Herner Symphoniker

Die Herner Symphoniker sind ein 1996 gegründetes Sinfonieorchester mit Sitz in Herne. Das Orchester entstand aus einem Projektorchester der Städtischen Musikschule Herne und entwickelte sich zu einem festen Bestandteil des Herner Kulturlebens. Die Musikerinnen und Musiker sind überwiegend Schüler, Studierende, Musikschullehrkräfte sowie ambitionierte Laien- und Amateurmusiker. Musikalischer Leiter ist seit der Gründung der Dirigent, Hornist und Musikpädagoge Elmar Witt.[1]
Geschichte
Entstehung 1996
Die Entstehung des Orchesters geht auf das Schulmusikfestival der Städtischen Musikschule Herne im Frühsommer 1996 zurück. Für das Festival wurde ein Projektorchester zusammengestellt, das Christoph Willibald Glucks Oper Iphigenie in Aulis aufführte. Der Erfolg der Aufführung und die dabei entstandene gemeinsame musikalische Arbeit führten zu dem Entschluss, aus dem zeitlich begrenzten Projekt ein dauerhaft arbeitendes Sinfonieorchester zu entwickeln.[2]
Am 27. Juni 1996 wurde daraufhin der Verein Herner Symphoniker als eingetragener und gemeinnütziger Verein gegründet. Von Anfang an verband das Orchester damit zwei Gesichtspunkte: die regelmäßige Erarbeitung sinfonischer Literatur und die Förderung des gemeinsamen Musizierens außerhalb eines professionellen Orchesterbetriebs.
Der musikalische Leiter Elmar Witt war bereits am Projektorchester der Musikschule beteiligt und übernahm auch die künstlerische Leitung des neu gegründeten Orchesters.[3]

Das erste Konzert
Das erste Konzert der neu gegründeten Herner Symphoniker fand am 3. November 1996 im Saalbau Wanne-Eickel statt. Unter der Leitung von Elmar Witt erklangen Christoph Willibald Glucks Ouvertüre zu Iphigenie in Aulis, Edvard Griegs Peer-Gynt-Suite Nr. 1, Ludwig van Beethovens Ouvertüre Coriolan und Georges Bizets L'Arlésienne-Suite Nr. 2. Das Programm knüpfte damit unmittelbar an die musikalischen Wurzeln des Projektorchesters an.[5]
Bereits im Dezember 1996 folgte ein Weihnachtskonzert des Lions-Clubs Herne in der Kreuzkirche Herne. Neben dem Orchester wirkten der Gospelchor Multiple Voice und Gesangssolisten mit. Das Programm verband Vivaldis Winter aus den Vier Jahreszeiten mit Werken von Peter Cornelius, Georg Friedrich Händel, César Franck und Wolfgang Amadeus Mozart sowie Spirituals und Gospels.[6]
Die ersten Jahre
Schon 1997 beteiligten sich die Herner Symphoniker am öffentlichen Musikleben der Stadt. Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen der Stadt Herne traten sie bei der Festsitzung des Rates auf. Am 6. Juni erklangen im Kulturzentrum unter anderem Mozarts Eine kleine Nachtmusik und zwei ungarische Tänze von Johannes Brahms. Daneben gab das Orchester eigene Sinfoniekonzerte.[7]
1998 weitete sich die Konzerttätigkeit weiter aus. Neben einem Konzert für Herner Schulen mit Sergej Prokofjews Peter und der Wolf und Camille Saint-Saëns' Karneval der Tiere gab es ein Stadtteilkonzert im Saalbau Wanne-Eickel. Im Dezember wirkten die Symphoniker am Weihnachtskonzert der Städtischen Musikschule in der Kreuzkirche mit. Aufgeführt wurden unter anderem Mozarts Exsultate, jubilate, Charles Ives' The Unanswered Question und Beethovens Fantasie für Klavier, Chor und Orchester.[8]
1999 folgte unter anderem ein Pfingstkonzert im Kulturzentrum. Das Programm umfasste Ravels Boléro, Bizets Carmen-Suite, einen Slawischen Tanz von Dvořák sowie Werke der Familie Strauß.[9]
Konzertreihen
Neujahrskonzerte
Eine entscheidende Entwicklung war das erste Neujahrskonzert am 2. Januar 2000 im Kulturzentrum Herne. Das Programm mit Werken von Edward Elgar, Johann Strauß und Johannes Brahms orientierte sich bereits an der später charakteristischen Verbindung von sinfonischer Musik, Walzern, Polkas und populären Konzertstücken.[10]
Das Neujahrskonzert wurde anschließend zu einer festen Institution des Herner Kulturlebens. Seit 2003 wurde die Veranstaltung jeweils mit zwei Aufführungen angeboten. Die Konzerte entwickelten sich zu den publikumsstärksten Veranstaltungen des Orchesters. Beim Neujahrskonzert 2007 wurden nach Angaben des Orchesters bei den beiden Aufführungen insgesamt 1.640 Besucher gezählt; beide Veranstaltungen waren ausverkauft.[11]
Die Programme sind häufig thematisch ausgerichtet. So stand das Neujahrskonzert 2005 unter dem Titel Wiener Blut und widmete sich der Wiener Operetten- und Walzertradition. 2006 folgte unter dem Titel Erkennen Sie die Melodie? unter anderem ein Querschnitt aus Ralph Benatzkys Im weißen Rössl am Wolfgangsee. Als lokale Besonderheit erklang Der Mond von Wanne-Eickel in einer von Elmar Witt bearbeiteten Fassung.[12]
2011 stand das Neujahrskonzert unter dem Titel Märchenhaft. Das Programm führte von Mozarts Zauberflöte über Humperdincks Hänsel und Gretel und Tschaikowskys Dornröschen und Nussknacker bis zu Werken von Johann Strauß. Beide Aufführungen waren nach Angaben des Orchesters ausverkauft.[13]
2016 wurde das 20-jährige Bestehen des Orchesters begangen. Das 17. Neujahrskonzert am 10. Januar stand unter dem Titel Mit Pauken und Trompeten und verband Werke von Richard Strauss, Edward Elgar, Antonín Dvořák, Maurice Ravel und Johann Strauß.[14]
2017 folgte das 18. Neujahrskonzert Mediterrane Impressionen. Mit rund 1.600 Besuchern bei beiden Aufführungen gehörte es erneut zu den stark besuchten Veranstaltungen des Orchesters.[15]
Konzerte zum Europatag
Eine weitere wichtige Säule der Konzerttätigkeit entstand 2007. Am 5. Mai dieses Jahres übernahmen die Herner Symphoniker erstmals die musikalische Gestaltung des Gala-Konzerts zum Europatag im Kulturzentrum. Auf dem Programm standen unter anderem Carl Maria von Webers Ouvertüre zu Der Freischütz, Jean Sibelius' Der Schwan von Tuonela, Edvard Griegs Peer-Gynt-Suite Nr. 1 und Antonín Dvořáks 9. Sinfonie Aus der Neuen Welt.[16]
Das Konzert wurde anschließend in die städtische Abonnementreihe Kultur im Zentrum – Konzertreihe in Herne aufgenommen.[17]
Die Europakonzerte entwickelten sich zu Veranstaltungen mit wechselnden musikalischen Schwerpunkten. 2008 standen Werke von Hector Berlioz, Frédéric Chopin, Georges Bizet, Claude Debussy und Maurice Ravel auf dem Programm. 2009 folgten unter anderem Dvořáks Cellokonzert und Beethovens 6. Sinfonie Pastorale.[18]
2010 wurde eine Operngala unter dem Titel Highlights der Oper veranstaltet. Gemeinsam mit dem Symphonischen Chor Herne erklangen Werke von Beethoven, Mascagni, Verdi, Wagner und Tschaikowsky.[19]
2012 stand das Konzert unter dem Titel Tierische Symphonik. Neben Francis Poulencs Konzert für zwei Klaviere wurden Saint-Saëns' Karneval der Tiere und Prokofjews Peter und der Wolf aufgeführt. Als Erzähler wirkte Franz Müntefering mit.[20]
2013 folgte ein Programm mit Beethoven und Schumann. 2014 verband das Konzert unter dem Titel Von Orient und Okzident europäische Sinfonik mit türkisch-anatolischer Musik. Der Baglama-Spieler Erdal Akkaya trat gemeinsam mit dem Orchester auf.[21]
2015 standen Sibelius' Finlandia, Griegs Peer-Gynt-Suite und Mendelssohn Bartholdys 3. Sinfonie Schottische auf dem Programm. Die musikalische Leitung übernahm bei diesem Konzert Prof. Werner Seiss.[22]
2018 wurde das Europakonzert als Filmmusikkonzert gestaltet. Aufgeführt wurden unter anderem Filmmusiken aus Lawrence of Arabia, Schindler's List, James Bond, Titanic, Jurassic Park, Star Wars und Winnetou. Als Solistin wirkte die Geigerin Liv Migdal mit.[23]

Serenadenkonzerte
Ebenfalls 2007 begann die Reihe der Serenadenkonzerte. Anders als die Konzerte im Kulturzentrum wurden sie bewusst an unterschiedlichen Orten durchgeführt. Dadurch wurden auch historische und architektonisch besondere Orte Hernes zu Konzertstätten.
2008 war Schloss Strünkede als Veranstaltungsort vorgesehen. Wegen der Witterung musste das Konzert in die Aula der Städtischen Musikschule verlegt werden. Aufgeführt wurden unter anderem Händels Wassermusik, Beethovens zweite Romanze für Violine, Schuberts Ouvertüre im italienischen Stil und ein Concertstück für vier Hörner und Orchester.[25]
2009 fand das Serenadenkonzert in der Fördermaschinenhalle der Künstlerzeche Unser Fritz 2/3 statt. Es war das erste Konzert der Herner Symphoniker in der damals renovierten Halle. Auf dem Programm standen unter anderem Mozarts Eine kleine Nachtmusik, Haydns Trompetenkonzert und Schuberts 3. Sinfonie.[26]
2010 wurde die Hiberniaschule zum Konzertort. Neben Rossinis Ouvertüre zur Italienerin in Algier und Brittens Simple Symphony erklang Mozarts Sinfonia concertante für Oboe, Klarinette, Horn und Fagott.[27]
Die Serenadenkonzerte stehen damit exemplarisch für die Verbindung von Orchestermusik und den unterschiedlichen historischen Orten der Stadt.
Lions-Symphoniekonzerte
Seit 2013 besteht eine weitere regelmäßige Kooperation mit dem Lions-Hilfswerk Herne. Das erste Lions-Symphoniekonzert fand am 11. Oktober 2013 in der St. Elisabeth-Kirche statt. Auf dem Programm standen Werke von Anton Bruckner, Johann Nepomuk Hummel und Camille Saint-Saëns. Als Solisten wirkten unter anderem ehemalige Schüler der Städtischen Musikschule mit.[28]
Das zweite Lions-Symphoniekonzert fand 2014 statt. Neben Mozarts Pariser Sinfonie und Faurés Pavane wurden Rodrigos Concierto Andaluz und ein Satz aus Villa-Lobos' Bachianas Brasileiras aufgeführt.[29]
2015 folgte das dritte Lions-Symphoniekonzert in der St. Elisabeth-Kirche. Auf dem Programm standen Mozarts Exsultate, jubilate, Bruchs Doppelkonzert für Violine und Viola und Haydns 99. Sinfonie.[30]
2018 wurde die Reihe mit einem Konzert in der St. Bonifatius-Kirche fortgesetzt. Neben Beethovens Geschöpfen des Prometheus und Mozarts Zauberflöte erklangen Vieuxtemps' 4. Violinkonzert und Mozarts Missa brevis KV 194. Der Invitation-Chor der Musikschule wirkte ebenfalls mit.[31]
Weitere Konzertformen
Neben den festen Konzertreihen veranstalteten die Herner Symphoniker zahlreiche Einzelkonzerte. Dazu gehörten Schulkonzerte, Weihnachtskonzerte, Stadtteilkonzerte, Benefizveranstaltungen und gemeinsame Auftritte mit Chören und anderen Ensembles.
Ein Beispiel war das Benefizkonzert zugunsten einer schwerbehinderten Hernerin im September 2011. Neben den Herner Symphonikern wirkten junge Musikerinnen und Musiker aus den Streicherklassen der Städtischen Musikschule mit. Das Konzert fand in der Akademie Mont-Cenis statt.[32]
2012 fand ein eigenständiges Symphoniekonzert im LWL-Museum für Archäologie und Kultur statt. Aufgeführt wurden unter anderem Schuberts 8. Sinfonie Die Unvollendete, Mozarts Ouvertüre zu La clemenza di Tito und Saint-Saëns' Cellokonzert.[33]
Die Konzertgeschichte zeigt damit eine ungewöhnliche räumliche und programmatische Breite. Das Orchester spielte nicht nur im Kulturzentrum, sondern auch in Kirchen, Schulen, Museen, auf dem Gelände ehemaliger Zechen und an weiteren Veranstaltungsorten.
Repertoire und musikalisches Profil
Das Repertoire der Herner Symphoniker umfasst die klassische und romantische Orchestermusik ebenso wie Opern- und Operettenmusik, Chorwerke, Filmmusik und populäre Konzertstücke.[34]
Die Konzertprogramme zeigen diese Spannweite. Neben Sinfonien von Beethoven, Schubert, Brahms, Dvořák, Mendelssohn und anderen Komponisten finden sich Werke von Mozart, Wagner, Verdi, Bizet, Tschaikowsky, Ravel und Sibelius. Hinzu kommen Filmmusik, Musical- und Operettenmelodien sowie besondere Projekte mit außereuropäischen Instrumenten und Musiktraditionen.
Eine Besonderheit stellt die Verbindung des klassischen Repertoires mit Herner Themen dar. Dazu gehört insbesondere Elmar Witts Bearbeitung des Liedes Der Mond von Wanne-Eickel, das bei Veranstaltungen der Herner Symphoniker mehrfach aufgegriffen wurde.[35]
Das Orchester als Laienorchester
Die Herner Symphoniker sind kein Berufsorchester. Das Ensemble verbindet vielmehr musikalisch ausgebildete beziehungsweise erfahrene Laienmusiker mit Musikschullehrkräften, Studierenden und Schülern. Nach Angaben des Orchesters gehören rund 50 Musiker zum festen aktiven Mitgliederstamm.[36]
Die Mitglieder kommen aus Herne und den umliegenden Städten des Ruhrgebietes. Die Proben finden regelmäßig am Donnerstagabend in der Städtischen Musikschule Herne statt.[37]
Die Zusammenarbeit mit der Musikschule ist für die Entwicklung des Orchesters von besonderer Bedeutung. Die Musikschule stellt nicht nur Räumlichkeiten für die Proben zur Verfügung, sondern bildet zugleich einen Teil des musikalischen Nachwuchses aus. Die Stadt Herne bezeichnet die Herner Symphoniker entsprechend als ein in der Musikschule beheimatetes Orchester.[38]
Die Bedeutung dieser Verbindung geht damit über eine bloße organisatorische Kooperation hinaus: Das Orchester bietet fortgeschrittenen Instrumentalisten die Möglichkeit, die im Unterricht oder im Studium erworbenen Fähigkeiten in einem größeren sinfonischen Ensemble anzuwenden.
Elmar Witt

Seit der Gründung steht Elmar Witt an der musikalischen Spitze der Herner Symphoniker. Der 1960 in Warstein geborene Musiker erhielt zunächst Geigenunterricht und wechselte anschließend zum Horn. Er studierte Horn an der Musikhochschule Detmold beziehungsweise Dortmund und belegte während seines Studiums außerdem Dirigierunterricht bei Werner Seiss. 1984 legte er das Staatliche Musiklehrexamen ab, 1990 folgte die Künstlerische Reifeprüfung.[40]
Während seiner Ausbildung und späteren Tätigkeit sammelte Witt umfangreiche Erfahrungen als Hornist und Ensemblemusiker. Er war unter anderem Erster Solohornist bei den Dortmunder Jungen Symphonikern und Mitglied des Blechbläserquintetts Pentaphonie. Außerdem arbeitete er mit weiteren Ensembles und an den Bühnen Dortmund.[41]
1999 vertiefte er seine Ausbildung im Bereich der Orchesterleitung bei einem Kurs an der Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel unter Hermann Breuer. Seine Tätigkeit als musikalischer Leiter der Herner Symphoniker verbindet sich zugleich mit seiner Arbeit als Musikpädagoge an der Städtischen Musikschule Herne, wo er Horn und Klavier unterrichtet.[42]
Witt prägt damit seit der Gründung sowohl die musikalische Entwicklung als auch die langfristige Kontinuität des Orchesters.
Jubiläen

Das zehnjährige Bestehen wurde 2006 mit mehreren Veranstaltungen begangen. Zu den musikalischen Höhepunkten gehörte die Aufführung von Mendelssohn Bartholdys Lobgesang gemeinsam mit dem Pfarr-Cäcilien-Chor der Herz-Jesu-Kirche.[44]
Zum 20-jährigen Bestehen im Jahr 2016 fand das Jubiläumskonzert am Europatag, dem 5. Mai, im Kulturzentrum statt. Das Jubiläum wurde zugleich zum Anlass genommen, die Entwicklung des Orchesters und die Förderung musikalischen Nachwuchses hervorzuheben.[45]
2021 bestand das Orchester seit 25 Jahren. Das Jubiläum fiel allerdings in die Zeit der Einschränkungen des öffentlichen Kultur- und Konzertbetriebs infolge der COVID-19-Pandemie. Die für das Jubiläumsjahr vorgesehenen Auftritte konnten deshalb nicht in der gewohnten Form stattfinden.[46]
Bedeutung für das Herner Kulturleben
Die Geschichte der Herner Symphoniker steht beispielhaft für die Bedeutung des bürgerschaftlich getragenen Amateurmusizierens im Herner Kulturleben. Aus einem zeitlich begrenzten Projekt der Musikschule entstand ein dauerhaft arbeitendes Orchester, das regelmäßig im Kulturzentrum Herne, in Kirchen und an weiteren Veranstaltungsorten der Stadt auftritt.
Dabei bildet die Verbindung von Musikschule und Orchester eine Besonderheit. Die Musikschule übernimmt die musikalische Ausbildung, während die Symphoniker eine Möglichkeit zur kontinuierlichen Ensemblearbeit auf sinfonischem Niveau bieten. Zugleich erreichen die Konzerte durch ihre unterschiedlichen Programmformen ein breites Publikum.
Die langjährige Zusammenarbeit mit der Stadt Herne, insbesondere beim Konzert zum Europatag, sowie die regelmäßigen Neujahrs- und Serenadenkonzerte machten das Orchester zu einem festen Bestandteil der städtischen Konzertlandschaft.[47]
Gegenwart
Auch im Jahr 2026 werden die Herner Symphoniker unter der Leitung von Elmar Witt regelmäßig in Herne tätig. Beim Konzert zum Europatag am 5. Mai 2026 im Kulturzentrum standen Frederick Delius, Edward Elgar und Antonín Dvořák auf dem Programm. Als Solistin wirkte die Cellistin Franziska Batzdorf mit.[48]
Für den 25. September 2026 ist ein weiteres Symphoniekonzert in der St. Bonifatius-Kirche an der Glockenstraße angekündigt. Das Konzert entsteht in Zusammenarbeit mit dem Herner Lions-Hilfswerk. Auf dem Programm stehen Werke von Ludwig van Beethoven, Joseph Haydn und Franz Schubert; Solist ist der Trompeter Philipp Claudy. Die Leitung übernimmt wiederum Elmar Witt.[49]
Die Herner Symphoniker sind damit drei Jahrzehnte nach ihrer Gründung weiterhin als eigenständiger, gemeinnütziger Verein aktiv und zugleich eng mit der Städtischen Musikschule und dem kulturellen Leben der Stadt verbunden.
Organisation
Die Herner Symphoniker sind als eingetragener gemeinnütziger Verein (VR 20416) organisiert. Zum Vorstand gehören nach dem aktuellen Vereinsstand Gerald Gatawis als Vorsitzender, Martin Rübenstahl-Schmidt als stellvertretender Vorsitzender, Birgit Girke als Schatzmeisterin und Angelika Rübenstahl-Schmidt als Schriftführerin sowie weitere Beisitzer.[50]
Zu den Ehrenmitgliedern gehören Hans-Lothar Przybyl, der sich an der Gründung des Vereins und Orchesters sowie als erster Vorsitzender engagierte, und Helena Imming, die den Verein 1996 mitgründete und zunächst als Kassiererin und später als Vorsitzende tätig war.[51]
Literatur und Quellen
- Herner Symphoniker: Orchester – Gründung, Geschichte und Repertoire.
- Herner Symphoniker: Konzertarchiv, verschiedene Jahrgänge.
- Herner Symphoniker: Unser Dirigent – Elmar Witt.
- Stadt Herne: Herner Symphoniker.
- Stadt Herne: Städtische Musikschule, Jahres- und Veranstaltungsberichte.
- Michael Paternoga: Hier ist Klassik Trumpf – Symphoniker begeistern als Laienorchester seit 25 Jahren, in: inHerne, 2021, Nr. 4.
- inHerne: 20 Jahre Herner Symphoniker, 22. April 2016.
- Invitation Chor e. V. Herne: Chronik.
Verwandte Artikel
Quellen
- ↑ Herner Symphoniker: Orchester, abgerufen am 17. September 2026.
- ↑ Herner Symphoniker: Orchester – Gründung.
- ↑ Herner Symphoniker: Unser Dirigent – Elmar Witt.
- ↑ https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Herner_Symphoniker_Gesamtaufnahme2005klein.jpg
- ↑ Herner Symphoniker: Erstes Konzert der Herner Symphoniker, 3. November 1996, Konzertarchiv 1996–2006.
- ↑ Herner Symphoniker: Weihnachtskonzert des Lions-Club Herne, 6. Dezember 1996, Konzertarchiv 1996–2006.
- ↑ Herner Symphoniker: 100 Jahre Stadt Herne 1897–1997 und Sinfoniekonzert, Konzertarchiv 1996–2006.
- ↑ Herner Symphoniker: Konzertarchiv 1996–2006.
- ↑ Herner Symphoniker: Pfingstkonzert, 23. Mai 1999, Konzertarchiv 1996–2006.
- ↑ Herner Symphoniker: 1. Neujahrskonzert, 2. Januar 2000, Konzertarchiv 1996–2006.
- ↑ Herner Symphoniker: 8. Neujahrskonzert – Von Ost nach West, 7. Januar 2007, Konzertarchiv 2007–2012.
- ↑ Herner Symphoniker: 6. Neujahrskonzert – Wiener Blut, 9. Januar 2005; 7. Neujahrskonzert – Erkennen Sie die Melodie?, 8. Januar 2006, Konzertarchiv 1996–2006.
- ↑ Herner Symphoniker: 12. Neujahrskonzert – Märchenhaft, 9. Januar 2011, Konzertarchiv 2007–2012.
- ↑ Herner Symphoniker: 17. Neujahrskonzert – Mit Pauken und Trompeten, 10. Januar 2016, Konzertarchiv ab 2016.
- ↑ Herner Symphoniker: 18. Neujahrskonzert – Mediterrane Impressionen, 8. Januar 2017, Konzertarchiv ab 2016.
- ↑ Herner Symphoniker: Konzert zum Europatag, 5. Mai 2007, Konzertarchiv 2007–2012.
- ↑ Herner Symphoniker: Orchester – Heute, [1], abgerufen am 17. September 2026.
- ↑ Herner Symphoniker: Konzertarchiv 2007–2012.
- ↑ Herner Symphoniker: 4. Gala-Konzert zum Europatag – Highlights der Oper, 5. Mai 2010, Konzertarchiv 2007–2012.
- ↑ Herner Symphoniker: 6. Galakonzert zum Europatag – Tierische Symphonik, 5. Mai 2012, Konzertarchiv 2007–2012.
- ↑ Herner Symphoniker: 7. Gala-Konzert zum Europatag, 5. Mai 2013; 8. Gala-Konzert zum Europatag – Von Orient und Okzident, 5. Mai 2014, Konzertarchiv 2013–2015.
- ↑ Herner Symphoniker: 9. Gala-Konzert zum Europatag, 5. Mai 2015, Konzertarchiv 2013–2015.
- ↑ Herner Symphoniker: 12. Konzert zum Europatag, 5. Mai 2018, Konzertarchiv ab 2016.
- ↑ https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Herner_Symphoniker_GruppenfotoJan2006.jpg
- ↑ Herner Symphoniker: 2. Serenadenkonzert – Strünkeder Sommer, 6. September 2008, Konzertarchiv 2007–2012.
- ↑ Herner Symphoniker: 3. Serenadenkonzert, 13. September 2009, Konzertarchiv 2007–2012.
- ↑ Herner Symphoniker: 4. Serenadenkonzert, 19. September 2010, Konzertarchiv 2007–2012.
- ↑ Herner Symphoniker: Lions-Symphoniekonzert, 11. Oktober 2013, Konzertarchiv 2013–2015.
- ↑ Herner Symphoniker: 2. Lions-Symphoniekonzert, 19. September 2014, Konzertarchiv 2013–2015.
- ↑ Herner Symphoniker: 3. Lions-Symphoniekonzert, 25. September 2015, Konzertarchiv 2013–2015.
- ↑ Herner Symphoniker: 6. Symphoniekonzert in Zusammenarbeit mit dem Lions-Hilfswerk Herne, 21. September 2018, Konzertarchiv ab 2016.
- ↑ Herner Symphoniker: Benefizkonzert für Francesca, 30. September 2011, Konzertarchiv 2007–2012.
- ↑ Herner Symphoniker: Symphoniekonzert, 28. September 2012, Konzertarchiv 2007–2012.
- ↑ Herner Symphoniker: Repertoire, [2], abgerufen am 17. September 2026.
- ↑ Herner Symphoniker: Konzertarchiv 1996–2006 und Konzertarchiv 2007–2012.
- ↑ Herner Symphoniker: Orchester – Heute.
- ↑ Ebenda.
- ↑ Stadt Herne: Herner Symphoniker.
- ↑ https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Herner_Symphoniker_Elmar_WittJan2006.jpg
- ↑ Herner Symphoniker: Unser Dirigent – Elmar Witt.
- ↑ Ebenda.
- ↑ Ebenda.
- ↑ https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Herner_Symphoniker_Gesamtaufnahme2006.jpg
- ↑ Invitation Chor e. V. Herne: Chronik, Jahr 2006.
- ↑ inHerne: 20 Jahre Herner Symphoniker, 22. April 2016.
- ↑ Michael Paternoga: Hier ist Klassik Trumpf – Symphoniker begeistern als Laienorchester seit 25 Jahren, in: inHerne, 2021, Nr. 4, S. 18.
- ↑ Stadt Herne: Herner Symphoniker; Herner Symphoniker: Orchester.
- ↑ Herner Symphoniker: Konzertprogramm 2026.
- ↑ Dekanat Emschertal: Symphoniekonzert der Herner Symphoniker, 25. September 2026.
- ↑ Herner Symphoniker: Verein.
- ↑ Ebenda.
