Gisbert Fulland (1940-2017) Krankenhausmanager
Gisbert Fulland (* 18. Mai 1940 in Wattenscheid; † 13. November 2017 in Herne) war ein deutscher Krankenhausmanager und Gesundheitsadministrator aus der Stadt Herne. Er wirkte über mehrere Jahrzehnte in leitenden Funktionen katholischer Krankenhäuser im Ruhrgebiet und spielte eine bedeutende Rolle bei der organisatorischen Entwicklung mehrerer medizinischer Einrichtungen sowie der Hospizarbeit in der Region.
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Leben und beruflicher Werdegang
Fulland begann seine Tätigkeit im Krankenhauswesen am 16. Juli 1971, als er Verwaltungsleiter des St. Anna Hospital Wanne-Eickel wurde. Dort verantwortete er über viele Jahre zentrale organisatorische und wirtschaftliche Aufgaben der Klinik.
Während seiner Tätigkeit trug er wesentlich zur Modernisierung der Einrichtung bei. Zu den frühen strukturellen Entwicklungen gehörten unter anderem:
- die Einführung moderner medizinischer Geräte, darunter ein früher Computertomograph in der Region,
- der Ausbau der Orthopädie,
- organisatorische Modernisierungen im Krankenhausbetrieb (z. B. neue Versorgungs- und Küchenstrukturen).
Im Jahr 2000 war Fulland maßgeblich an der Gründung der St. Vincenz Hospital gGmbH beteiligt und wurde deren erster Geschäftsführer.
Im Zuge struktureller Veränderungen im katholischen Krankenhauswesen des Ruhrgebiets wirkte er zudem an der organisatorischen Zusammenführung mehrerer Einrichtungen mit, aus denen später die St. Elisabeth Gruppe – Katholische Kliniken Rhein Ruhr hervorging.
Engagement für Hospizarbeit
Auch nach seinem Eintritt in den Ruhestand im Jahr 2005 blieb Fulland im Gesundheitswesen aktiv. Er engagierte sich als ehrenamtlicher Geschäftsführer des Lukas Hospiz Herne.
In dieser Funktion setzte er sich insbesondere für:
- die Finanzierung der Hospizarbeit,
- die Zusammenarbeit mit Krankenkassen und Fördervereinen,
- sowie die öffentliche Unterstützung durch Spendenaktionen
ein.
Er war außerdem Mitinitiator des Fördervereins Lukas-Hospiz Herne, der 2002 gegründet wurde und zur Finanzierung und Öffentlichkeitsarbeit der Einrichtung beiträgt.
Neben administrativen Aufgaben unterstützte er auch öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen zugunsten des Hospizes, etwa Benefiz-Sportveranstaltungen und Spendenaktionen.
Weitere Tätigkeiten
Fulland war zeitweise auch in regionalen Gremien aktiv. So fungierte er als Vorsitzender eines Planungsbeirats zur geplanten forensischen Klinik in Herne, der Bürgerbeteiligung und öffentliche Information begleiten sollte.
Darüber hinaus war er in verschiedenen Stiftungs- und Gremienstrukturen des katholischen Gesundheitswesens im Ruhrgebiet tätig.
Persönlichkeit und Wirkung
Zeitgenossen beschrieben Fulland als engagierten Krankenhausmanager mit großer fachlicher Erfahrung und unternehmerischem Weitblick. Seine Arbeit war stark von sozialem Engagement und christlicher Motivation geprägt, insbesondere im Bereich der Hospizarbeit.
Durch seine Tätigkeit über mehrere Jahrzehnte hinweg beeinflusste er die organisatorische Entwicklung des katholischen Krankenhauswesens im Raum Herne nachhaltig.
Zu seinem 25jährigen Dienstjubiläum war in einer Sonderausgabe der "pinwand", dem Krankenhausbrief des St. Anna Hospitals, zu lesen:
„Sie machen es Ihren Mitarbeitern nicht leicht, weil Sie viel von uns erwarten und hohe Anforderungen an uns stellen, ohne aber jemanden zu überfordern. Die geforderte Einsatzbereitschaft leben Sie uns immer auch selber vor.
Manchmal ist es schwer, Ihnen mit allen Ihren Ideen, Ihrer Phantasie und Ihren Innovationen zu folgen. Es ist immer spannend, mit Ihnen gemeinsam St. Anna zu gestalten, weil Sie auch Raum lassen für eigene Ideen – wenn sie schlüssig durchdacht und gut vorbereitet sind.“[1]
Gisbert Fulland starb am 13. November 2017 nach längerer Krankheit im Alter von 77 Jahren.
Weblinks
- https://www.halloherne.de/artikel/nachruf-auf-gisbert-fulland-25201 (Auch Bildquelle)
- https://www.waz.de/staedte/herne-wanne-eickel/article212569065/gisbert-fulland-mit-77-jahren-gestorben.html
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Quelle
- ↑ pinwand, 17. Jahrg. Nr. 62, Heft 052/2005. S. 20

