Katholische Pfarrgemeinde St. Dionysius Herne: Unterschied zwischen den Versionen
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<big>Die Katholische Pfarrgemeinde St. Dionysius Herne ist eine römisch-katholische Großpfarrei im Stadtgebiet von Herne (Nordrhein-Westfalen, Deutschland). Sie gehört zum Dekanats Emschertal im Erzbistum Paderborn und entstand als moderne Fusion historisch gewachsener Gemeinden, deren Wurzeln bis ins 19. Jahrhundert zurückreichen.</big> |
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<div class="inhalt" style="background-color:#FFFFFF;border-style: ridge; margin-bottom:1em; padding:1.2em 6.8em 1.2em 6.8em;font-size:17px;max-width:1000px;text-align:justify"> |
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{{Infobox Verein |
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==Dekanat-Emschertal== |
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| Name = Katholische Pfarrei St. Dionysius Herne |
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16. Oktober 2015:<ref>http://www.dekanat-emschertal.de/dekanat-emschertal/2048-Aktuelles/88209,Erzbischof-benennt-neue-Gesamtpfarrei-nach-Hl.-Dionysius.html</ref> |
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| Abkürzung = St. Dionysius Herne |
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| Logo = St-dionysius-2025.png |
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| Zweck = |
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| Vorsitz = Dr. Nils Petrat (Pfarrer) |
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| Vorstand = |
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| Gründung = [[2017]] |
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| Auflösung = |
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| Mitglieder = |
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| Mitarbeiter= Andreas Trentmann (Verwaltungsleiter) |
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| Sitz = [[Glockenstraße]] 7· 44623 Herne |
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| Homepage = https://www.st-dionysius-herne.de |
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| lat=51.53941075217698 |
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| lon=7.225768682352649 |
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== Frühe katholische Geschichte in Herne == |
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Nach der Reformation (1561) gab es in Herne über lange Zeit keine katholische Pfarrgemeinde mehr. Erst durch die Industrialisierung und den Zuzug katholischer Arbeiter siedelten sich ab 1851 wieder katholische Familien in Herne an – erstmals seit der Reformation. Der erste katholische Gottesdienst in diesem Kontext wurde 1858 in einem angemieteten Haus gefeiert. |
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Vor der Reformation war bereits im Mittelalter eine Kirche dem Heiligen [[Dionysius Kirche|Dionysius]] von Paris geweiht – sie gilt als die erste christliche Kirche im Gebiet von Herne und lässt sich vermutlich zwischen dem 9. und frühen 12. Jahrhundert datieren. Diese Kirche wurde jedoch 1876 im Zuge der Entwicklung der Stadt abgebrochen. |
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Am 13. Oktober [[2015]] hat der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker dem Vorschlag der 10 katholischen Kirchengemeinden in Alt-Herne entsprochen und die zukünftige Gesamtpfarrei nach dem heiligen Dionysius benannt. |
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== Entstehung einzelner Gemeinden == |
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In einem längeren Verfahren hatte eine Arbeitsgruppe aus Vertretern der 10 Gemeinden aus vielen Vorschlägen 5 Favoriten ausgewählt. Diese wurden den gewählten Gemeindegremien (4 Gesamtpfarrgemeinderäte und 10 Kirchenvorstände) zur Abstimmung vorgelegt. Die Summe der Einzelergebnisse führte dann zum gemeinsamen Vorschlag der Gläubigen an der Basis, den der damalig designierte Leiter des zukünftigen Pastoralen Raumes Alt-Herne, Pfarrer Christian Gröne, dem Erzbischof unterbreitete. Nach dessen Stellenverzicht wird ein neuer Leiter berufen. |
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Im Zuge des starken Bevölkerungswachstums im 19. und 20. Jahrhundert entstanden mehrere eigenständige katholische Pfarrgemeinden in Herne: |
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*[[St. Bonifatius]] – im Stadtzentrum gelegen, wurde zur Pfarrkirche der wiederbelebten katholischen Gemeinde nach 1851 und ist heute Pfarrkirche von St. Dionysius. |
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*[[Herz-Jesu]] – errichtet 1904–1908 als zweite große Kirche der Stadt, heute Gemeindekirche unter St. Dionysius. |
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*[[St. Marien (Baukau)]] – neugotische Kirche, seit 1909 genutzt und heute „Kinderkirche“ der Gesamtpfarrei. |
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*[[St. Peter und Paul]] – mit einem Friedhof seit 1900, der die wachsende Gemeinde begleitet. |
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*Weitere Gemeinden wie [[St. Pius]], [[St. Joseph (Horsthausen)|St. Joseph]], [[St. Elisabeth (Herne)|St. Elisabeth]], [[St. Konrad]], [[St. Dreifaltigkeit (Herne)|St. Dreifaltigkeit]] und [[St. Barbara]] entwickelten sich ebenfalls über Jahrzehnte und waren über das Stadtgebiet verteilt katholische Zentren für die Gläubigen vor Ort. |
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Diese zehn Gemeinden bildeten bis Ende 2016 eigenständige Pfarreien oder Pfarrvikarien innerhalb des damaligen Dekanates Emschertal. |
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Bereits vor geraumer Zeit hatte die Arbeitsgruppe der Kirchenvorstände entschieden, die neue Gesamtpfarrei zum 1. Januar 2017 unter einem neuen Namen (Patronat) zu gründen. |
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== Gründung der Gesamtpfarrei St. Dionysius == |
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Der liturgische Gedenktag des Hl. Dionysius ist der [[9. Oktober]]. Nach der Überlieferung wurde er vom Papst nach Gallien gesandt und wirkte bereits im 3. Jahrhundert als Bischof von Lutecia, heute Paris. Mit zwei Gefährten starb er in der Nähe von Paris den Märtyrertod: Die Krönungsstätte der französischen Könige in St-Denis soll über seinem Grab errichtet sein. Er ist einer der Hauptpatrone Frankreichs. Im Zuge der Gründung von Kirchen im ostfränkischen Reich wurden Reliquien aus Gallien übertragen und ihm zu Ehren Kirchen gegründet – so z.B. in Krefeld, Essen-Borbeck, Rheine, wo Dionysius bis heute verehrt wird. Möglicherweise kam auch eine Reliquie im Laufe des 10. Jahrhunderts nach Herne, wo die erste Kirche nachweislich dem hl. Dionysius geweiht wurde. Sein Patrozinium geriet nach der Reformation in Herne im Jahre 1561 in Vergessenheit. Allerdings zeigt das bis heute gebräuchliche Pfarrsiegel der evangelischen Kreuzkirchengemeinde den heiligen Dionysius, der sein mit der Mitra geschmücktes Haupt in den Armen trägt. Sein Bild findet sich in kleiner Darstellung auf dem Retabel des alten Hochaltares der Bonifatius-Kirche. In gewisser Weise kann Dionysius als Stadtpatron von Herne gelten. |
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Erste Vorbereitungen wurden unter [[Heribert Zerkowski (1944-2010) Dechant|Heribert Zerkowski (1944-2010)]] eingeleitet. Im Rahmen struktureller Reformen im Erzbistum Paderborn entschlossen sich nach dem Tode Zerkowskis die Kirchengemeinden, zu einer Gesamtpfarrei zusammenzufinden. Am 13. Oktober 2015<ref>http://www.dekanat-emschertal.de/dekanat-emschertal/2048-Aktuelles/88209,Erzbischof-benennt-neue-Gesamtpfarrei-nach-Hl.-Dionysius.html</ref> benannte der Erzbischof von Paderborn den zukünftigen Zusammenschluss nach dem historischen Patron St. Dionysius. |
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Die neue Gesamtpfarrei St. Dionysius wird zum 1.1.2017 ihre Arbeit aufnehmen. Die 10 bisherigen Pfarreien bleiben als Gemeinden erhalten, die Gesamtpfarrei ist eher als größere Verwaltungseinheit zu sehen. Bis zum Start werden noch viele Vorarbeiten der Kirchenvorstände und der pastoralen Gremien, bei ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitern nötig sein. Zu Beginn des kommenden Jahres ist in diesem Zusammenhang eine sogenannte Starterveranstaltung geplant (21. Februar 2016), im November diesen Jahres (2015) soll es für alle katholischen Haushalte Advents-/Weihnachtsbriefe mit ersten gemeinsamen Inhalten geben. |
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[[Datei:Logo Dionysius 2016-2024.jpg|250px|thumb|links|Das Logo der Gemeinde von 2016 bis 2025]] |
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| ⚫ | Am ersten gemeinsamen Patronatsfest, den 9. Oktober 2016 wurde in der St. Bonifatius-Kirche ein weiterer Baustein zum Weg in die Großgemeinde gelegt. Neben der Liturgie und Exegese - welche in allen Gemeindekirchen zu St. Dionysius gehalten wurde - ist das neue Logo der Gemeinde und die neue Webpräsens präsentiert worden. Das neue Logo - aus einem Wettbewerb mit mehr als 60 Teilnehmer entstanden, zeigt ein farbiges Kreuz (Vorlage ist das Zukunftsbild des Erzbistum Paderborn) verbunden mit einem großen D mit anschließendem Schriftzug [D]ionysius in kaligraphischer Ausführung. Vorangestellt ist auf der Linken Seite noch die Abkürzung für Sankt "St.". |
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[[Datei:Logo web mit Punkt kl.jpg|250px|thumb|links|Das Logo der Gemeinde ab 2025]] |
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Die neue Pfarrgemeinde St. Dionysius Herne nahm zum 1. Januar 2017 offiziell ihre Arbeit auf. In einer feierlichen Messe zur Gründung im Kulturzentrum Herne wurden die bisherigen zehn Taufbücher geschlossen und ein neues für St. Dionysius eröffnet. |
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| ⚫ | Am ersten gemeinsamen Patronatsfest, den 9. Oktober 2016 wurde in der St. Bonifatius-Kirche ein weiterer Baustein zum Weg in die Großgemeinde gelegt. Neben der Liturgie und Exegese - welche in allen Gemeindekirchen zu St. Dionysius gehalten wurde - ist das neue Logo der Gemeinde und die neue Webpräsens präsentiert worden. Das neue Logo - aus einem Wettbewerb mit mehr als 60 Teilnehmer entstanden, zeigt ein farbiges Kreuz (Vorlage ist das Zukunftsbild des Erzbistum Paderborn) verbunden mit einem großen D mit anschließendem Schriftzug [D]ionysius in kaligraphischer |
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Sitz des Pfarrbüros und Zentrum der Pfarrei ist die St. Bonifatius-Kirche im Herner Stadtzentrum. |
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== Struktur und Entwicklung seit 2017 == |
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St. Dionysius ist heute eine der größten Pfarrei im Erzbistum Paderborn mit rund 20 000 Gläubigen. |
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Die zehn einst eigenständigen Gemeinden bleiben als Gemeindeorte erhalten, sind jedoch organisatorisch in der Gesamtpfarrei eingebunden. Diese Fusion soll sowohl dem demografischen Wandel als auch der sinkenden Zahl an Geistlichen Rechnung tragen. |
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In den Jahren nach der Gründung kam es lokal zu weiteren strukturellen Änderungen: Einige Kirchorte, darunter etwa [[St. Elisabeth (Herne)|St. Elisabeth]], [[St. Konrad]] und [[St. Barbara]], wurden profaniert und geschlossen, was teils emotionaler Abschied für die Gemeinden war. |
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== Gemeindearchiv und Erinnerungskultur == |
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Die Pfarrei betreibt ein Gemeindearchiv, das Dokumente, Baupläne, Fotos, Protokolle und andere Zeugnisse aus den vergangenen Jahrzehnten sammelt und bewahrt. Es eröffnet einen facettenreichen Blick auf die religiöse, soziale und kulturelle Entwicklung der katholischen Gemeinschaft vor Ort.<br> |
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Zur Zeit (2026) sind weiterhin Sichtungs- und Sicherungsmaßnahmen vorgesehen, bzw. im Gange. Geleitet wird das Pfarrachiv von einem vom Kirchenvorstand beauftragten Archivpfleger in Verbindung mit weiteren ehrenamtlichen Archivpfleger.<br> |
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Kirchenbücher der Gemeinde werden darüber hinaus im Erzbischöflichen Archiv in Paderborn aufbewahrt und sind online zugänglich. |
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== Namenspatron == |
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Das Patronat der Pfarrei geht zurück auf den Heiligen Dionysius von Paris (Saint Denis), einen Märtyrer des 3. Jahrhunderts, dessen Verehrung in der Region bereits im Mittelalter belegt ist. Der Name knüpft an die früheste bekannte Kirche in Herne an, die diesem Heiligen geweiht war und dessen Tradition fortwirkt. |
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==Gemeindekirchen/-gemeinden== |
==Gemeindekirchen/-gemeinden== |
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*[[St. Joseph (Horsthausen)]] |
*[[St. Joseph (Horsthausen)]] |
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*[[St. Dreifaltigkeit (Herne)]] |
*[[St. Dreifaltigkeit (Herne)]] |
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*[[St. Elisabeth (Herne)]] |
*[[St. Elisabeth (Herne)]] (Seit dem 30. Juni 2024 dauerhaft geschlossen, seit November 2024 profaniert) |
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*[[St. Konrad]] (Seit dem 30. Juni 2024 dauerhaft geschlossen, seit November 2024 profaniert) |
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*[[St. Konrad]] |
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*[[St. Barbara]] (Seit dem 30. Juni 2024 dauerhaft geschlossen, seit November 2024 profaniert) |
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*[[St. Barbara]] |
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*[[St. Pius]] |
*[[St. Pius]] |
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==Verwandte Artikel== |
==Verwandte Artikel== |
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<references /> |
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[[Kategorie:Kirchengebäude in Herne| |
[[Kategorie:Kirchengebäude in Herne|Dionysius]] |
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[[Kategorie:Kirchengeschichte|Dionysius]] |
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Aktuelle Version vom 3. März 2026, 15:22 Uhr
Die Katholische Pfarrgemeinde St. Dionysius Herne ist eine römisch-katholische Großpfarrei im Stadtgebiet von Herne (Nordrhein-Westfalen, Deutschland). Sie gehört zum Dekanats Emschertal im Erzbistum Paderborn und entstand als moderne Fusion historisch gewachsener Gemeinden, deren Wurzeln bis ins 19. Jahrhundert zurückreichen.
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Frühe katholische Geschichte in Herne
Nach der Reformation (1561) gab es in Herne über lange Zeit keine katholische Pfarrgemeinde mehr. Erst durch die Industrialisierung und den Zuzug katholischer Arbeiter siedelten sich ab 1851 wieder katholische Familien in Herne an – erstmals seit der Reformation. Der erste katholische Gottesdienst in diesem Kontext wurde 1858 in einem angemieteten Haus gefeiert.
Vor der Reformation war bereits im Mittelalter eine Kirche dem Heiligen Dionysius von Paris geweiht – sie gilt als die erste christliche Kirche im Gebiet von Herne und lässt sich vermutlich zwischen dem 9. und frühen 12. Jahrhundert datieren. Diese Kirche wurde jedoch 1876 im Zuge der Entwicklung der Stadt abgebrochen.
Entstehung einzelner Gemeinden
Im Zuge des starken Bevölkerungswachstums im 19. und 20. Jahrhundert entstanden mehrere eigenständige katholische Pfarrgemeinden in Herne:
- St. Bonifatius – im Stadtzentrum gelegen, wurde zur Pfarrkirche der wiederbelebten katholischen Gemeinde nach 1851 und ist heute Pfarrkirche von St. Dionysius.
- Herz-Jesu – errichtet 1904–1908 als zweite große Kirche der Stadt, heute Gemeindekirche unter St. Dionysius.
- St. Marien (Baukau) – neugotische Kirche, seit 1909 genutzt und heute „Kinderkirche“ der Gesamtpfarrei.
- St. Peter und Paul – mit einem Friedhof seit 1900, der die wachsende Gemeinde begleitet.
- Weitere Gemeinden wie St. Pius, St. Joseph, St. Elisabeth, St. Konrad, St. Dreifaltigkeit und St. Barbara entwickelten sich ebenfalls über Jahrzehnte und waren über das Stadtgebiet verteilt katholische Zentren für die Gläubigen vor Ort.
Diese zehn Gemeinden bildeten bis Ende 2016 eigenständige Pfarreien oder Pfarrvikarien innerhalb des damaligen Dekanates Emschertal.
Gründung der Gesamtpfarrei St. Dionysius
Erste Vorbereitungen wurden unter Heribert Zerkowski (1944-2010) eingeleitet. Im Rahmen struktureller Reformen im Erzbistum Paderborn entschlossen sich nach dem Tode Zerkowskis die Kirchengemeinden, zu einer Gesamtpfarrei zusammenzufinden. Am 13. Oktober 2015[1] benannte der Erzbischof von Paderborn den zukünftigen Zusammenschluss nach dem historischen Patron St. Dionysius.
Oktober 2016

Am ersten gemeinsamen Patronatsfest, den 9. Oktober 2016 wurde in der St. Bonifatius-Kirche ein weiterer Baustein zum Weg in die Großgemeinde gelegt. Neben der Liturgie und Exegese - welche in allen Gemeindekirchen zu St. Dionysius gehalten wurde - ist das neue Logo der Gemeinde und die neue Webpräsens präsentiert worden. Das neue Logo - aus einem Wettbewerb mit mehr als 60 Teilnehmer entstanden, zeigt ein farbiges Kreuz (Vorlage ist das Zukunftsbild des Erzbistum Paderborn) verbunden mit einem großen D mit anschließendem Schriftzug [D]ionysius in kaligraphischer Ausführung. Vorangestellt ist auf der Linken Seite noch die Abkürzung für Sankt "St.".

Die neue Pfarrgemeinde St. Dionysius Herne nahm zum 1. Januar 2017 offiziell ihre Arbeit auf. In einer feierlichen Messe zur Gründung im Kulturzentrum Herne wurden die bisherigen zehn Taufbücher geschlossen und ein neues für St. Dionysius eröffnet.
Sitz des Pfarrbüros und Zentrum der Pfarrei ist die St. Bonifatius-Kirche im Herner Stadtzentrum.
Struktur und Entwicklung seit 2017
St. Dionysius ist heute eine der größten Pfarrei im Erzbistum Paderborn mit rund 20 000 Gläubigen.
Die zehn einst eigenständigen Gemeinden bleiben als Gemeindeorte erhalten, sind jedoch organisatorisch in der Gesamtpfarrei eingebunden. Diese Fusion soll sowohl dem demografischen Wandel als auch der sinkenden Zahl an Geistlichen Rechnung tragen.
In den Jahren nach der Gründung kam es lokal zu weiteren strukturellen Änderungen: Einige Kirchorte, darunter etwa St. Elisabeth, St. Konrad und St. Barbara, wurden profaniert und geschlossen, was teils emotionaler Abschied für die Gemeinden war.
Gemeindearchiv und Erinnerungskultur
Die Pfarrei betreibt ein Gemeindearchiv, das Dokumente, Baupläne, Fotos, Protokolle und andere Zeugnisse aus den vergangenen Jahrzehnten sammelt und bewahrt. Es eröffnet einen facettenreichen Blick auf die religiöse, soziale und kulturelle Entwicklung der katholischen Gemeinschaft vor Ort.
Zur Zeit (2026) sind weiterhin Sichtungs- und Sicherungsmaßnahmen vorgesehen, bzw. im Gange. Geleitet wird das Pfarrachiv von einem vom Kirchenvorstand beauftragten Archivpfleger in Verbindung mit weiteren ehrenamtlichen Archivpfleger.
Kirchenbücher der Gemeinde werden darüber hinaus im Erzbischöflichen Archiv in Paderborn aufbewahrt und sind online zugänglich.
Namenspatron
Das Patronat der Pfarrei geht zurück auf den Heiligen Dionysius von Paris (Saint Denis), einen Märtyrer des 3. Jahrhunderts, dessen Verehrung in der Region bereits im Mittelalter belegt ist. Der Name knüpft an die früheste bekannte Kirche in Herne an, die diesem Heiligen geweiht war und dessen Tradition fortwirkt.
Gemeindekirchen/-gemeinden
- St. Bonifatius
- Herz-Jesu
- St. Marien (Baukau)
- St. Peter und Paul
- St. Joseph (Horsthausen)
- St. Dreifaltigkeit (Herne)
- St. Elisabeth (Herne) (Seit dem 30. Juni 2024 dauerhaft geschlossen, seit November 2024 profaniert)
- St. Konrad (Seit dem 30. Juni 2024 dauerhaft geschlossen, seit November 2024 profaniert)
- St. Barbara (Seit dem 30. Juni 2024 dauerhaft geschlossen, seit November 2024 profaniert)
- St. Pius
Verwandte Artikel
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- St. Barbara (← Links)
- Herz-Jesu (← Links)
- St. Marien (Baukau) (← Links)
- St. Peter und Paul (← Links)
- St. Dreifaltigkeit (Herne) (← Links)
- St. Joseph (Horsthausen) (← Links)
- St. Elisabeth (Herne) (← Links)
- St. Pius (← Links)
- St. Konrad (← Links)
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- 17. März (← Links)
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- Urkunde 2016 November 16 (← Links)
- Gerd E. Schug (← Links)
- Kirchenbücher St. Bonifatius Herne (← Links)
- Kirchenbücher Herz Jesu Herne (← Links)
- Kirchenbücher St. Peter und Paul Sodingen (← Links)
- Kirchenbücher St. Marien Baukau (← Links)
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- Kirchenbücher St. Dreifaltigkeit Holthausen (← Links)
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- Heribert Zerkowski (1944-2010) Dechant (← Links)

