Overkampsche Mühle (Herne): Unterschied zwischen den Versionen

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Nach einer Erinnerungsschilderung in der Herner Zeitung von 1933 lag die Mühle auf dem Besitz des Hofes Overkamp „im Zuge des jetzigen Rummelplatzes“. Doch hier trügt die damalige Erinnerung.
Nach einer Erinnerungsschilderung in der Herner Zeitung von 1933 lag die Mühle auf dem Besitz des Hofes Overkamp „im Zuge des jetzigen Rummelplatzes“. Doch hier trügt die damalige Erinnerung.

Die Mühle lag zwischen der Straße [[Overkamps Hof]] und der [[Holsterhauser Straße]], der Mühlenteich reichte bis zur [[Oskarstraße]].


== Geschichte ==
== Geschichte ==

Aktuelle Version vom 14. Juli 2026, 12:21 Uhr

Die Overkampsche Mühle war eine Wassermühle in Alt-Herne. Sie lag am Westbach auf dem Gelände des Hofes Overkamp im Bereich des heutigen Westrings. Sie gehörte zu den ältesten nachweisbaren Mühlen im Herner Raum und versorgte neben dem Hof Overkamp mehrere benachbarte Höfe.

Overkampsche Mühle ✝
Lage der Mühle
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Lage

Die Mühle befand sich am Westbach, der von der Herner Vöde in Richtung Emscher floss. Der auch Overkampscher Mühlenbach bezeichnete Westbach verlief über das westliche, noch heute sichtbare abschüssige Gelände des Hofes Overkamp. Heute ist der Bachlauf überformt beziehungsweise kanalisiert.

Nach einer Erinnerungsschilderung in der Herner Zeitung von 1933 lag die Mühle auf dem Besitz des Hofes Overkamp „im Zuge des jetzigen Rummelplatzes“. Doch hier trügt die damalige Erinnerung.

Die Mühle lag zwischen der Straße Overkamps Hof und der Holsterhauser Straße, der Mühlenteich reichte bis zur Oskarstraße.

Geschichte

Die Entstehungszeit der Overkampschen Mühle ist bislang nicht bekannt. Ihre Existenz ist jedoch spätestens seit dem frühen 19. Jahrhundert archivalisch belegt.

Akten des Stadtarchivs Herne dokumentieren zahlreiche wasserrechtliche Vorgänge im Zusammenhang mit dem Overkampschen Mühlenbach zwischen 1816 und 1863. Darunter befinden sich ein Rechtsstreit zwischen den Höfen Overkamp und Rensinghoff über Flößungsrechte und die Stauung des Mühlenbachs sowie Unterlagen zu den Wasserquellen auf den Grundstücken des Masthofs im sogenannten Fleigenviertel. Weitere Schriftstücke aus den Jahren 1851 bis 1860 behandeln ebenfalls den Overkampschen Mühlenbach.

Bereits 1830 wird eine Holzbrücke über den Overkampschen Mühlenbach erwähnt. Sie lag am Gemeindeweg nach Eickel (der heutigen Shamrockstraße) und wurde im Zusammenhang mit Brückenreparaturen erneuert.

Nach einem Bericht der Herner Zeitung stellte die Mühle um 1880 ihren Mahlbetrieb ein. Anschließend blieb das Mühlengebäude als eingeschossiges Wohnhaus erhalten. Um 1908 wurde es abgebrochen. Der Bericht erwähnt, dass zuletzt lediglich ein Mühlstein an die ehemalige Mühle erinnerte.

Bedeutung

Die Overkampsche Mühle diente nach der Überlieferung nicht ausschließlich dem Hof Overkamp, sondern auch mehreren benachbarten Höfen, die einen sogenannten Drubbel bildeten. Genannt werden die Höfe:

Damit gehörte die Mühle zur historischen Infrastruktur der bäuerlichen Siedlungslandschaft von Alt-Herne.

Quellenlage

Während über den baulichen Zustand und den Betrieb der Mühle nur wenige Nachrichten überliefert sind, belegen zahlreiche Verwaltungsakten des 19. Jahrhunderts die Existenz des Overkampschen Mühlenbachs und der zugehörigen wasserrechtlichen Anlagen. Die Schilderung der Nutzung sowie des Abbruchs beruht auf einem 1933 veröffentlichten Erinnerungsartikel der Herner Zeitung.

Literatur und Quellen

  • Herner Zeitung, 7. Dezember 1933: „Die Overkampsche Mühle“.
  • Stadtarchiv Herne, Bestand 204, Historischer Bestand III, Nr. A 29: Wasserpolizei, Laufzeit 1816–1863.
  • Stadtarchiv Herne, Bestand 204, Historischer Bestand III, Nr. A 43: Reparatur an der Brücke bei Vortmann und Anfertigung einer neuen Brücke in Overkamp's Busch, Laufzeit 1830.
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Quellen