Pestkreuz und Pestlinde in Börnig

Aus Hist. Verein Herne / Wanne-Eickel e. V.
Das Pestkreuz und die Linde[1]
Pestkreuz und Linde
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Pestkreuz und Pestlinde sind ein Denkmal im Herner Ortsteil Börnig. Das Kreuz erinnert an die Pest des Jahres 1636 und steht seit 1997 unter Denkmalschutz. Es ist das älteste Denkmal Börnigs.

Pest und Bittprozession

Unter einer gewaltigen Linde im „Eschfeld“ wurde zur Erinnerung an die Pest im Jahre 1636 ein Kreuz errichtet. Dorthin führte jährlich am 25. Mai zum Fest des Heiligen Urbanus eine Bittprozession. Die Pest zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges (16181648) hatte unter der bäuerlichen Bevölkerung in Herne und Umgebung zahlreiche Opfer gefordert: Es gab damals sogar Dörfer, in denen alle Einwohner infolge der Epidemie starben, z. B. Merklinde, heute ein Stadtteil von Castrop-Rauxel.

Die Urbanuslinde

Die ursprünglich gepflanzte Linde, auch „Urbanuslinde“ genannt, ist irgendwann eingegangen und bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts durch eine junge ersetzt worden. Diese wurde dann im Spätsommer 1964 gefällt.

Das Pestkreuz

Auch das sogenannte „Pestkreuz“ musste mehrmals erneuert werden, zuletzt 1926. Nachdem es aus konservatorischen Gründen einige Jahre im Emschertal-Museum gelagert worden war, wurde dieses ca. 2 m hohe Holzkreuz am 25. Mai 1984 auf einem Sockel aus Feldsteinen wieder aufgestellt. Das Pestdenkmal steht seit 1997 unter Denkmalschutz. Der Sockel trägt die Inschrift:

Herr, gib ihnen die
ewige Ruhe und das
ewige Licht leuchte ihnen

Hinweistafel 2015

Im März 2015 erhielt das älteste Denkmal Börnigs eine Hinweistafel. Auf Anregung von Gerd E. Schug hatte die Bezirksvertretung Sodingen einstimmig beschlossen, dass die Stadt eine Hinweistafel am Standort des Holzkreuzes aufstellen sollte.

Bilder

Corona-Linde 2021

Am 19. September 2021 wurde in unmittelbarer Nachbarschaft die Corona-Linde vorgestellt.

Videoprojekt vor Ort

Im Februar 2017 entstand für die Reihe Videoprojekt vor Ort ein Filmbeitrag über das Pestkreuz.[3]

Vor Ort – Produktion
Sprecher Gerd E. Schug
Kamera Marcus Schubert
Canon EOS 6D · Canon EF 24-105 mm f/4L IS USM
Ton Kai Sturm
Tascam DR-05 V2 · Boya Lavalier BY-M1
Fotos Gerd Biedermann
Canon EOS 600D
Auflösung 1280 × 720
Software Movie Studio

Rundum historisch

Ein Beitrag aus der Reihe Rundum historisch betrachtet die Geschichte des Pestkreuzes und der Corona-Linde im 360-Grad- beziehungsweise Mixed-Reality-Format.[4][5][6]

Das Pestgelübde zu Sankt Lambertus

F2C Film- und Fernseh-Club, Film-AG Castrop-Rauxel.[7]

Quellen und Literatur

  • Stadtarchiv Herne, Dokumentationsbibliothek: Sammlung Denkmäler.
  • Stadtarchiv Herne, Fotosammlung.
  • Manfred Hildebrandt: „…bey den spätesten Nachkommen in beständig gutem Andenken zu erhalten…“ – Denkmäler in Herne und Wanne-Eickel. In: Der Emscherbrücher, Band 14 (2008/09), S. 57–77, herausgegeben von der Gesellschaft für Heimatkunde Wanne-Eickel e. V., Herne 2008.

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Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 1,5 1,6 1,7 Foto: Gerd Biedermann, 2017
  2. Foto: Gerd E. Schug, 2015
  3. Gerd E. Schug, Marcus Schubert, Kai Sturm und Gerd Biedermann (Fotos) im Februar 2017
  4. Marcus Schubert im Mai 2025
  5. Podcast-Team von NotebookLM
  6. Music by Pocketbeats Music from Pixabay, „cooking-time-happy-cooking-food-music“
  7. F2C Film- und Fernseh-Club. Film-AG Castrop Rauxel. Fast so wichtig wie H2O