Tätigkeitsbericht 4 des Lehrlings Gerd Schug: Unterschied zwischen den Versionen

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<div style="font-size:19px; font-weight:bold; margin:0 0 .2em 0">Tätigkeitsbericht Nr. 4 – Lager</div>
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| width="133" colspan="3" height="15" | Tätigkeitsbericht des Lehrlings [[Benutzer:Schug|Gerd Schug]]
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| style="padding:.12em 1.4em .12em 0; font-weight:bold; white-space:nowrap" | Lehrling
| style="padding:.12em 0" | [[Benutzer:Schug|Gerd Schug]]
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| style="padding:.12em 1.4em .12em 0; font-weight:bold; white-space:nowrap" | Berichtszeitraum
| style="padding:.12em 0" | 2. Januar – 30. April 1956
|- style="vertical-align:top"
| style="padding:.12em 1.4em .12em 0; font-weight:bold; white-space:nowrap" | Arbeitsgebiet (Abteilung)
| style="padding:.12em 0" | Lager
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| style="padding:.12em 1.4em .12em 0; font-weight:bold; white-space:nowrap" | Unternehmen
| style="padding:.12em 0" | [[Hannoversche Grubenholzindustrie Nachf. Voigtländer & Hinze|Hannoversche Grubenholzindustrie Nachf. Voigtländer und Hinze]], Herne
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| style="padding:.12em 1.4em .12em 0; font-weight:bold; white-space:nowrap" | Berichtsdatum
| style="padding:.12em 0" | 30. April 1956
|}


Unser Lager besteht aus einem ausgedehnten Rundholzplatz und vier mittleren bis großen Schuppen. Der Rundholzplatz erstreckt sich in der Länge von der Sackfabrik Spies bis zu der Maschinenfabrik Beien, und in der Breite von den Bundesbahngeleisen bis an die [[Vinckestraße]] heran. Außerdem ist ein privates Anschlußgleis sowie ein Kran vorhanden, mit dem die Eisenbahnwaggons von den Nadel- und Laubholzstämmen entladen werden.
|- style="font-size:12pt"
| height="15" valign="bottom" | für die Zeit vom
| valign="bottom" | 2.1.1956 bis
| align="right" align="right" valign="bottom" | 30.4.1956


Im Nordwesten unseres Rundholzplatzes liegen Fichten-Stangen, Gerüst-Stangen, Rundhölzer und Kiefern-Rollen. Daran schließt sich Stamm an Stamm, alles Eichen, da wir fast nur Eichen-Stammholz für den Bergbau verarbeiten. Über unseren Platz führen Feldbahngeleise, auf denen Gleiswagen laufen. Mit diesen Wagen wird das Eichen- und Fichten-Stammholz in die Sägewerkshalle gefahren. Von der Straßenseite her besteht Ablademöglichkeit für die Lastzüge.
|- style="font-size:12pt"
| height="15" valign="bottom" | Arbeitsgebiet (Abteilung):
| valign="bottom" | Lager
| align="right" valign="bottom" | Bericht Nr. 4


Sofort hinter der Firma Spies steht unser größter Trockenschuppen. Darin lagern hauptsächlich Kiefern-, Kirschen-, Birnbaum-, Lärchen-, Ahorn-, Ulmen-, Eichen-, Eschen- und Kastanien-Blockwaren. Jeder geschnittene Stamm, bei denen die ältesten schon über acht Jahre lagern, wird in Blöcke eingeteilt, daher auch der Name „Blockware“. Jeder Block erhält eine Nummer und das Datum des Einschnittages. Der eingeschnittene Block wird nun gestapelt, und zusätzlich werden zwischen jedem Brett oder jeder Bohle Stapelhölzer gelegt, damit das Holz gut trocknen kann. Das Stapeln von Blockware muß sehr sorgfältig ausgeführt werden, da sich sonst die Bretter verziehen oder krumm werden.
|- style="font-size:12pt"
| colspan="2" height="15" valign="bottom" | der Hannoverschen Grubenholzindustrie
| align="right" align="right" valign="bottom" | 30.4.[[1956]]


In unserem zweiten Schuppen lagert nur Buchen-Blockware in den verschiedenen Längen und Stärken. Der dritte Schuppen enthält Weiden-, Pappel- und Linden-Blockware.
|- style="font-size:12pt" align="center" valign="bottom"
| align="right" colspan="3" height="15" |


Der vierte und letzte Schuppen befindet sich direkt neben der Sägewerkshalle. Er ist zur Hälfte aufgeteilt in Bretter und Kanthölzer. Die eine Seite füllen die Tannen-Bretter aus. Diese haben eine sehr große Breite und sind von bester Qualität. Auf der anderen Seite lagern die Nadelholz-Kanthölzer in den Stärken von 24 x 48 mm bis 14 x 16 cm.
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| colspan="3" height="15" | Unser Lager besteht aus einem ausgedehnten Rundholzplatz und vier mittleren bis großen Schuppen. Der Rund­holzplatz erstreckt sich in der Länge von der Sackfabrik Spies bis zu der Maschinenfabrik Beien, und in der Breite von den Bundesbahngeleisen bis an die [[Vinckestraße]] her­an. Außerdem ist ein privates Anschlußgleis sowie ein Kran vorhanden, mit dem die Eisenbahnwaggons von den Nadel- und Laubhozstämmen entladen werden.
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An der Sägewerkshalle, im Nordosten unseres Platzes lagert die Fichten-Schalung im Freien. Anschließend daran lagern die Schachthölzer und Spurlatten. Das sind die Kanthölzer, welche im Bergbau benötigt werden. Sie dürfen daher nur für unseren Kunden aus Eiche hergestellt werden. Die Stärken belaufen sich bis zu 26 x 26 cm. Die größte Länge ist 7,- Meter.<ref>Aus dem Privatarchiv von Gerd E. Schug</ref>
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| colspan="3" height="15" | Im Nordwesten unseres Rundholzplatzes liegen Fichten­-Stangen, Gerüst-Stangen, Rundhölzer und Kiefern-Rollen. Daran schließt sich Stamm an Stamm, alles Eichen, da wir fast nur Eichen-Stammholz für den Bergbau verarbeiten. Über unseren Platz führen Feldbahngeleise, auf denen Gleiswagen laufen. Mit diesen Wagen wird das Eichen- und Fichten-Stammholz in die Sägewerkshalle gefahren. Von der Straßenseite her besteht Ablademöglichkeit für die Lastzüge.
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| colspan="3" height="15" | Sofort hinter der Firma Spies steht unser größter Trocken­schuppen. Darin lagern hauptsächlich Kiefern-, Kirschen-, Birnbaum-, Lärchen-, Ahorn-, Ulmen-, Eichen-, Eschen- und Kastanien-Blockwaren. Jeder geschnittene Stamm, bei denen die ältesten schon Über acht Jahre lagern, wird in Blöcke eingeteilt, daher auch der Name "Blockware". Jeder Block erhält eine Nummer und das Datum des Einschnittages. Der eingeschnittene Block wird nun gestapelt, und zusätzlich werden zwischen jedem Brett oder jeder Bohle Stapelhölzer gelegt, damit das Holz gut trocknen kann. Das Stapeln von Blockware muß sehr sorgfältig ausgeführt werden, da sich sonst die Bretter verziehen oder krumm werden.
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| colspan="3" height="15" | In unserem zweiten Schuppen lagert nur Buchen-Blockware in den verschiedenen Längen und Stärken. Der dritte Schup­pen enthält Weiden-, Pappel- und Linden-Blockware.
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| colspan="3" height="15" | Der vierte und letzte Schuppen befindet sich direkt neben der Sägewerkshalle. Er ist zur Hälfte aufgeteilt in Bret­ter und Kanthölzer. Die eine Seite füllen die Tannen-Bret­ter aus. Diese haben eine sehr große Breite und sind von bester Qualität. Auf der anderen Seite lagern die Nadelholz-Kanthölzer in den Stärken von 24 x 48 mm bis 14 x 16 cm.
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| colspan="3" height="15" | An der Sägewerkshalle, im Nordosten unseres Platzes la­gert die Fichten-Schalung im Freien. Anschließend daran lagern die Schachthölzer und Spurlatten. Das sind die Kanthölzer, welche im Bergbau benötigt werden. Sie dürfen daher nur für unseren Kunden aus Eiche hergestellt werden. Die Stärken belaufen sich bis zu 26 x 26 cm. Die größte Länge ist 7,- Meter. <ref>Aus dem Privatarchiv von Gerd E. Schug</ref>
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==Lesen Sie auch==
==Lesen Sie auch==
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==Einzelnachweise==
==Einzelnachweise==
<references />
<references />

[[Kategorie:Erinnerungen]]
[[Kategorie:Erinnerungen]]
[[Kategorie:Tätigkeitsbericht]]
[[Kategorie:Tätigkeitsbericht|04]]

Aktuelle Version vom 29. Juni 2026, 18:56 Uhr

Historisches Zeitdokument
Tätigkeitsbericht 4
Tätigkeitsbericht 4

Bericht eines Lehrlings über die Orga­ni­sa­tion und die Be­triebs­abläufe in einem mittel­stän­dischen Indus­trie­unter­nehmen der 1950er Jahre.

Tätigkeitsbericht Nr. 4 – Lager
Lehrling Gerd Schug
Berichtszeitraum 2. Januar – 30. April 1956
Arbeitsgebiet (Abteilung) Lager
Unternehmen Hannoversche Grubenholzindustrie Nachf. Voigtländer und Hinze, Herne
Berichtsdatum 30. April 1956

Unser Lager besteht aus einem ausgedehnten Rundholzplatz und vier mittleren bis großen Schuppen. Der Rundholzplatz erstreckt sich in der Länge von der Sackfabrik Spies bis zu der Maschinenfabrik Beien, und in der Breite von den Bundesbahngeleisen bis an die Vinckestraße heran. Außerdem ist ein privates Anschlußgleis sowie ein Kran vorhanden, mit dem die Eisenbahnwaggons von den Nadel- und Laubholzstämmen entladen werden.

Im Nordwesten unseres Rundholzplatzes liegen Fichten-Stangen, Gerüst-Stangen, Rundhölzer und Kiefern-Rollen. Daran schließt sich Stamm an Stamm, alles Eichen, da wir fast nur Eichen-Stammholz für den Bergbau verarbeiten. Über unseren Platz führen Feldbahngeleise, auf denen Gleiswagen laufen. Mit diesen Wagen wird das Eichen- und Fichten-Stammholz in die Sägewerkshalle gefahren. Von der Straßenseite her besteht Ablademöglichkeit für die Lastzüge.

Sofort hinter der Firma Spies steht unser größter Trockenschuppen. Darin lagern hauptsächlich Kiefern-, Kirschen-, Birnbaum-, Lärchen-, Ahorn-, Ulmen-, Eichen-, Eschen- und Kastanien-Blockwaren. Jeder geschnittene Stamm, bei denen die ältesten schon über acht Jahre lagern, wird in Blöcke eingeteilt, daher auch der Name „Blockware“. Jeder Block erhält eine Nummer und das Datum des Einschnittages. Der eingeschnittene Block wird nun gestapelt, und zusätzlich werden zwischen jedem Brett oder jeder Bohle Stapelhölzer gelegt, damit das Holz gut trocknen kann. Das Stapeln von Blockware muß sehr sorgfältig ausgeführt werden, da sich sonst die Bretter verziehen oder krumm werden.

In unserem zweiten Schuppen lagert nur Buchen-Blockware in den verschiedenen Längen und Stärken. Der dritte Schuppen enthält Weiden-, Pappel- und Linden-Blockware.

Der vierte und letzte Schuppen befindet sich direkt neben der Sägewerkshalle. Er ist zur Hälfte aufgeteilt in Bretter und Kanthölzer. Die eine Seite füllen die Tannen-Bretter aus. Diese haben eine sehr große Breite und sind von bester Qualität. Auf der anderen Seite lagern die Nadelholz-Kanthölzer in den Stärken von 24 x 48 mm bis 14 x 16 cm.

An der Sägewerkshalle, im Nordosten unseres Platzes lagert die Fichten-Schalung im Freien. Anschließend daran lagern die Schachthölzer und Spurlatten. Das sind die Kanthölzer, welche im Bergbau benötigt werden. Sie dürfen daher nur für unseren Kunden aus Eiche hergestellt werden. Die Stärken belaufen sich bis zu 26 x 26 cm. Die größte Länge ist 7,- Meter.[1]

Lesen Sie auch

Einzelnachweise

  1. Aus dem Privatarchiv von Gerd E. Schug