Heinrich Tiemann (1839-1911) Landwirt und Gemeindevertreter

Aus Hist. Verein Herne / Wanne-Eickel e. V.

Heinrich Tiemann (geboren am 16. Dezember 1836 in Eppendorf, † 2. Januar 1911 in Eickel) war Landwirt und Gemeindevorstandsmitglied in Eickel.

Heinrich Tiemann
Heinrich Tiemann
Geboren16. Dezember 1836
in Bochum-Eppendorf
✝️
Gestorben2. Januar 1911
in Herne-Eickel

Der Sohn des Gast- und Landwirtes Anton Henrich Wilhelm Tiemann (* 28. Aug. 1801 in Eppendorf; † 11. Jan. 1866 ebd.) und seiner Ehefrau Wilhelmina Louisa Johanna Tiemann (geb. Menne) (* 1800 in Kamen; † 7. Jan. 1883 in Eickel) wurde in Eppendorf am 16. Dezember 1836 geboren und in der ev. Kirche zu Weitmar am 5. Januar 1837 getauft.

Am 4. November 1862 heiratete er in Weitmar Anna Lisette Gruthoff gen. Schulte (1840-), Tochter des Landwirts Diedrich Heinrich Gruthoff gen. Schulte und dessen Ehefrau Elisabeth Hemmer aus Eickel.

In den nächsten Jahren übersiedelte er nach Eickel und wurde vermögend, so dass er sich als "Rentner" bezeichnen konnte und sich neben seiner Investitionen in wirtschaftlichen Unternehmungen der lokalen Politik in der Gemeindevertretung Eickels verschreiben konnte.

Wirtschaftliche Erfolge bzw. Investitionen

1888:

Handels=Register des Königlichen Amtsgerichts zu Bochum.
Unter Nr. 76 des Gesellschafts=Registers ist die am 12. November 1888 unter der Firma
Hordeler Ringosen=Ziegelei, A. Franke & Comp.
errichtete offene Handelsgesellschaft zu Hordel am 19. Februar 1889 ein­getragen, und sind als Gesellschafter vermerkt:
1. der Bauunternehmer August Franke zu Wanne,
2. der Rentner Johann Heinrich Tiemann zu Eickel,
3. der Kaufmann Johann Heinrich Woermann zu Wanne. 
Jeder Gesellschafter ist, jedoch nur in Gemeinschaft mit einem anderen Gesellschafter, befugt, die Gesellschaft zu vertreten.[1]

Ebenfalsl war er Miteigenthümer der Firma Rottmann & Co in Bochum.[2]

1893 verkaufte er mehrere baureife Grundstücke an der Hordeler Straße.[3]

Gemeindevertreter

Seit dem 12. Januar 1877 war er gewählter Gemeindeverordneter der Gemeinde Eickel und später der Amtsvertreterversammlung Eickel, jeweils für die Kapital/Steuerlich stärkste Abteilung 1. 1903 wurde er für die II. Abteilung wiedergewählt.

Dabei fungierte er mehrere Jahre als stell. Vorsteher.

Ebenfalls zum Vertreter der evgl. Kirchen- und Schulgemeinde Eickel wurde er gewählt.

Er starb am 2. Januar 1911 in Eickel und wurde am 5. Januar 1911 auf dem alten Friedhof im Lohof beigesetzt.

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Quellen