Alfred Grislawski (1919-2003) Jagdflieger und Hausmeister

Aus Hist. Verein Herne / Wanne-Eickel
Alfred Grislawski
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Geboren am: 2. November 1919
Geboren in: Wanne
Gestorben am: 19. September 2003
Gestorben in: Herne
Beruf: Jagdflieger und Hausmeister
Letzte Änderung: 09.02.2026
Geändert von: Andreas Janik


Alfred Grislawski, geboren am 02. November 1919 in Wanne, gestorben am 19. September 2003 in Herne, war ein deutscher Jagdflieger und Offizier der Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg, der als einer der erfolgreichsten deutschen Flugasse gilt.

Erinnerung
Ehret die Opfer
Benennt die Täter

Nie wieder Faschismus
Nie wieder Krieg

Leben und militärische Laufbahn

Alfred Grislawski wurde am 2. November 1919 in Wanne geboren. als Sohn eines Bergarbeiters. Nach dem Schulabschluss arbeitete er zunächst auf einem Bauernhof und suchte einen Weg, der harten Bergarbeiterlaufbahn zu entkommen. Schließlich entschied er sich für eine militärische Laufbahn und trat 1937 in den Dienst der Luftwaffe ein.

Während des Zweiten Weltkrieges nahm Grislawski an zahlreichen Einsätzen auf unterschiedlichen Kriegsschauplätzen teil:

  • Operation Barbarossa (Russlandfeldzug): Grislawski erzielte seinen ersten offiziellen Luftsieg am 1. September 1941 über feindliche Maschinen während des deutschen Angriffs auf die Sowjetunion.
  • Kaukasus und Ostfront: In den folgenden Kämpfen am östlichen Kriegsschauplatz steigerte er seine Abschusszahlen kontinuierlich und erreichte im April 1943 seinen 100. Sieg.
  • Westfront und “Reichsverteidigung”: Nach einer Verwundung und Genesung wurde Grislawski an die Westfront versetzt, wo er vor allem in der Abwehr amerikanischer Bomberverbände eingesetzt wurde. Von seinen letzten 24 Luftsiegen stammten 18 gegen viermotorige US-Bomber – eine besonders gefährliche Aufgabe.

Insgesamt ist Grislawski über 800 Feindflüge geflogen und ihm werden 133 bestätigte Luftsiege zugeschrieben – eine Zahl, die ihn zu einem der führenden deutschen Jagdflieger im Krieg macht.

Vom 7. Juni 1944 bis ? Juni 1944 war er Gruppenkommandeur der III. Gruppe des Jagdgeschwader 1 „Oesau“.

Grubeneinfahrt auf Shamrock III/IV am 24. August 1942, Oberbürgermeister Günnewig (zweiter von rechts) mit Ritterkreuzträger Alfred Grislawski (in der Mitte).[1]

Auszeichnungen

Für seine militärischen Leistungen erhielt Grislawski mehrere hohe Orden:

  • Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes – verliehen 1. Juli 1942[2]
  • Eichenlaub zum Ritterkreuz – verliehen 11. April 1944[3]

Diese Auszeichnungen gehörten zu den höchsten Tapferkeits- und Führungsorden der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg.

Nachkriegszeit

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges kehrte Grislawski mit seiner Familie in seine Heimat zurück. Da ihre ursprüngliche Wohnstadt Leuna in der sowjetischen Besatzungszone lag, zogen sie in die britische Zone zurück, wo sie wieder zusammenfanden.

Im zivilen Leben arbeitete Grislawski zunächst als Kraftfahrer und später als Hausmeister am damaligen Mädchengymnasium Wanne (später Gymnasium Wanne) in Wanne-Eickel, einem städtischen Schulgebäude. Er wurde von Angeboten abgelehnt, in die neue Bundesluftwaffe einzutreten – unter anderem, weil seine Kriegsverletzungen eine weitere fliegerische Tätigkeit nicht zuließen.

Archive

  • Ritterkreuzträger Alfred Grislawski, Gemälde von Richard Sprick, 1943. Stadtarchiv Herne - Best. 301 / Luftschutz, Unterbringung, Schäden, Nr. A 100 - Luftschutzmaßnahmen Verfügungen und Erlasse.

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Quellen

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