Mozartstraße: Unterschied zwischen den Versionen

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*„Die Zauberflöte“.
*„Die Zauberflöte“.


Die Häuser an der Mozartstraße, einer Passage, deren Glasdach wohl schon in den 1920er Jahren wegen zu großer Verschmutzung und mangelndem Lichteinfall wieder entfernt werden musste, wurden zwischen 1904 und 1912 errichtet. Über das Gesamtkonzept für die Passage ist bisher wenig bekannt. Vermutlich wurde sie von einer Witwe Brauckmann initiiert, die das Gelände von finanzkräftigen Geschäftsleuten bebauen ließ. Die zwölf dreieinhalbgeschossigen Wohn- und Geschäftshäuser mit ihren reinen Jugendstilfassaden bilden ein städtebaulich interessantes Ensemble.
Die Häuser an der Mozartstraße, einer Passage, deren Glasdach wohl schon in den 1920er Jahren wegen zu großer Verschmutzung und mangelndem Lichteinfall wieder entfernt werden musste, wurden zwischen 1904 und 1912 errichtet. Über das Gesamtkonzept für die Passage ist bisher wenig bekannt. Sie wurde von einer Witwe Brauckmann initiiert, die das Gelände von finanzkräftigen Geschäftsleuten bebauen ließ. In der Gelsenkirchener Zeitung vom 22. Oktober 1901 ist vermerkt: "Wanne, 24. Okt. Eine großstädtische Anlage - soll unser Ort demnächst bekommen. Die Ww. Brauckmann beabsichtigt nämlich als Verbindung zwischen der Bahnhofstraße durch ihre Ländereien eine Glaspassage herzustellen. Ihrem Antrag auf Festsetzung der Baufluchtlinie auf 8 Meter wurde seitens des Gemeindevorstandes unter der Bedingung entsprochen, daß in dieser Breite die Straße in ihrer ganzen Länge mit Asphalt befestigt wird und eine Glasüberdachung erhält."<ref>https://zeitpunkt.nrw/ulbms/periodical/zoom/9074641</ref> Am 22. Februar 1902 steht unter "Neue Straßenzüge" veröffentlicht: "4. Glaspassage in einer lichten Breite von 8 m von der Friedrichstraße durch das Gelände der Frau Wittwe Brauckmann führend und südlich der Besitzung des [[August Kesseler|Dr. med. Kesseler]] in die Bahnhofstraße einmündend. " Die zwölf dreieinhalbgeschossigen Wohn- und Geschäftshäuser mit ihren reinen Jugendstilfassaden bilden ein städtebaulich interessantes Ensemble.


Die ersten Passagen dieser Art entstanden bis 1820 in Paris, London und Brüssel; 1842 bis 1845 wurde in Hamburg Sillem’s Basar, 1863 in Köln die Königin-Augusta-Halle, 1869 bis 1873 die Kaisergalerie in Berlin und 1887 die Kaiser-Passage in Karlsruhe gebaut.
Die ersten Passagen dieser Art entstanden bis 1820 in Paris, London und Brüssel; 1842 bis 1845 wurde in Hamburg Sillem’s Basar, 1863 in Köln die Königin-Augusta-Halle, 1869 bis 1873 die Kaisergalerie in Berlin und 1887 die Kaiser-Passage in Karlsruhe gebaut.
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Die Glaspassage in Wanne entstand kurz nach der Kaiser-Wilhelm-Passage in Frankfurt (1900) und der Georgspassage in Hannover (1901). Sie verband die im Aufbau befindliche Hauptgeschäftsstraße, die heutige [[Hauptstraße]], mit dem nahe gelegenen Park, 1900 als „Kaisergarten“ eröffnet, nach 1918 in „Stadtgarten“ umbenannt. <ref>"HERNE - von Ackerstraße bis Zur-Nieden-Straße", Stadtgeschichte im Spiegel der Straßennamen, bearbeitet von Manfred Hildebrandt, Ralf Frensel, Jeannette Bodeux, Franz Heiserholt, Veröffentlichungen des Stadtarchivs Herne, Herne 1997</ref> <ref>Wanne-Eickeler Zeitung 19.10.1951.</ref> <ref>Westf. Amt für Denkmalpflege Münster, Gutachtliche Stellungnahme von Dipl.-Ing. Seifen vom 07.04.1986.</ref>
Die Glaspassage in Wanne entstand kurz nach der Kaiser-Wilhelm-Passage in Frankfurt (1900) und der Georgspassage in Hannover (1901). Sie verband die im Aufbau befindliche Hauptgeschäftsstraße, die heutige [[Hauptstraße]], mit dem nahe gelegenen Park, 1900 als „Kaisergarten“ eröffnet, nach 1918 in „Stadtgarten“ umbenannt. <ref>"HERNE - von Ackerstraße bis Zur-Nieden-Straße", Stadtgeschichte im Spiegel der Straßennamen, bearbeitet von Manfred Hildebrandt, Ralf Frensel, Jeannette Bodeux, Franz Heiserholt, Veröffentlichungen des Stadtarchivs Herne, Herne 1997</ref> <ref>Wanne-Eickeler Zeitung 19.10.1951.</ref> <ref>Westf. Amt für Denkmalpflege Münster, Gutachtliche Stellungnahme von Dipl.-Ing. Seifen vom 07.04.1986.</ref>
==Historie==
==Historie==
*Glaspassage (Erwähnung [[1903]]); <ref>StAH, Protokollbuch der Gemeindevertretung Wanne-Eickel 1902 - 1906, Blatt 354, TOP 16.</ref>
*Glaspassage (Erwähnung [[1902]]); <ref>https://zeitpunkt.nrw/ulbms/periodical/zoom/17618694</ref><ref>StAH, Protokollbuch der Gemeindevertretung Wanne-Eickel 1902 - 1906, Blatt 354, TOP 16.</ref>
*Kaiserpassage (Erwähnung [[1913]])
*Kaiserpassage (Erwähnung [[1913]])

==Bilder==
==Bilder==
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Aktuelle Version vom 23. Januar 2026, 12:18 Uhr

Überblick
Bildinfo: Mozartstraße am 12.09.2021



Benennung: 28. April 1926
Durch: Der Kommissarische Bürgermeister der
Stadt Wanne-Eickel [1]
Postleitzahl: 44649
Stadtbezirk: Wanne
Ortsteil: Bickern
Kartengitter: C5
Koordinaten: 51.534887,7.155573
Letze Änderung: 23.01.2026
Geändert von: Andreas Janik
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Die Kaiserpassage um 1915

Der Komponist Wolfgang Amadeus Mozart (geboren am 27. Januar 1756 in Salzburg, gestorben am 5. Dezember 1791 in Wien) gehört mit Haydn und Beethoven zu den drei großen Meistern der Wiener Klassik. Sein Schaffen umspannt alle Gebiete der Tonkunst.

Zu seinen bedeutendsten Opern zählen

  • „Figaros Hochzeit“,
  • „Cosi fan tutte“, „Titus“ und
  • „Die Zauberflöte“.

Die Häuser an der Mozartstraße, einer Passage, deren Glasdach wohl schon in den 1920er Jahren wegen zu großer Verschmutzung und mangelndem Lichteinfall wieder entfernt werden musste, wurden zwischen 1904 und 1912 errichtet. Über das Gesamtkonzept für die Passage ist bisher wenig bekannt. Sie wurde von einer Witwe Brauckmann initiiert, die das Gelände von finanzkräftigen Geschäftsleuten bebauen ließ. In der Gelsenkirchener Zeitung vom 22. Oktober 1901 ist vermerkt: "Wanne, 24. Okt. Eine großstädtische Anlage - soll unser Ort demnächst bekommen. Die Ww. Brauckmann beabsichtigt nämlich als Verbindung zwischen der Bahnhofstraße durch ihre Ländereien eine Glaspassage herzustellen. Ihrem Antrag auf Festsetzung der Baufluchtlinie auf 8 Meter wurde seitens des Gemeindevorstandes unter der Bedingung entsprochen, daß in dieser Breite die Straße in ihrer ganzen Länge mit Asphalt befestigt wird und eine Glasüberdachung erhält."[2] Am 22. Februar 1902 steht unter "Neue Straßenzüge" veröffentlicht: "4. Glaspassage in einer lichten Breite von 8 m von der Friedrichstraße durch das Gelände der Frau Wittwe Brauckmann führend und südlich der Besitzung des Dr. med. Kesseler in die Bahnhofstraße einmündend. " Die zwölf dreieinhalbgeschossigen Wohn- und Geschäftshäuser mit ihren reinen Jugendstilfassaden bilden ein städtebaulich interessantes Ensemble.

Die ersten Passagen dieser Art entstanden bis 1820 in Paris, London und Brüssel; 1842 bis 1845 wurde in Hamburg Sillem’s Basar, 1863 in Köln die Königin-Augusta-Halle, 1869 bis 1873 die Kaisergalerie in Berlin und 1887 die Kaiser-Passage in Karlsruhe gebaut.

Die Glaspassage in Wanne entstand kurz nach der Kaiser-Wilhelm-Passage in Frankfurt (1900) und der Georgspassage in Hannover (1901). Sie verband die im Aufbau befindliche Hauptgeschäftsstraße, die heutige Hauptstraße, mit dem nahe gelegenen Park, 1900 als „Kaisergarten“ eröffnet, nach 1918 in „Stadtgarten“ umbenannt. [3] [4] [5]

Historie

Bilder

Literatur

Lesen Sie auch

Quellen

  1. StAH, Protokollbuch des Überleitungsausschusses der Stadt Wanne-Eickel 1926, Blatt 6, TOP 7.
  2. https://zeitpunkt.nrw/ulbms/periodical/zoom/9074641
  3. "HERNE - von Ackerstraße bis Zur-Nieden-Straße", Stadtgeschichte im Spiegel der Straßennamen, bearbeitet von Manfred Hildebrandt, Ralf Frensel, Jeannette Bodeux, Franz Heiserholt, Veröffentlichungen des Stadtarchivs Herne, Herne 1997
  4. Wanne-Eickeler Zeitung 19.10.1951.
  5. Westf. Amt für Denkmalpflege Münster, Gutachtliche Stellungnahme von Dipl.-Ing. Seifen vom 07.04.1986.
  6. https://zeitpunkt.nrw/ulbms/periodical/zoom/17618694
  7. StAH, Protokollbuch der Gemeindevertretung Wanne-Eickel 1902 - 1906, Blatt 354, TOP 16.