Robert-Brauner-Platz
Benannt ist der Platz nach dem Herner Ehrenbürger (Verleihung am 5. Februar 1985) Robert Brauner (geboren am 12. April 1907 in Herne, gestorben am 23. Oktober 1992 in Herne) war vom 19. Oktober 1951 bis zum 31. Dezember 1974 Oberbürgermeister der Stadt Herne; anschließend war er Beauftragter für die Wahrnehmung der Angelegenheiten des Rates der Stadt und vom 26. Mai 1975 bis zu seinem Ausscheiden aus dem Rat am 16. Oktober 1984 Bürgermeister der neuen Stadt Herne.
Robert Brauners Verdienste um die Schul-, Kultur- und Sozialpolitik sowie die Entwicklung und Erneuerung unserer Stadt sollen mit der Namensgebung für diesen zentralen Platz eine weitere Würdigung erhalten. [1] [2] [3] [4]



Der Robert-Brauner-Platz entstand im Zuge der Stadterneuerung sowie des Ausbaus der U35 durch den Abriss der Häuserzeile Bahnhofstraße 55–61. Es entstand ein volkstümlich als „Verweilplatz“ bezeichneter Bereich mit Sitzgelegenheiten, Springbrunnen und einem erhöhten Verkaufspavillon über dem weitläufigen U-Bahnhof Herne-Mitte.
Bei der Neustrukturierung 1992/93 wurde das Ensemble zugunsten der heute bestehenden Stadtgalerie abgerissen und der Platz neu gestaltet.
Umbau des Robert-Brauner-Platzes 2021-2026
Der Umbau des Robert-Brauner-Platzes ist ein städtebauliches Projekt in der Innenstadt von Herne. Die Maßnahme ist Bestandteil des Programms Stadtumbau Herne-Mitte beziehungsweise des Städtebauförderprogramms Lebendige Zentren und dient der gestalterischen, funktionalen und klimatischen Aufwertung des zentral gelegenen Platzes.
Hintergrund
Der Robert-Brauner-Platz befindet sich an der Bahnhofstraße im Zentrum von Herne und bildet einen wichtigen Aufenthalts-, Verkehrs- und Veranstaltungsbereich. Vor Beginn der Umgestaltung bestand der Platz überwiegend aus einer versiegelten Natursteinpflasterfläche mit nur wenigen Grünflächen und Sitzgelegenheiten. Aufgrund der geringen Aufenthaltsqualität sowie fehlender Beschattung wurde bereits seit mehreren Jahren eine grundlegende Neugestaltung diskutiert.[8]
Bürgerbeteiligung
Im Rahmen der Planungen führte die Stadt Herne zwischen Mai und Juli 2021 eine Online-Beteiligung durch. Rund 1.000 Bürgerinnen und Bürger beteiligten sich an der Befragung. Mehr als 80 Prozent der Teilnehmenden sprachen sich für eine umfassende Umgestaltung des Platzes aus. Besonders häufig wurden der Wunsch nach mehr Begrünung, zusätzlichen Sitzgelegenheiten, einer besseren Beschattung sowie gastronomischen Aufenthaltsflächen geäußert.[9]
Planung
Die Entwürfe sehen eine deutliche Aufwertung des Platzes vor. Zu den geplanten Maßnahmen gehören:
- Pflanzung neuer Bäume und Grünflächen
- Anlage von Hochbeeten
- Installation eines Wasserspiels beziehungsweise Fontänenfeldes
- neue Sitzgelegenheiten und Stadtmöbel
- Verbesserung der Barrierefreiheit
- klimagerechte Gestaltung mit zusätzlicher Verschattung
+Erhalt ausreichender Flächen für die Außengastronomie
Die Maßnahme soll sowohl die Aufenthaltsqualität erhöhen als auch den Folgen des Klimawandels im innerstädtischen Raum entgegenwirken.
Finanzierung
Die Umgestaltung wird überwiegend aus Mitteln der Städtebauförderung finanziert. Rund 80 Prozent der Gesamtkosten werden durch Bund und Land Nordrhein-Westfalen getragen, während die Stadt Herne den verbleibenden Eigenanteil übernimmt. Die Gesamtkosten wurden zuletzt auf rund 2,7 Millionen Euro beziffert.[10]
Bauausführung
Nach Abschluss der Planungen begannen die Bauarbeiten Anfang 2025. Während der etwa zehnmonatigen Bauzeit blieben die umliegenden Geschäfte und Gastronomiebetriebe durch provisorische Fußgängerwege erreichbar. Die Stadt kündigte an, Einschränkungen für Anwohner, Besucher und Gewerbetreibende möglichst gering zu halten.[11]
Im Jahr 2026 folgte mit der Erneuerung des Aufzugs zur Stadtbahnhaltestelle Herne Mitte der U35 die letzte größere Baumaßnahme im Umfeld des Platzes. Gleichzeitig wurde eine überdachte Fahrradabstellanlage mit Gründach errichtet.[12]
Ziele
Mit der Umgestaltung verfolgt die Stadt Herne mehrere Ziele:
- Steigerung der Aufenthaltsqualität in der Innenstadt
- Anpassung an den Klimawandel durch mehr Grün und Schatten
- Förderung des Einzelhandels und der Gastronomie
- Schaffung eines attraktiven öffentlichen Aufenthaltsraums
- Verbesserung der Barrierefreiheit und der Aufenthaltsmöglichkeiten
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Quellen
- ↑ "HERNE - von Ackerstraße bis Zur-Nieden-Straße", Stadtgeschichte im Spiegel der Straßennamen, bearbeitet von Manfred Hildebrandt, Ralf Frensel, Jeannette Bodeux, Franz Heiserholt, Veröffentlichungen des Stadtarchivs Herne, Herne 1997
- ↑ Ruhr-Nachrichten, 13.10.1964, 13.04.1967, 25.11.1969, 12.04.1972, 13.04.1972.
- ↑ WAZ 20.10.1951, 19.10.1961, 13.04.1967, 25.11.1969, 12.04.1972, 23.12.1974, 19.12.1984, 24.05.1986, 11.04.1987, 13.04.1987, 11.04.1992, 20.03.1993.
- ↑ Westfälische Rundschau 20.10.1951, 13.10.1964, 12.04.1967, 13.04.1967, 12.04.1972, 13.04.1972.
- ↑ Foto: Andreas Janik
- ↑ Foto: Gerd Biedermann †
- ↑ Foto: Andreas Janik
- ↑ Stadt Herne: Umgestaltung des Robert-Brauner-Platzes.
- ↑ Stadt Herne: Öffentlichkeitsbeteiligung zur Umgestaltung des Robert-Brauner-Platzes, 2021.
- ↑ Stadt Herne: Umgestaltung des Robert-Brauner-Platzes.
- ↑ Pressemitteilung der Stadt Herne vom Dezember 2024.
- ↑ Pressemitteilung der Stadt Herne vom 12. Mai 2026.

