Hof Hermann (Bickern)
Der Hermannshof gehörte zu den drei Bickerner Höfe und lag in der Flur III der Gemarkung "Bickern" an der Bickernstraße.
Bickerer Höfe / Hermannshof
Die Bickener Höfe Wilhelm, Hermann und Engelbert - letztere heute auf Gelsenkirchener Boden - lagen günstig am Hüller Bach und zeugen von ihrem alten Alter. Diese Nähe von Bauernhöfen gegeneinander und zu wasserreichen Bereichen in günstiger Bodenlage sind typisch für die karolinische Zeit (vgl. Altenhöfen).
Laut einer Legende gehörten diese Höfe alle einem Besitzer der dieses auf seine "vier" Söhne aufteilte.
- Bickernhof mit einer Größe von 14 Maltersaat,
- Engelbertshof mit einer Größe von 10 Maltersaat,
- Hermannshof mit einer Größe von 10 Maltersaat
- Wilhelmshof mit einer Größe von 5 Maltersaat[1].
Somit war der Hermannshof ein Hof der mittleren Größe der Bickerner Höfe.
Der Wilhelmshof wurde Mitte Januar 1877 durch Brand vollständig beschädigt.
"Wanne, 14. Jan. (Brand.) Gestern Nachmittag gegen 2 Uhr gerieth das Wohnhaus des Landwirths Hermann zu Bickern in Brand und war, da sich viel Stroh auf den Boden befand, vollständig in Flammen. Nur dem Umstande, daß es ganz windstill und die Feuerwehr von Eickel, sowie die Spritzen von Bickern und Hüllen schleunigst zur Stelle waren, ist es zu verdanken, daß die Nachbargebäude von dem Feuer verschont blieben. Das Wohnhaus brannte bis einen kleinen Theil des Oberhauses total in den Grund. Mobilar und Vieh ist glücklich gerettet, auch sonst Niemand verletzt und kann Herr Hermann auch mit Schiller sagen:
- Was Feuersgluth ihm auch geraubt
- Ein Trost ist ihm geblieben
- Er zählt die Häupter seiner Lieben
- Und sieh es fehlt kein theures Haupt.[2]
Siehe auch
Einzelnachweise
- ↑ 1 Maltersaat entspricht 416 preußische Quadratruten = 1 Rute entspricht 14,18 m2
- ↑ https://zeitpunkt.nrw/ulbms/periodical/zoom/9080838

