Berninghausstraße

Aus Hist. Verein Herne / Wanne-Eickel e. V.


Überblick
Berninghausstraße am 20.05.2017 [1]
📅
Benannt am23. Juli 1926
durch Magistrat der Stadt Herne [2]
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KartengitterG6
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Straßenansicht
StadtbezirkOrtsteilPLZ

Die Berninghausstraße gehörte, wie der gesamte Bereich südlich zur Gemeinde Riemke und wurde am 1. April 1926 bei der Auflösung des Restamtes Gerthe in die Stadt Herne um-/eingemeindet. An dieser Straße lag die Dampfkesselfabrik Ewald Berninghaus, eine Zweigniederlassung der Duisburger Firma Ewald Berninghaus. Das Herner Werk wurde 1875 gegründet. Anfänglich nur als größere Reparaturwerkstatt geplant, hat sie sich im Laufe der Zeit zu einer bedeutenden Dampfkessel- und Apparatebaufirma entwickelt.

1912 entstand an der heutigen Ewaldstraße ein Fabrikneubau. Trotz starker Kriegsschäden an Gebäuden und Einrichtungen kam die Produktion gleich nach dem Zweiten Weltkrieg wieder in Gang.

1962 übernahm der damalige Werkdirektor Fritz Becker die Firma. Die Maschinenfabrik Fritz Becker & Co. wurde am 14. Juni 1977 an die Bergrohr GmbH Herne verkauft. [3] [4]

Historie

  • vor dem 1. April 1926 Hermannstraße (Gehörte zur Gemeinde Riemke)

Benennungsfrage

Die heutige Straßenführung geht auf eine ältere Wegeverbindung in der Riemker Vöde zurück, die vor 1926 als Hermannstraße bezeichnet wurde. Sie diente vermutlich bereits früh als Verbindung von den Landarbeiterwohnungen zu den ersten Herner Zechen. Mit der Grenzänderung zwischen Bochum und Herne zum 1. April 1926 sowie dem Ausbau der Bergarbeiterwohnungen der Zeche Constantin änderten sich die örtlichen Gegebenheiten. In der Folge benannte die Stadt Bochum ihren Straßenabschnitt spätestens bis 1928 in Siebeckstraße um[5], während der auf Herner Gebiet liegende Abschnitt den Namen Berninghausstraße erhielt. Das Herner Adressbuch von 1929 beschreibt die Siebeckstraße bereits als amtliche Straßenbezeichnung. Die Stadtkarte von 1932 zeigt dagegen fehlerhaft noch die ältere, durchgehende Darstellung der Straßenverbindung mit einem Namen, obwohl der Begleittext den Endpunkt bereits an der Stadtgrenze angibt.[6]

Literatur

Lesen Sie auch

Quellen

  1. Foto: Gerd Biedermann †
  2. StAH, Protokollbuch des Magistrats der Stadt Herne 1926, Blatt 160, TOP 23.
  3. "HERNE - von Ackerstraße bis Zur-Nieden-Straße", Stadtgeschichte im Spiegel der Straßennamen, bearbeitet von Manfred Hildebrandt, Ralf Frensel, Jeannette Bodeux, Franz Heiserholt, Veröffentlichungen des Stadtarchivs Herne, Herne 1997
  4. WAZ 01.07.1977.
  5. https://zeitpunkt.nrw/ulbms/periodical/zoom/21202864?query=%22%20Siebeckstra%C3%9Fe%22!
  6. Anmerkungen von Herrn Norbert Altenhöner vom 3. Juli 2026, dem wir sehr danken.