Ostbachtal: Unterschied zwischen den Versionen

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Die Straße ist nach dem [[Ostbach]] benannt. Dieser hat mehrere Quellen in und um Hiltrop und ist zusammen mit dem [[Westbach]] der Vorfluter für das Stadtgebiet Herne. Früher floss der Bach nach seiner Vereinigung mit dem Westbach unter der Bezeichnung „Strünkederbach“ östlich an Schloss Strünkede vorbei in die [[Emscher]]. Im Jahre [[1903]] wurde der Westbach durch eine aus der Stadt Herne, der Herner Bergbau A. G. und der Gemeinde Baukau gebildete Interessengemeinschaft abgetrennt und in einem neuen Lauf als Tieftaggraben auf dem kürzesten Wege westlich von Schloss Strünkede in die Emscher geführt.


[[1933]] / [[1934]] wurde der Ostbach ausgebaut und am Oberlauf in ein neues Bett verlegt. Nördlich der [[Mont-Cenis-Straße]] ist der Ostbach eingerohrt. Früher wurde der Bach auch „Schmedebecke“ genannt, so bezeichnet nach dem [[Hof Schmidt-Sodingen|Hof Schmidt zu Sodingen]]. Der Bereich „Ostbachtal / Wiescherfeld“ zählt zu den Landschaftsschutzgebieten der Stadt Herne. <ref>"HERNE - von Ackerstraße bis Zur-Nieden-Straße", Stadtgeschichte im Spiegel der Straßennamen, bearbeitet von Manfred Hildebrandt, Ralf Frensel, Jeannette Bodeux, Franz Heiserholt, Veröffentlichungen des Stadtarchivs Herne, Herne 1997</ref>
[[1933]] / [[1934]] wurde der Ostbach ausgebaut und am Oberlauf in ein neues Bett verlegt. Nördlich der [[Mont-Cenis-Straße]] ist der Ostbach eingerohrt. Früher wurde der Bach auch „Schmedebecke“ genannt, so bezeichnet nach dem [[Hof Schmidt-Sodingen|Hof Schmidt zu Sodingen]]. Der Bereich „Ostbachtal / Wiescherfeld“ zählt zu den Landschaftsschutzgebieten der Stadt Herne. <ref>"HERNE - von Ackerstraße bis Zur-Nieden-Straße", Stadtgeschichte im Spiegel der Straßennamen, bearbeitet von Manfred Hildebrandt, Ralf Frensel, Jeannette Bodeux, Franz Heiserholt, Veröffentlichungen des Stadtarchivs Herne, Herne 1997</ref>

Durch die nachfolgend beschriebene Umlagerung besteht keine direkte Verbindung der Straße zum Namensgebenden Gewässer mehr.
== Umlagerung eines Teilbereiches ==
Die Umlagerung des Ostbachs ist Teil des umfassenden Emscher-Umbaus, eines der größten wasserwirtschaftlichen Infrastrukturprojekte Europas. Ziel dieses Programms ist die ökologische Wiederherstellung der Emscher und ihrer Nebenläufe nach dem Ende der bergbaubedingten Abwasserführung in offenen Gerinnen.

Die Umlagerung des Ostbachs erfolgte aus mehreren Gründen:
*Anpassung an Verkehrsprojekte, insbesondere im Zusammenhang mit dem Ausbau und der Neuordnung angrenzender Verkehrsachsen
*Hochwasserschutz, durch eine verbesserte Abflussführung und größere Retentionsräume
*Ökologische Aufwertung, im Rahmen des Emscher-Umbaus und der Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie
*Städtebauliche Entwicklung, insbesondere zur Aufwertung angrenzender Grün- und Freiflächen

== Durchführung der Maßnahme ==
Im Rahmen der Umlagerung wurde der Bachlauf abschnittsweise neu trassiert. Dabei kamen offene, naturnahe Gewässerprofile zum Einsatz, die den vormals stark technischen Ausbau ersetzten. Der neue Verlauf wurde mit flachen Ufern, Mäandern und strukturierenden Elementen wie Kiesbänken und Uferbepflanzung gestaltet.

Parallel zur Umlagerung wurden bestehende Verrohrungen zurückgebaut und der Ostbach wieder oberirdisch geführt. Die Maßnahmen erfolgten in mehreren Bauabschnitten und unter Berücksichtigung wasserrechtlicher und naturschutzfachlicher Vorgaben.

Besonders stark verändert wurde der Verlauf des Baches beim erreichen des [[Hölkeskampring]]. Durch umfangreiche Erdbewegungen wurde die Verbindung abgekoppelt und in Richtung norden umgelegt. Er verläuft nun offen dem Hölkeskampring entlang, wurde dann östlich in Richtung [[Sodinger Bach]] geführt, indem er nun mündet und in Richtung [[Landwehrbach]] und [[Emscher]] abgeleitet wurde.
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Aktuelle Version vom 15. Januar 2026, 10:35 Uhr

Überblick
Bildinfo: Ostbachtal 09.05.2017



Benennung: 15. Januar 1934
Durch: Polizeipräsident Bochum,
Polizeiamt Herne [1]
Postleitzahl: 44623
Stadtbezirk: Herne-Mitte
Ortsteil: Herne
Kartengitter: H4
Koordinaten: 51.537583,7.235117
Letze Änderung: 15.01.2026
Geändert von: Andreas Janik
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Ostbachtal

Die Straße ist nach dem Ostbach benannt. Dieser hat mehrere Quellen in und um Hiltrop und ist zusammen mit dem Westbach der Vorfluter für das Stadtgebiet Herne. Früher floss der Bach nach seiner Vereinigung mit dem Westbach unter der Bezeichnung „Strünkederbach“ östlich an Schloss Strünkede vorbei in die Emscher. Im Jahre 1903 wurde der Westbach durch eine aus der Stadt Herne, der Herner Bergbau A. G. und der Gemeinde Baukau gebildete Interessengemeinschaft abgetrennt und in einem neuen Lauf als Tieftaggraben auf dem kürzesten Wege westlich von Schloss Strünkede in die Emscher geführt.

1933 / 1934 wurde der Ostbach ausgebaut und am Oberlauf in ein neues Bett verlegt. Nördlich der Mont-Cenis-Straße ist der Ostbach eingerohrt. Früher wurde der Bach auch „Schmedebecke“ genannt, so bezeichnet nach dem Hof Schmidt zu Sodingen. Der Bereich „Ostbachtal / Wiescherfeld“ zählt zu den Landschaftsschutzgebieten der Stadt Herne. [2]

Durch die nachfolgend beschriebene Umlagerung besteht keine direkte Verbindung der Straße zum Namensgebenden Gewässer mehr.

Umlagerung eines Teilbereiches

Die Umlagerung des Ostbachs ist Teil des umfassenden Emscher-Umbaus, eines der größten wasserwirtschaftlichen Infrastrukturprojekte Europas. Ziel dieses Programms ist die ökologische Wiederherstellung der Emscher und ihrer Nebenläufe nach dem Ende der bergbaubedingten Abwasserführung in offenen Gerinnen.

Die Umlagerung des Ostbachs erfolgte aus mehreren Gründen:

  • Anpassung an Verkehrsprojekte, insbesondere im Zusammenhang mit dem Ausbau und der Neuordnung angrenzender Verkehrsachsen
  • Hochwasserschutz, durch eine verbesserte Abflussführung und größere Retentionsräume
  • Ökologische Aufwertung, im Rahmen des Emscher-Umbaus und der Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie
  • Städtebauliche Entwicklung, insbesondere zur Aufwertung angrenzender Grün- und Freiflächen

Durchführung der Maßnahme

Im Rahmen der Umlagerung wurde der Bachlauf abschnittsweise neu trassiert. Dabei kamen offene, naturnahe Gewässerprofile zum Einsatz, die den vormals stark technischen Ausbau ersetzten. Der neue Verlauf wurde mit flachen Ufern, Mäandern und strukturierenden Elementen wie Kiesbänken und Uferbepflanzung gestaltet.

Parallel zur Umlagerung wurden bestehende Verrohrungen zurückgebaut und der Ostbach wieder oberirdisch geführt. Die Maßnahmen erfolgten in mehreren Bauabschnitten und unter Berücksichtigung wasserrechtlicher und naturschutzfachlicher Vorgaben.

Besonders stark verändert wurde der Verlauf des Baches beim erreichen des Hölkeskampring. Durch umfangreiche Erdbewegungen wurde die Verbindung abgekoppelt und in Richtung norden umgelegt. Er verläuft nun offen dem Hölkeskampring entlang, wurde dann östlich in Richtung Sodinger Bach geführt, indem er nun mündet und in Richtung Landwehrbach und Emscher abgeleitet wurde. Durch die Neuordnung des Ostbachs konnte dessen Funktion als naturnaher Zufluss gestärkt und die ökologische Durchgängigkeit verbessert werden.

Erinnerungen
Friedhelm Wessel: Die ehemalige Wieschermühle. Standort: Ostbachtalweg mit Blick auf die Schillerstraße. Die Außenfassade des Haus wurde erst vor zwei Jahren restauriert.
Ulli Bäcker: Das Haus gehört Schulte-Nova. Er hatte früher auf dem Markt mit seiner Mutter einen Käsestand. Im Haupthaus (Sodinger Straße) war früher auch ein Geschäft geführt von Frau Haupt. Von der anderen seite sieht man, dass es drei Garagen sind. Plus einer kleinen Wohnung mit grosser Küche im Keller. Oben rechts war auch einmal eine kleine Wohnung.

Historie

Bilder

Literatur

Lesen Sie auch

Quellen

  1. Amtsblatt der Preuß. Regierung in Arnsberg 1934, Teil II, Stück 6, Nr. 51.
  2. "HERNE - von Ackerstraße bis Zur-Nieden-Straße", Stadtgeschichte im Spiegel der Straßennamen, bearbeitet von Manfred Hildebrandt, Ralf Frensel, Jeannette Bodeux, Franz Heiserholt, Veröffentlichungen des Stadtarchivs Herne, Herne 1997