzehnten wurden weitere An- und Umbauten vorgenommen, um den steigenden Anforderungen des Krankenhausbetriebes gerecht zu werden.


== Übernahme durch das Marien-Hospital ==
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Ende der 1970er Jahre geriet das Josefs-Hospital in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Im Herbst 1978 schlossen die Universitätsklinik Herne beziehungsweise das Marien-Hospital und die Kirchengemeinde St. Peter und Paul eine Vereinbarung über die Übernahme des Krankenhauses. Zum 1. April 1979 ging das Haus in die Trägerschaft des Marien-Hospitals über und wurde fortan als dessen zweiter Standort geführt. Gleichzeitig wurde die 1966 gegründete Krankenpflegeschule übernommen.
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== Entwicklung seit 2000 ==
Nach der Eingliederung des Marien-Hospitals in die St. Elisabeth Gruppe wurden die medizinischen Fachabteilungen schrittweise an andere Standorte verlagert. Der Krankenhausbetrieb am Standort Börnig wurde weitgehend aufgegeben. Die ehemalige Krankenhauskapelle wurde 2016 entwidmet und im Zuge von Umbauarbeiten zu einer Cafeteria umgestaltet. Die Krankenpflegeschule blieb am Standort erhalten und wurde zu einem Ausbildungszentrum der Klinikgruppe ausgebaut.

Das historische Krankenhausgebäude bildet weiterhin einen markanten Bestandteil des Ortsbildes von Börnig. Der Gebäudekomplex erinnert an die Entwicklung des Gesundheitswesens im nördlichen Herne und an die soziale Bedeutung der katholischen Kirchengemeinden für die medizinische Versorgung der Bevölkerung.

== Architektur ==
Der Erweiterungsbau von 1926 wurde nach Plänen des Architekten [https://de.wikipedia.org/wiki/Josef%20Franke Josef Franke] (1876-1944) errichtet. Franke gehörte zu den bedeutendsten Architekten des Ruhrgebiets in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Das Gebäude zeigt typische Merkmale des reformorientierten Backsteinbaus dieser Zeit und verbindet funktionale Krankenhausarchitektur mit repräsentativen Fassadenelementen.


==Weblinks==
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* http://www.marienhospital-herne.de Marienhospital Herne
==Verwandte Artikel==
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==Quellen==
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Aktuelle Version vom 24. Juni 2026, 16:08 Uhr

Das Josefs-Hospital war ein katholisches Krankenhaus im Herner Stadtteil Börnig. Es befand sich an der Widumer Straße und gehörte ursprünglich der katholischen Kirchengemeinde St. Peter und Paul. Das Krankenhaus prägte über Jahrzehnte die medizinische Versorgung im Osten Hernes und ging 1979 in die Trägerschaft des Marien-Hospitals Herne über.

Josefs-Hospital / Marienhospital II


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Geschichte

Die Ursprünge des Krankenhauses reichen in die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg zurück. Seit dem 20. April 1913 gehörte ein Krankenhaus zum Besitz der katholischen Gemeinde St. Peter und Paul in Börnig. Mit dem Bevölkerungswachstum der Gemeinden Börnig und Sodingen stieg auch der Bedarf an medizinischer Versorgung, sodass die Einrichtung mehrfach erweitert wurde.

In den Jahren 1924/25 entstand ein Südflügel. Bereits 1926 folgte ein umfangreicher Erweiterungsbau entlang der Widumer Straße. Die Planung übernahm der bedeutende Kirchen- und Krankenhausarchitekt Josef Franke, der zahlreiche Bauwerke im Ruhrgebiet schuf. In den folgenden Jahrzehnten wurden weitere An- und Umbauten vorgenommen, um den steigenden Anforderungen des Krankenhausbetriebes gerecht zu werden.

Übernahme durch das Marien-Hospital

Ende der 1970er Jahre geriet das Josefs-Hospital in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Im Herbst 1978 schlossen die Universitätsklinik Herne beziehungsweise das Marien-Hospital und die Kirchengemeinde St. Peter und Paul eine Vereinbarung über die Übernahme des Krankenhauses. Zum 1. April 1979 ging das Haus in die Trägerschaft des Marien-Hospitals über und wurde fortan als dessen zweiter Standort geführt. Gleichzeitig wurde die 1966 gegründete Krankenpflegeschule übernommen.

Entwicklung seit 2000

Nach der Eingliederung des Marien-Hospitals in die St. Elisabeth Gruppe wurden die medizinischen Fachabteilungen schrittweise an andere Standorte verlagert. Der Krankenhausbetrieb am Standort Börnig wurde weitgehend aufgegeben. Die ehemalige Krankenhauskapelle wurde 2016 entwidmet und im Zuge von Umbauarbeiten zu einer Cafeteria umgestaltet. Die Krankenpflegeschule blieb am Standort erhalten und wurde zu einem Ausbildungszentrum der Klinikgruppe ausgebaut.

Das historische Krankenhausgebäude bildet weiterhin einen markanten Bestandteil des Ortsbildes von Börnig. Der Gebäudekomplex erinnert an die Entwicklung des Gesundheitswesens im nördlichen Herne und an die soziale Bedeutung der katholischen Kirchengemeinden für die medizinische Versorgung der Bevölkerung.

Architektur

Der Erweiterungsbau von 1926 wurde nach Plänen des Architekten Josef Franke (1876-1944) errichtet. Franke gehörte zu den bedeutendsten Architekten des Ruhrgebiets in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Das Gebäude zeigt typische Merkmale des reformorientierten Backsteinbaus dieser Zeit und verbindet funktionale Krankenhausarchitektur mit repräsentativen Fassadenelementen.

Weblinks

Verwandte Artikel

Quellen