Orgelgeschichte der St. Joseph Kirche (Horsthausen)
Als erste Orgel wurde diese klassizistische Schleifladenorgel Orgel mit ursprünglich 9 Registern - heute 30-registrige - Orgel im Juni/Juli 1911 in die alte St. Joseph Kirche eingebaut. Sie ist die älteste erhaltene und zugleich wertvollste Orgel in Herne.
Beim Neubau der St. Joseph Kirche wurde die Orgel restauriert und wieder auf einer Orgelempore aufgebaut. Der Orgelprospekt mit Pfeifenstockgesims ist aus Eiche und hat die Maße von 10 m. Höhe, 4 m. Breite und 2,4 m. Tiefe. Die vergoldeten Profile, Schleierwerke und Konsolen bilden mit der frühklassizistischen Dekorschnitzerei den dreitürmigen Prospekt. Die Orgel wurde in Herford vom Orgelbauer Meyer erstellt. 1903 gelangte sie in die Börniger Notkirche, nach 1904 in die dortige neue St. Peter und Paul Kirche. Sie wurde dabei auf 17 Register erweitert. 1960 übergab man sie für die alte Horsthauser Kirche, um sie 1983 für den Kirchenneubau bei der Firma Sauer in Höxter restauriert und auf 21 Register erweitern zu lassen. Seit 1987 ist sie, unter weiteren Erweiterungen des Spielwerks und des Orgelgehäuses, wieder in Gebrauch.
Sie steht seit dem 3. Dezember 2007 unter Schutz und ist unter der Nummer 702-63/DL-07 in die Denkmalliste der Stadt Herne eingetragen worden.[1] [2]
DENKMAL NR. 702
- Orgel in der kath. Pfarrkirche St. Joseph
- Roonstraße 74, Herne-Mitte
- Erbaut: 1810
- Architektur:
- Details: Die historische Orgel stammt aus der kath. Kirche St. Peter und Paul in Herne. Die Orgel umfasst im historischen Umfang 9 Register. Der dreitürmige, hölzerne Orgelprospekt mit Pfeifenstockgesims wurde aus Eichenholz erstellt. Er ist mit frühklassizistischen Dekorschnitzwerken geschmückt. Die Profilkanten, das Schleierwerk und die Konsolen sind vergoldet. In den drei unteren, frontalen Feldern weist die braune Fassung in schwarz gemalte Ornamente (Musikinstrumente) auf. Während der Wirren der Napoleonischen Kriege in Europa um 1810 hat in einer stillen Werkstatt in Herford ein Orgelbauer namens Meyer mit seinen Gesellen die 9-registrige Orgel erbaut. Man nimmt an, dass die Orgel für ein kleines Gotteshaus im Münsterland bestimmt war. Das Schicksal der Orgel ist ungewiss bis zu dem Tag, da sie in die Notkirche von Herne-Börnig gelangte.
Disposition: (Gerd Wittig 1986)
| I. Manual | II. Manual | Pedal |
|---|---|---|
| 1. Bordun 16´ | 10. Gedackt 8' | 18. Subbaß 16´ |
| 2. Principal 8´ | 11. Salicional 8´ | 19. Prinzipalbaß 8 |
| 3. Viola da Gamba 8´ | 12. Geigenprinzipial 4´ | 20. Choralbass 16' |
| 4. Gedacktflöte 8´ | 13. Blockflöte 4´ | 21. Stillposaune 16´ |
| 5. Oktave 4´ | 14. Schwiegel 2´ | |
| 6. Flöte 4´ | 15. Quinte 1 ⅓´ | Spielhilfen: |
| 7. Sesquialtera 2fach 2 ⅔´ 1 3/5´ | 16.Gambenmixtur 3fach | Manualkoppel 2/1 |
| 8. Oktave 2 | 17. Schalmey Tremulant 8´ | Pedalkoppel 1 |
| 9. Mixtur 3fach | Pedalkoppel 2 |
| Diese Informationen (auch teilweise), dieser Artikel bzw. dieses Bild wird vom Pfarrarchiv der katholischen St. Dionysius Pfarrgemeinde in Herne für das Wiki der Herner Stadtgeschichte zur Verfügung gestellt und unterliegt dem Urheberrecht. Bei einer Verwendung dieser Abbildung und/oder dieses Textes - auch als Zitat - außerhalb des Wikis der Herner Stadtgeschichte ist die Genehmigung beim Pfarrbüro bzw. Pfarrarchiv einzuholen. |
| Dieser Artikel, diese genealogische oder textliche Zusammenstellung bzw. dieses Bild wird von Andreas Janik (ehem. Johann-Conrad) für das Wiki der Herner Stadtgeschichte zur Verfügung gestellt und unterliegt dem Urheberrecht. Bei einer Verwendung dieser Abbildung und/oder dieses Textes - auch als Zitat - außerhalb des Wikis der Herner Stadtgeschichte ist die Genehmigung beim Autor einzuholen. |
Verwandte Artikel
Quellen
- ↑ http://herne.ratsportal.net/bi2/vo020.asp?VOLFDNR=3697#allrisBV
- ↑ HalloHerne.de 100 Okjekte Herne, Folge 6

