U-Bahnhof Schloss Strünkede
Der U-Bahnhof Schloß Strünkede ist eine unterirdische Haltestelle der Stadtbahn Bochum im Herner Stadtteil Baukau. Er ist der nördliche Endpunkt der Stadtbahnlinie U35 und nach dem nahe gelegenen Schloss Strünkede benannt. Die Station wurde am 2. September 1989 zusammen mit dem ersten Abschnitt der U35 zwischen Herne und Bochum eröffnet.
Lage und Aufbau
Der U-Bahnhof liegt im nördlichen Bereich des Stadtteils Baukau, in unmittelbarer Nähe des Schlossparks Strünkede. Ein Ausgang führt direkt in den Schlosspark. Die Station erschließt neben dem Schloss und dem Park auch die angrenzenden Wohngebiete.
Der Bahnhof besitzt zwei Gleise an einem Mittelbahnsteig. Die Stadtbahnstrecke verläuft vollständig unterirdisch bis zur Station. Von hier aus besteht eine Umsteigemöglichkeit zu den oberirdisch verkehrenden Buslinien.
Geschichte

Der U-Bahnhof entstand im Rahmen des Ausbaus der Stadtbahnverbindung zwischen Herne und Bochum. Der erste Spatenstich für den Stadtbahnbau erfolgte am 22. Februar 1972 am Herner Bahnhof durch den damaligen Oberbürgermeister Robert Brauner.
Am 2. September 1989 wurde die Stadtbahnstrecke von Herne-Schloß Strünkede bis zum Bochumer Hauptbahnhof eröffnet. Die Station Schloß Strünkede bildete von Beginn an den nördlichen Endpunkt der Linie.
Am 3. November 1993 wurde die U35 vom Bochumer Hauptbahnhof bis zur Endstation Hustadt in Bochum-Querenburg verlängert. Damit entstand die durchgehende Stadtbahnverbindung zwischen Herne und der Ruhr-Universität Bochum.
Ursprüngliche Planung einer Verlängerung nach Recklinghausen
Im Rahmen der ursprünglichen Planungen für das Stadtbahnnetz Rhein-Ruhr war vorgesehen, die Stadtbahnverbindung über Herne hinaus bis nach Recklinghausen weiterzuführen. Die U35 sollte damit Teil einer überregionalen Verbindung werden, die Recklinghausen über Herne und Bochum mit weiteren Städten des Ruhrgebiets verbinden sollte.
Besonders bemerkenswert ist die bauliche Vorbereitung am nördlichen Ende der Strecke. Nach Angaben, die sich auf eine zur Eröffnung der U35 im Jahr 1989 erschienene Broschüre beziehen, wurde die Höhenlage des Tunnels im Bereich der Station Schloß Strünkede so ausgelegt, dass eine spätere Verlängerung nach Norden möglich blieb. Der Tunnel sollte unter dem Rhein-Herne-Kanal und der Emscher hindurchgeführt werden. Auf Recklinghäuser Stadtgebiet war anschließend eine Rampe zur Oberfläche vorgesehen. Von dort sollte die Strecke als oberirdische Stadtbahn nach Norden in Richtung des Recklinghäuser Hauptbahnhofs weiterführen.
Die Verlängerung wurde jedoch nicht verwirklicht. Die Stadt Recklinghausen zog sich aus den Planungen der Stadtbahn Rhein-Ruhr zurück. Die hohen Kosten des Stadtbahnbaus und die finanziellen Belastungen verhinderten die Realisierung des vorgesehenen Streckenabschnitts.
Der U-Bahnhof Schloß Strünkede blieb damit der nördliche Endpunkt der U35. Die ursprünglich vorgesehene Unterquerung des Rhein-Herne-Kanals und der Emscher wurde nicht ausgeführt.
Architektur und künstlerische Gestaltung

Die Gestaltung des U-Bahnhofs Schloß Strünkede ist Teil des Konzepts, die Stationen der U35 durch eine eigenständige Gestaltung unverwechselbar zu machen. Die Architektur sollte dabei einen Bezug zum jeweiligen oberirdischen Umfeld herstellen und den Fahrgästen die Orientierung erleichtern.
Der Bahnhof liegt in unmittelbarer Nähe des historischen Schloss Strünkede und des dazugehörigen Schlossparks. Ein Ausgang führt direkt über eine großzügige Stufen- und Rampenanlage in den Park. Damit bildet die Station einen Zugang zu einem der bedeutenden historischen Orte Hernes.
Die Gestaltung unterscheidet sich von den einheitlich ausgeführten Verkehrsbauten älterer U-Bahn-Systeme. Bei der U35 wurde Wert darauf gelegt, dass die einzelnen Haltestellen einen eigenen Charakter erhalten und einen Wiedererkennungswert besitzen. Die Station zeigt, entgegen aller anderen Stationen Hernes, eine eigene Handschrift mit Bildern des Schlosses, der Parkgebäude und der Figurengruppe von Jobst und Hendrieka von Strünkede. Das hier gezeigte Flottmann-Tor stand einige Zeit lang im Schlosshof Strünkede.[4]
Die aktuellen Abfahrtszeiten sowie mögliche Änderungen und Ersatzverkehre sind über die Fahrplanauskunft der BOGESTRA abrufbar.
- Linienfahrpläne der BOGESTRA
- Elektronische Fahrplanauskunft
- Aktuelle Verkehrsmeldungen und Umleitungen
Weblinks
- Drehscheibe Online, Straßenbahn-Forum: „Verlängerung U35 nach Recklinghausen?“, Beitrag vom 24. Oktober 2010. Der Beitrag verweist auf die Darstellung der geplanten Tunnelverlängerung unter dem Rhein-Herne-Kanal und der Emscher in einer Broschüre zur Eröffnung der U35 im Jahr 1989, https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?005,5066463,page=all.
- Wikipedia: „U-Bahnhof Schloß Strünkede“, https://de.wikipedia.org/wiki/U-Bahnhof_Schlo%C3%9F_Str%C3%BCnkede.
- Wikipedia: „U-Bahn-Linie 35 (Bochum)“, https://de.wikipedia.org/wiki/U-Bahn-Linie_35_(Bochum).
Lesen Sie auch
Einzelnachweise
- ↑ https://commons.wikimedia.org
- ↑ https://commons.wikimedia.org
- ↑ https://commons.wikimedia.org
- ↑ Stadt Bochum, Tiefbauamt: „Architektur: Jede Station hat ein eigenes Gesicht“, https://www.bochum.de/Tiefbauamt/Stadtbahn/Architektur-Jede-Station-hat-ein-eigenes-Gesicht, abgerufen am 4. Oktober 2026.

