Siegfried Geesmann (1926-2010) Fußballlegende: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Siegfried Geesmann''' (geboren [[20. November]] [[1926]] in Herne; gestorben 17. November 2010 in Todtnau, Schwarzwald) war ein Mittelfeldspieler des SV Sodingen und als Defensivspieler des Karlsruher SC DFB-Pokal-Sieger in den Jahren 1955 und 1956.
<big>'''Siegfried Geesmann''' (geboren [[20. November]] [[1926]] in Herne; gestorben 17. November 2010 in Todtnau, Schwarzwald) war ein deutscher Fußballspieler. Er gehörte zu den bekanntesten Sportlern aus Herne der Nachkriegszeit und spielte insbesondere als Defensivspieler (Mittelläufer) erfolgreich im westdeutschen und süddeutschen Oberligafußball.</big>
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== Leben ==
Siegfried Geesmann wurde am 20. November 1926 in Herne geboren. Seine sportliche Laufbahn begann er beim [[SV Sodingen 1912|SV Sodingen]], dem typischen „Bergarbeiterverein“ im Umfeld der [[Zeche Mont-Cenis]].


Der Herner Stadtteilverein schaffte 1949/50 den Aufstieg aus der Landesliga Westfalen in die 2. Liga West und feierte bereits im zweiten Jahr – 1951/52 – vor den Konkurrenten VfB Bottrop und Rot-Weiß Oberhausen den Meisterschaftsgewinn und damit den Aufstieg in die Fußball-Oberliga West, der damals höchsten Spielklasse. Dort gehörte Geesmann als Mittelläufer zu den prägenden Spielern der Mannschaft.
==Leben==

"Sportlich aufgewachsen ist „Sigi“ Geesmann bei den Grün-Weißen des [[SV Sodingen 1912|SV Sodingen]] im Schatten der Zechenanlage Mont-Cenis. Der Herner Stadtteilverein schaffte 1949/50 den Aufstieg aus der Landesliga Westfalen in die 2. Liga West und feierte bereits im zweiten Jahr – 1951/52 – vor den Konkurrenten VfB Bottrop und Rot-Weiß Oberhausen den Meisterschaftsgewinn und damit den Aufstieg in die Fußball-Oberliga West. <br>
Geesmann hatte bei dem „Bergarbeiterklub“ die Rolle des Mittelläufers inne und dirigierte an der Seite von Torhüter Alfred Schmidt, den Verteidigern Leo Konopczynski, Alfons Nowak und den Außenläufern Karl-Heinz Edler und Gerhard Harpers die Abwehr. Das erste Oberligaspiel bestritt Sodingen mit Mittelläufer Geesmann am 24. August 1952 vor 18.000 Zuschauern in der Glück-Auf-Kampfbahn gegen die SpVgg Erkenschwick. Das Spiel endete mit einem 2:2-Unentschieden. Sodingen belegte den 11. Rang und Geesmann hatte 24 Spiele absolviert. <br>
Geesmann hatte bei dem „Bergarbeiterklub“ die Rolle des Mittelläufers inne und dirigierte an der Seite von Torhüter [[Alfred Schmidt (1929–2017) Fuballlegende|Alfred Schmidt]], den Verteidigern [[Leo Konopczynski]], Alfons Nowak und den Außenläufern Karl-Heinz Edler und Gerhard Harpers die Abwehr. Das erste Oberligaspiel bestritt Sodingen mit Mittelläufer Geesmann am 24. August 1952 vor 18.000 Zuschauern in der Glück-Auf-Kampfbahn gegen die SpVgg Erkenschwick. Das Spiel endete mit einem 2:2-Unentschieden. Sodingen belegte den 11. Rang und Geesmann hatte 24 Spiele absolviert. <br>
Im Jahr der Fußball-Weltmeisterschaft 1954 lief er in allen 30 Rundenspielen für Sodingen auf, kämpfte aber mit seinen Mitspielern durchgehend gegen den Abstieg und konnte nur den Rheydter Spielverein und STV Horst-Emscher in der Tabelle hinter sich lassen. Er nahm zur Runde 1954/55 ein Angebot des süddeutschen Oberligisten Karlsruher SC an – er bekam bei der LVA in Karlsruhe einen Arbeitsplatz vermittelt – und wechselte nach Baden."<ref>Vgl.: https://de.wikipedia.org/wiki/Siegfried_Geesmann</ref>
Im Jahr der Fußball-Weltmeisterschaft 1954 lief er in allen 30 Rundenspielen für Sodingen auf, kämpfte aber mit seinen Mitspielern durchgehend gegen den Abstieg und konnte nur den Rheydter Spielverein und STV Horst-Emscher in der Tabelle hinter sich lassen.

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1954 wechselte er zum Karlsruher SC, wo er seine größten sportlichen Erfolge feierte. Mit dem Verein gewann er 1955 und 1956 den DFB-Pokal. Zudem erreichte er 1956 das Finale um die deutsche Meisterschaft. <ref>Vgl.: https://de.wikipedia.org/wiki/Siegfried_Geesmann</ref>

Nach seiner Zeit in Karlsruhe spielte Geesmann ab 1957 für den Freiburger FC in der 2. Liga Süd. Dort ließ er seine aktive Karriere 1962 ausklingen.

Auch nach dem Ende seiner Spielerlaufbahn blieb er dem Fußball verbunden und war noch im hohen Alter als Schiedsrichter im südbadischen Fußballverband tätig.

Siegfried Geesmann starb am 17. November 2010 im baden-württembergischen Todtnau.

== Bedeutung für Herne ==
Als gebürtiger Herner und Leistungsträger des SV Sodingen zählt Geesmann zu den bedeutenden Fußballpersönlichkeiten der Stadt. Er steht exemplarisch für die erfolgreiche Fußballkultur der Bergarbeitervereine im Ruhrgebiet der Nachkriegszeit.

== Erfolge ==
* DFB-Pokalsieger: 1955, 1956 (mit Karlsruher SC)

== Literatur ==
* Hardy Grüne, Lorenz Knieriem: ''Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs. Spielerlexikon 1890–1963''. Kassel 2006.
* Matthias Weinrich, Hardy Grüne: ''Deutsche Pokalgeschichte seit 1935''. Kassel 2000.
* Werner Skrentny (Hrsg.): ''Als Morlock noch den Mondschein traf''. Essen 1993.
* Matthias Kropp: ''Deutschlands große Fußballmannschaften: Karlsruher SC''. 1998.


==Verwandte Artikel==
==Verwandte Artikel==
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Aktuelle Version vom 16. April 2026, 14:00 Uhr

Siegfried Geesmann (geboren 20. November 1926 in Herne; gestorben 17. November 2010 in Todtnau, Schwarzwald) war ein deutscher Fußballspieler. Er gehörte zu den bekanntesten Sportlern aus Herne der Nachkriegszeit und spielte insbesondere als Defensivspieler (Mittelläufer) erfolgreich im westdeutschen und süddeutschen Oberligafußball.

Siegfried Geesmann
Siegfried Geesmann (1926-2010).png
Siegfried Geesmann (1926-2010).png

KI Bild nach //ffc-history2.de

Geboren am: 20. November 1926
Geboren in: Herne
Gestorben am: 17. November 2010
Gestorben in: Todtnau
Letzte Änderung: 16.04.2026
Geändert von: Andreas Janik


Leben

Siegfried Geesmann wurde am 20. November 1926 in Herne geboren. Seine sportliche Laufbahn begann er beim SV Sodingen, dem typischen „Bergarbeiterverein“ im Umfeld der Zeche Mont-Cenis.

Der Herner Stadtteilverein schaffte 1949/50 den Aufstieg aus der Landesliga Westfalen in die 2. Liga West und feierte bereits im zweiten Jahr – 1951/52 – vor den Konkurrenten VfB Bottrop und Rot-Weiß Oberhausen den Meisterschaftsgewinn und damit den Aufstieg in die Fußball-Oberliga West, der damals höchsten Spielklasse. Dort gehörte Geesmann als Mittelläufer zu den prägenden Spielern der Mannschaft.

Geesmann hatte bei dem „Bergarbeiterklub“ die Rolle des Mittelläufers inne und dirigierte an der Seite von Torhüter Alfred Schmidt, den Verteidigern Leo Konopczynski, Alfons Nowak und den Außenläufern Karl-Heinz Edler und Gerhard Harpers die Abwehr. Das erste Oberligaspiel bestritt Sodingen mit Mittelläufer Geesmann am 24. August 1952 vor 18.000 Zuschauern in der Glück-Auf-Kampfbahn gegen die SpVgg Erkenschwick. Das Spiel endete mit einem 2:2-Unentschieden. Sodingen belegte den 11. Rang und Geesmann hatte 24 Spiele absolviert.
Im Jahr der Fußball-Weltmeisterschaft 1954 lief er in allen 30 Rundenspielen für Sodingen auf, kämpfte aber mit seinen Mitspielern durchgehend gegen den Abstieg und konnte nur den Rheydter Spielverein und STV Horst-Emscher in der Tabelle hinter sich lassen.

1954 wechselte er zum Karlsruher SC, wo er seine größten sportlichen Erfolge feierte. Mit dem Verein gewann er 1955 und 1956 den DFB-Pokal. Zudem erreichte er 1956 das Finale um die deutsche Meisterschaft. [1]

Nach seiner Zeit in Karlsruhe spielte Geesmann ab 1957 für den Freiburger FC in der 2. Liga Süd. Dort ließ er seine aktive Karriere 1962 ausklingen.

Auch nach dem Ende seiner Spielerlaufbahn blieb er dem Fußball verbunden und war noch im hohen Alter als Schiedsrichter im südbadischen Fußballverband tätig.

Siegfried Geesmann starb am 17. November 2010 im baden-württembergischen Todtnau.

Bedeutung für Herne

Als gebürtiger Herner und Leistungsträger des SV Sodingen zählt Geesmann zu den bedeutenden Fußballpersönlichkeiten der Stadt. Er steht exemplarisch für die erfolgreiche Fußballkultur der Bergarbeitervereine im Ruhrgebiet der Nachkriegszeit.

Erfolge

  • DFB-Pokalsieger: 1955, 1956 (mit Karlsruher SC)

Literatur

  • Hardy Grüne, Lorenz Knieriem: Enzyklopädie des deutschen Ligafußballs. Spielerlexikon 1890–1963. Kassel 2006.
  • Matthias Weinrich, Hardy Grüne: Deutsche Pokalgeschichte seit 1935. Kassel 2000.
  • Werner Skrentny (Hrsg.): Als Morlock noch den Mondschein traf. Essen 1993.
  • Matthias Kropp: Deutschlands große Fußballmannschaften: Karlsruher SC. 1998.

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Quelle