Spielbuch:Kanalstadt 1914/Ende – Der Stichkanal
Janssen hatte recht, auch wenn es noch eine Weile dauert.
Im April 1923, während der Ruhrbesetzung, sprengen Saboteure den Emscherdüker unter dem Kanal. Der Zweigkanal läuft zwischen dem Sicherheitstor an der Emscher und der Schleuse Herne-Ost leer, und es dauert drei Monate, bis er wieder gefüllt ist. Dabei wird auch die Johanna zerstört, die spätere Schürmann II, eben jenes Schiff, das der Schiffer am Eröffnungstag für das erste gehalten hatte.[1]
1934 kommt es durch Bergsenkungen in Horsthausen beinahe zu einem Dammbruch. Man verstärkt die Dämme, aber gegen die Bergschäden kommt man nicht an. Im Oktober 1937 wird der Abschnitt stillgelegt.[1] Die Stadtchroniken berichten später von einer Dammsprengung am 12. Januar 1938. Tatsächlich versickerte das Wasser jedoch einfach, nachdem man den Abschnitt am 19. November 1937 mit einer Spundwand abgetrennt hatte. Am 22. Januar 1938 meldete der Herner Anzeiger, dass der Wasserstand täglich um zehn Zentimeter fiel.[1]
Heute verläuft auf der alten Trasse die A 42. Die Gärten des Kleingartenvereins „Im Stichkanal“ folgen noch dem ehemaligen Kanalbett.[1] Der verbleibende Zweigkanal bis Henrichenburg wird 1950 offiziell dem Rhein-Herne-Kanal zugeschlagen.[1]
Was war echt? Alle Orte, Jahreszahlen, Maße und Ereignisse mit Fußnote stammen aus Artikeln dieses Wikis. Janssen, Kowalski, Brinkhoff, Möllmann, der Lagerschreiber, der Schleusenmeister und du selbst sind erfunden.
- ↑ 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 Historischer Verein Herne / Wanne-Eickel e. V.: Zweigkanal nach Herne (Stichkanal), Wiki-Artikel, Version vom 11. September 2026, Permanentlink, abgerufen am 18. September 2026.
