Deutsches Rote Kreuz e.V. Kreisverband Herne und Wanne-Eickel
| ||||||||||||||||||||||||||||
Geschichte des Roten Kreuzes in Herne und Wanne-Eickel
1. Einleitung: Der Rote Kreuz-Gedanke
Die Wurzeln des Roten Kreuzes liegen in der Mitte des 19. Jahrhunderts und gehen auf den Schweizer Henry Dunant zurück. Nach der Schlacht von Solferino 1859 setzte sich Dunant für die unvoreingenommene Versorgung verwundeter Soldaten ein — ungeachtet ihrer Nationalität, Religion oder Herkunft. Aus dieser Erfahrung wuchs die Idee einer neutralen Hilfeorganisation, die 1863 zur Gründung der ersten Rotkreuzgesellschaft in Baden-Württemberg führte.
In Deutschland entwickelten sich bald landesweit Organisationen, die sich diesem humanitären Grundsatz verschrieben — darunter auch die Vorläufer des heutigen Deutschen Roten Kreuzes (DRK).
2. Ursprung des Roten Kreuzes in Deutschland: Der Vaterländische Frauenverein
Ein wesentlicher Schritt in der frühen deutschen Rotkreuz-Geschichte war 1866 die Gründung des Vaterländischen Frauenvereins vom Roten Kreuz (VFV). Dieser Verein entstand im Königreich Preußen und stand unter der Schirmherrschaft der preußischen Königin Augusta von Sachsen-Weimar-Eisenach.
Der VFV war mehr als eine einfache Hilfsorganisation:
Er richtete sich gezielt an Frauen, die sich freiwillig in der Pflege und humanitären Hilfe engagieren wollten.
Neben der Unterstützung Verwundeter im Krieg setzte er früh auch auf Aufgaben in Friedenszeiten, etwa in der Krankenpflege und Wohlfahrtspflege. roter-kreis.de
Der Verein war damit ein Vorläufer und integraler Bestandteil der rotkreuzbewegten Wohlfahrtspflege in Deutschland — lange bevor sich die heutigen Strukturen des Deutschen Roten Kreuzes herausbildeten.
3. Entwicklung zum Deutschen Roten Kreuz
Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden in den deutschen Ländern zahlreiche Rotkreuz-Organisationen:
- Landesvereine zur Pflege Verwundeter
- Frauenvereine wie der Vaterländische Frauenverein
- Sanitätskolonnen und lokale Gruppen (Männer)
Im Jahr 1921 wurden diese nationalen Vereine in Bamberg zum „Deutschen Roten Kreuz e.V.“ (DRK) zusammengeführt. In der Satzung wurde festgelegt, dass alle Kräfte des Roten Kreuzes in Deutschland für gemeinsame Wohlfahrtsarbeit zusammenwirken sollten, unabhängig von Konfession, sozialer Stellung oder politischer Einstellung. DRK e.V.
Damit wurde die Basis gelegt für ein einheitliches Hilfswerk, das später auch in Herne und Wanne-Eickel lokale Strukturen ausbilden sollte. == 4. Lokale Geschichte im Raum Herne und Wanne-Eickel ==
4.1 Frühe Aktivitäten im Raum Emscherstadt
Die existierenden regionalen Quellen und Vereinsarchive des DRK-Kreisverbandes Herne und Wanne-Eickel dokumentieren aber eine langjährige Tradition ehrenamtlicher Hilfe im sozialen und sanitätsdienstlichen Bereich.
Bekannt ist, dass in der Region im Laufe des 20. Jahrhunderts lokale DRK-Ortsvereine aufgebaut wurden, die sich sowohl im Ersten als auch im Zweiten Weltkrieg um die Versorgung Verwundeter, Versorgung Bedürftiger und sozialfürsorgliche Aufgaben kümmerten — oft getragen von engagierten Ehrenamtlichen aus der Bevölkerung.
| Zu diesem Artikel fehlen uns leider noch einige Informationen ... Wenn Sie uns helfen möchten, den Artikel Deutsches Rote Kreuz e.V. Kreisverband Herne und Wanne-Eickel zu erweitern oder zu verbessern, so melden Sie sich bei uns an und werden Autor für das Wiki der Stadtgeschichte. Hier anmelden! |
Herne
Seit 1929 im Haus Berliner Platz 4 ansässig.
Ab dem 1. Dezember 1936 unterstellte sich die Sanitätskolonne dem Führerprinzip unter Leitung des Kreiskolonnenführer Dr. Reckendorf.[1]
Am 25. Oktober 1949 gab sich der Kreisverband Herne e.V. nach seiner Neugründung am 9. September 1949 eine neue Satzung.
Vorsitzende waren:
- Oberstadtdirektor Edwin Ostendorf
- Dr. med. Jürgen Klimke
- Stadtbaurat Dipl.-Ing. Friedrich Gauert
- 1999-2006 unbesetzt
- Dr. Margarethe Müller
- Karl-Gerhard Menzel
Wanne-Eickel
Um 1899 bildeten sich in Röhlinghausen, Eickel und Wanne (1901) Ortsgruppen der Sanitätskolonne und des Vaterländischen Frauenvereins im Kreisverband Gelsenkirchen.
Am 9. März 1927 wurde im Kurhaus der Zweigverein Vaterländischer Frauenverein vom Roten Kreuz e.V. gegründet. Dieses geschah durch die vorherige Auflösung des Kreisvereins Gelsenkirchen. Die Satzungen des Hauptvorstandes wurden einstimmig angenommen. Darauf schritt man zur Vorstandswahl. Man kam darin überein, aus jeder Ortsgruppe 5 Mitglieder zu bestellen, die in Gemeinschaft mit Bürgermeister Oberdrevermann die Geschäfte des Vereins leiten sollen. Es wurden vorgeschlagen:
- Von der Wanner Ortsgruppe: Frau Berg, Frau San.=Rat Dr. Kesseler, Frl. v. d. Pavert, Frau Rührup, Frau Walter.
Von der Eickeler Ortsgruppe: Frau Achilles, Frl. Dransfeld, Frau Eickman, Frau Habig, Frau Kronheim.
Die Wahl der Genannten wurde einstimmig anerkannt.
Als Vorsitzende wurde durch den Vorstand Frl. Dransfeld, als stellv. Vorsitzende Frau Direktor Berg, als Schriftführer und Schatzmeister Bürgermeister Oberdrevermann, als stellv. Schriftführerin Frau Achilles gewählt.[2]
Am 25. November 1944 bzw. nach der Befreiung am 28. September 1948 wurde die Satzung des "Deutschen Roten Kreuzes, Kreisverband Wanne-Eickel" neu gegründet und eingetragen. (VR 93). Vorsitzende waren danach:
- Stadtdirektor Dr. Georg Scheja
- Dr. med. Hans-Felix Esser
- Stadtrat Konrad Finke
- Dr. med. Josef Schäfer
- Dr. Joachim Neuerburg
4.2 Zusammenschluss der Kreisverbände
Bis zum 1. Januar 2011 existierten im Raum Herne und Wanne-Eickel zwei getrennte DRK-Kreisverbände, einer für Herne und einer für Wanne-Eickel. Am 3. November 2010 wurde die Verschmelzung der beiden Vereine beschlossen und zum 14. Dezember 2010 erfolgt die Umbenennung in Deutsches Rotes Kreuz, Kreisverband Herne und Wanne-Eickel e.V.
, um die Hilfeleistungen und ehrenamtliche Arbeit über das gesamte Stadtgebiet zu koordinieren und zu stärken.
Der Vorsitz führte seidem:
- Karl-Gerhard Menzel
- Magdalene Sonnenschein
- Dr. Martin Krause
4.3 Funktionen und Aufgaben vor Ort
Heute engagiert sich der DRK-Kreisverband Herne und Wanne-Eickel in vielfältigen Bereichen:
- Sanitäts- und Katastrophenschutz
- Wohlfahrts- und Sozialarbeit
- Erste-Hilfe-Ausbildung
- Ambulante Pflege und Hausnotruf
- Ehrenamtliche Hilfe in sozialen Alltagssituationen und Krisen
Die lokalen Rotkreuzgruppen sind damit ein unverzichtbarer Teil des sozialen Netzwerks in Herne und Wanne-Eickel und setzen die humanitären Grundsätze fort, die schon im Vaterländischen Frauenverein und in der frühen Rotkreuzbewegung wurzeln.
5. Bedeutende Personen und Ehrenamtliche
Für eine vertiefte Darstellung lokaler Akteurinnen und Akteure des Roten Kreuzes im Raum Herne und Wanne-Eickel können Vereinsarchive, Chroniken und persönliche Nachlässe im Stadt- und Vereinsarchiv herangezogen werden. Viele Ehrenamtliche, die in der Wohlfahrtspflege, im Sanitätsdienst oder in sozialen Diensten wirkten, prägen die Geschichte des DRK vor Ort — oft ohne breite öffentliche Bekanntheit, aber mit nachhaltigem Einfluss auf das Gemeinwohl.
6. Fazit
Die Geschichte des Roten Kreuzes in Herne und Wanne-Eickel ist Teil einer größeren humanitären Bewegung, die im 19. Jahrhundert mit dem Vaterländischen Frauenverein und anderen Rotkreuz-Organisationen begann. Aus diesen Anfängen entwickelte sich das Deutsche Rote Kreuz, dessen Kreisverband heute im Raum Emscherstadt aktiv ist. Die lokale Rotkreuzarbeit fußt auf dem Grundsatz, Menschen in Notlagen zu helfen — ein Vermächtnis, das bis heute gelebt wird.

