Heinrich Günnewig (1898-1981) NS Oberbürgermeister: Unterschied zwischen den Versionen

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{{Person
'''Heinrich Günnewig''', NSDAP (Oberbürgermeister von Juli 1934 bis April 1945)
| Name = Heinrich Günnewig

| Abkürzung =
Als Nachfolger Kiwits setzten die Nazis einen Mann aus ihren Reihen ein. Günnewig war Rechtsanwalt und Notar und seit den 30er Jahren Rechtsreferent beim Stab des SS-Abschnittes XXV. Nach Kriegsende wurde er lediglich wegen seiner Mitgliedschaft in der SS zu einer fünfmonatigen Gefängnisstrafe verurteilt. Die damals kursierende Vermutung, Günnewig sei direkt an dem Brand in der Wanner Synagoge beteiligt gewesen, konnte aber mehr als zehn Jahre nach dem Verbrechen im Prozessverlauf nicht bewiesen werden.
| Bild = Heinrich Günnewig.jpg

| Bildbeschreibung = Heinrich Günnewig, Foto: [[Stadtarchiv Herne]]

| Geboren am = 10. Februr 1898
| Geboren in = Bochum
| Gestorben am = 7. August 1981
| Gestorben in = Düsseldorf
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{{Erinnerung|'''Ehret die Opfer <br> Benennt die Täter'''<br>'''Nie wieder Faschismus <br> Nie wieder Krieg'''}}
[[Datei:Heinrich Günnewig.jpg|200px|thumb|Heinrich Günnewig, Foto: [[Stadtarchiv Herne]]]]
'''Heinrich Günnewig''' (geboren am [[10. Februar]] [[1898]] in Bochum; gestorben am [[7. August]] [[1981]] in Düsseldorf) war in Wanne-Eickel Kommissarischer Oberbürgermeister vom [[1. März]] [[1934]] bis [[6. Juli]] [[1934]] und Oberbürgermeister vom [[7. Juli]] [[1934]] bis [[17. April]] [[1945]].
Nach dem Gymnasiumbesuch in Bochum mit Kriegsreifeprüfung zog er ab den [[17. November]] [[1916]] in den [[Erster Weltkrieg in Herne und Wanne-Eickel|Ersten Weltkrieg]]. Nach Rückkehr am [[8. Januar]] [[1919]] nahm er das Studium der Rechtswissenschaften auf. Am [[4. Juli]] [[1921]] legte er die Erste Juristische Staatsprüfung ab. Danach war er als Gerichtsreferendar bei den preußischen Justizverwaltungen in Langendreer, Bochum und Hamm tätig. Am [[7. Juli]] [[1924]] bestand er die Zweite Juristische Staatsprüfung.<br /><br />
Es folgten:<br />
20.08.1924 bis 16.10.1924 Gerichtsassessor in Bochum,<br />
16.10.1924 bis 12.02.[[1934]] Rechtsanwalt in Bochum,<br />
25.11.[[1932]] bis 12.02.1934 Notar in Bochum.<br /><br />
Mitglied der NSDAP war Günnewig seit dem [[1. Dezember]] [[1931]], Ende 1932 folgte die Mitgliedschaft in der SS. Er wurde Rechtsberater und Schiedsmann des Großen Schiedshofes beim Stab des SS-Abschnitt XXV. Am [[1. März]] 1934 wurde Günnewig zunächst kommissarischer, ab dem [[7. Juli]] 1934 dann ordentlicher Oberbürgermeister von Wanne-Eickel. Zuvor vertrat er seit dem [[12. Februar]] 1934 den beurlaubten [[Wilhelm Wulf]].<br />
Am [[20. April]] [[1939]] wurde er – aus Anlass des 50. Geburtstages von Adolf Hitler – von Heinrich Himmler zum SS-Sturmbannführer befördert.<br />
Seine Zeit als Oberbürgermeister endete mit Inhaftierung durch die Militärregierung am [[18. April]] [[1945]]. Die offizielle Entfernung aus dem Amt erfolgte am [[19. Mai]] [[1945]]. <br />


==Entnazifizierung==
*Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland - NW 1115 / SBE Hauptausschuss Stadtkreis Wanne-Eickel NW 1115, Nr. 4249 - (4249) Entnazifizierung Heinrich Guennewig , geb. 10.02.1898 (Rechtsanwalt) (Nicht online)
*Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland - NW 1037-BVI / SBE Der Sonderbeauftragte für die Entnazifizierung im Lande NW NW 1037-BVI, Nr. 5402 - Entnazifizierung Heinrich Guennewig , geb. 10.02.1898 (Rechtsanwalt) ([https://www.landesarchiv-nrw.de/dwl?f=Abt%20Rheinland/NW-Bestaende/NW%201037-BVI/~054/NW%201037-BVI-05402&v=9A11E246204BB9AEF1D031C9E6609951 Online])


Einstufung '''Kategorie IV''' ! Am [[16. November]] [[1948]] wurde Günnewig rechtskräftig als Mitläufer ohne Vermögenssperre durch den Haupt-Berufungs-Entnazifizierungsausschuss in Bochum eingestuft. Er wurde lediglich wegen seiner Mitgliedschaft in der SS zu einer fünfmonatigen Gefängnisstrafe verurteilt. Die damals kursierende Vermutung, Günnewig sei direkt an dem Brand der [[Synagoge (Wanne-Eickel)|Wanner Synagoge]] beteiligt gewesen, konnte aber mehr als zehn Jahre nach dem Verbrechen im Prozessverlauf nicht bewiesen werden.


Am [[20. November]] [[1951]] wurde er durch den Oberlandesgerichtspräsidenten als Rechtsanwalt beim Amtsgericht und beim Landgericht Düsseldorf zugelassen.<ref>Stadtarchiv Herne, Aktenbestand Oberbürgermeister von Wanne-Eickel, Signatur: Best. 101 – 2 – A18 </ref><ref>2 Rathäuser - 22 Oberbürgermeister, Publikation der Stadt Herne, November 2002, Seite 18</ref></div>
==Verwandte Artikel==
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==Quellen==
==Quellen==
<references />
'''Stadtarchiv Herne:

Bestand Oberbürgermeister

2 Rathäuser - 22 Oberbürgermeister, Publikation der Stadt Herne, November 2002'''



[[Kategorie:Bürgermeister|Günnewig]]
[[Kategorie:Bürgermeister|Günnewig]]
[[Kategorie:Person (Wanne-Eickel) |Günnewig]]
[[Kategorie:Person|Günnewig]]

Aktuelle Version vom 2. März 2026, 19:11 Uhr

Heinrich Günnewig
Heinrich Günnewig.jpg
Heinrich Günnewig.jpg

Heinrich Günnewig, Foto: Stadtarchiv Herne

Geboren am: 10. Februr 1898
Geboren in: Bochum
Gestorben am: 7. August 1981
Gestorben in: Düsseldorf
Letzte Änderung: 02.03.2026
Geändert von: Andreas Janik


Erinnerung
Ehret die Opfer
Benennt die Täter

Nie wieder Faschismus
Nie wieder Krieg
Heinrich Günnewig, Foto: Stadtarchiv Herne

Heinrich Günnewig (geboren am 10. Februar 1898 in Bochum; gestorben am 7. August 1981 in Düsseldorf) war in Wanne-Eickel Kommissarischer Oberbürgermeister vom 1. März 1934 bis 6. Juli 1934 und Oberbürgermeister vom 7. Juli 1934 bis 17. April 1945. Nach dem Gymnasiumbesuch in Bochum mit Kriegsreifeprüfung zog er ab den 17. November 1916 in den Ersten Weltkrieg. Nach Rückkehr am 8. Januar 1919 nahm er das Studium der Rechtswissenschaften auf. Am 4. Juli 1921 legte er die Erste Juristische Staatsprüfung ab. Danach war er als Gerichtsreferendar bei den preußischen Justizverwaltungen in Langendreer, Bochum und Hamm tätig. Am 7. Juli 1924 bestand er die Zweite Juristische Staatsprüfung.

Es folgten:
20.08.1924 bis 16.10.1924 Gerichtsassessor in Bochum,
16.10.1924 bis 12.02.1934 Rechtsanwalt in Bochum,
25.11.1932 bis 12.02.1934 Notar in Bochum.

Mitglied der NSDAP war Günnewig seit dem 1. Dezember 1931, Ende 1932 folgte die Mitgliedschaft in der SS. Er wurde Rechtsberater und Schiedsmann des Großen Schiedshofes beim Stab des SS-Abschnitt XXV. Am 1. März 1934 wurde Günnewig zunächst kommissarischer, ab dem 7. Juli 1934 dann ordentlicher Oberbürgermeister von Wanne-Eickel. Zuvor vertrat er seit dem 12. Februar 1934 den beurlaubten Wilhelm Wulf.
Am 20. April 1939 wurde er – aus Anlass des 50. Geburtstages von Adolf Hitler – von Heinrich Himmler zum SS-Sturmbannführer befördert.
Seine Zeit als Oberbürgermeister endete mit Inhaftierung durch die Militärregierung am 18. April 1945. Die offizielle Entfernung aus dem Amt erfolgte am 19. Mai 1945.

Entnazifizierung

  • Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland - NW 1115 / SBE Hauptausschuss Stadtkreis Wanne-Eickel NW 1115, Nr. 4249 - (4249) Entnazifizierung Heinrich Guennewig , geb. 10.02.1898 (Rechtsanwalt) (Nicht online)
  • Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland - NW 1037-BVI / SBE Der Sonderbeauftragte für die Entnazifizierung im Lande NW NW 1037-BVI, Nr. 5402 - Entnazifizierung Heinrich Guennewig , geb. 10.02.1898 (Rechtsanwalt) (Online)

Einstufung Kategorie IV ! Am 16. November 1948 wurde Günnewig rechtskräftig als Mitläufer ohne Vermögenssperre durch den Haupt-Berufungs-Entnazifizierungsausschuss in Bochum eingestuft. Er wurde lediglich wegen seiner Mitgliedschaft in der SS zu einer fünfmonatigen Gefängnisstrafe verurteilt. Die damals kursierende Vermutung, Günnewig sei direkt an dem Brand der Wanner Synagoge beteiligt gewesen, konnte aber mehr als zehn Jahre nach dem Verbrechen im Prozessverlauf nicht bewiesen werden.

Am 20. November 1951 wurde er durch den Oberlandesgerichtspräsidenten als Rechtsanwalt beim Amtsgericht und beim Landgericht Düsseldorf zugelassen.[1][2]

Verwandte Artikel

Quellen

  1. Stadtarchiv Herne, Aktenbestand Oberbürgermeister von Wanne-Eickel, Signatur: Best. 101 – 2 – A18
  2. 2 Rathäuser - 22 Oberbürgermeister, Publikation der Stadt Herne, November 2002, Seite 18