Bahnhofstraße 32

Aus Hist. Verein Herne / Wanne-Eickel e. V.
Bahnhofstraße 32
Bild: Andreas Janik Oktober 2026
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Auch bekannt alsWirtschaft Stemberg
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Das Haus Bahnhofstraße 32 in Herne geht - wie die gesammte Straßenseite zwischen Glockenstraße und Schaeferstraße auf eine Bebauung des Grundstücks im 19. Jahrhundert zurück. Seine Geschichte ist eng mit dem Kupferschlägermeister Hermann Düssing (1848-1901) und der Entwicklung der Bahnhofstraße vom innerörtlichen Verkehrsweg zur Geschäftsstraße verbunden.

Vor 1934
nach 1934

Geschichte

Der Ursprung des Grundstücks geht auf eine Parzelle zurück, die der Bauunternehmer Wilhelm Frackmann (1840-1917) erworben hatte. Dieser Teil des Grundstücks verkaufte Frackmann im Jahr 1875 an den Kupferschlägermeister Hermann Düssing. Dieser ließ dort ein schmales Wohnhaus errichten, das sich unmittelbar an das benachbarte Haus Stemberg (Bahnhofstraße 34 anschloss. Das Gebäude war zunächst nur halb so breit wie das heutige Haus Bahnhofstraße 32.

In den Jahren 1882 und 1885 erwarb Düssing weitere Teile des benachbarten Grundstücks Hintzpeter hinzu. Auf dem Hofgelände seines Besitzes entstand daraufhin ein weiteres Gebäude, das sowohl als Wohnhaus als auch als Schmiede genutzt wurde.

Um die Wende zum 20. Jahrhundert (1891-1899[1]) wurde das ältere Düssingsche Anwesen offenbar durch den heute bekannten Gebäudebestand ersetzt. Das Haus schließt auf einer Seite an das Nachbargebäude an, das später mit dem Uhrmacher Stiegeler und dem Möbelhaus Höcker verbunden war.

Im Jahr 1902 ging das Anwesen in den Besitz der Witwe Henriette Düssing, geborene Mellinghaus (1853-?) , und ihrer Tochter Julia (1874-?) über. Julia hatte Fritz Siekmeyer geheiratet, der nach Emmerich verzogen war. Die überlieferte Darstellung bezeichnet dessen Ehefrau als Eigentümerin des Hauses.

Das Haus im Wandel der Bahnhofstraße

Die Bahnhofstraße entwickelte sich im 19. Jahrhundert zu einer wichtigen Verbindung zwischen dem alten Ortskern und dem Bahnhof. Mit dem Eisenbahnanschluss von 1847 und dem anschließenden Wachstum Hernes gewann die Straße zunehmend an Bedeutung. Wohnhäuser, Handwerksbetriebe und Geschäfte prägten ihre Bebauung.

Der heute prägende Erker zur Bahnhofstraße ist interessanter weise erst nach 1934 angebaut worden.

Im Jahr 1976 wurde die Bahnhofstraße zur Fußgängerzone umgestaltet. Damit veränderte sich auch das Umfeld des Hauses Bahnhofstraße 32: Aus der früheren Verkehrs- und Geschäftsstraße wurde ein zentraler Einkaufsbereich der Stadt. [2]

Das Haus heute

Das Gebäude Bahnhofstraße 32 gehört weiterhin zum Häuserbestand der Herner Bahnhofstraße. Eine aktuelle Straßenverzeichnisquelle führt es als dreigeschossiges Mehrfamilienhaus. [3]

Die heutige äußere Erscheinung ist das Ergebnis der späteren baulichen Entwicklung des Grundstücks. Während die ursprüngliche Bebauung aus einem schmalen Wohnhaus und einem rückwärtigen Gebäude mit Schmiede bestand, steht die Hausnummer heute für ein größeres Gebäude innerhalb der geschlossenen Straßenbebauung.

2026 firmieren hier das Optiker Geschäft Smile Optic und die Handelsfirma Hunkenmöller, die früher im City-Center eine Filiale betrieb.

Die Geschichte des Hauses veranschaulicht damit zugleich den Wandel der Bahnhofstraße: vom Wohn- und Handwerkerstandort des 19. Jahrhunderts zum Teil der innerstädtischen Geschäfts- und Fußgängerzone.

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Quelle

  1. ↑ https://zeitpunkt.nrw/ulbms/periodical/zoom/11001037
  2. ↑ Stadt Herne: Stadtgeschichte, Abschnitt zur Umgestaltung der Bahnhofstraße im Jahr 1976, https://www.herne.de/Stadt-und-Leben/Stadtgeschichte/
  3. ↑ Onlinestreet: Bahnhofstraße in Herne, Gebäudeverzeichnis zur Hausnummer 32, https://onlinestreet.de/strassen/Bahnhofstra%C3%9Fe.Herne.27399.html