Gutshaus Gysenberg

Gut Gysenberg
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Letze Änderung: 10.10.2021
Geändert von: Harry

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Zwischen Eisport-Arena und der beliebten Kindereisenbahn „Jolante“, auf einer leichten Anhöhe über den Gysenberger Mühlenteich und direkt am Rande des Gysenberger Waldes liegt der alte Gutshof Gysenberg mit der Hausnummer Gysenbergstraße 75.

Dieses Ensemble von Wohn- und Stallgebäude ist der Rest des adeligen Besitzes Gysenberg, dessen erster urkundlich festzumachender Besitzer der Ritter Arnd von Gysenberg im Jahre 1290/91 war. Diese Familie gehörten zu den Adeligen Herrschaften von Castrop und waren durch Einheiraten an die Herrschaft Henrichenburg an der Emscher gekommen, wo sie seit dem 16. Jahrhundert wohnten. Nicht unwichtig ist dabei, dass die Familie stets katholischen Glaubens bleibt und demnach mit dem benachbarten Adeligen Hernes nichts zu schaffen pflegte. Sie waren spätestens seit ihrer Henrichenburger Zeit zudem Lehnsleute der Kölner Fürstbischöfe.

Ihr Erbgut wurde seit dieser Zeit von Dienern bzw. Rendanten verwaltet und bewohnt. Als das Geschlecht von Gysenberg mit dem Hildesheimer Domherrn Adolf Robert Arnold von Gysenberg 1725 im Mannesstamm ausstarb, vermachte dieser die Herrschaft an seinen Großneffen Joseph Clemens August Maria von Westerholt. Dieser führte bereits seit 1714 die Verwaltung und übernahm, testamentarisch verlangt, den Namen und das alte Wappen der von Gysenberg und „vermehrten“ ihr eigenes Familienwappen damit und nannten sich von nun an „Westerholt-Gysenberg“.

Das Wappen der Familie von Gysenberg zeigt in Gold drei in einer Reihe stehende schwarze Vögel. Auf dem Helm mit schwarz-goldenen Decken stehen zwei bis sechs Glockenblumen.

Verwalter des Gutes wurde nun jeweils ein Mitglied der Familie Galland, noch heute mit eigenem Restaurant am anderen Ende des Gysenbergparks wohnend und handelnd.

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Da die alte Burganlage wohl nicht mehr zu halten war, sie lag vermutlich etwas oberhalb der jetzigen Anlage am oder auf dem Hang, wurde diese abgetragen und im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts das jetzige Ensemble errichtet. Das 2 ½-geschossige verputztes Bruchsteingebäude mit Krüppelwalmdach und Fachwerk in Teilen seines Obergeschosses wurde Anfang 1986 unter Denkmalschutz gestellt (DE05916000_20) und diente seit seinem Erwerb durch die Stadt Herne im Jahre 1927 verschiedenen Verwendungen.

Literatur

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Quellen


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