Ildefons Bollinger (1929-2026) Kirchenmusikdirektor: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 11. April 2026, 23:50 Uhr

Ildefons Bollinger (* 29. September 1929; † 23. März 2026 in Herne) war ein deutscher Kirchenmusiker, Pädagoge und Organist. Er studierte Schul- und Kirchenmusik in Mainz. Vielen Hernern wurde er als Musiklehrer am Pestalozzi-Gymnasium bekannt.

Ildefons Bollinger
Bollinger Ildefons 1929-2026.jpeg
Bollinger Ildefons 1929-2026.jpeg
Geboren am: 29. September 1929
Gestorben am: 23. März 2026
Gestorben in: Herne
Friedhof: Kath. Friedhof St. Dionysius (St. Peter und Paul)
Beruf: Kirchenmusiker, Pädagoge und Organist
Titel: Diözesan-Kirchenmusikdrektor
Letzte Adresse: Kirchstraße 25
Letzte Änderung: 11.04.2026
Geändert von: Andreas Janik


Leben und Wirken

Ildefons Bollinger war ein Herner Kirchenmusiker, Pädagoge und Komponist. Nach seinem Studium der Schul- und Kirchenmusik in Mainz trat er 1953 die Stelle als Organist und Kantor an der Gemeinde St. Peter und Paul in Herne-Börnig an. Dort wirkte er bis 1982 als Kantor und Chorleiter und leitete unter anderem den Pfarr-Cäcilienchor.

Bollinger 1960 an der neuen Orgel von St. Peter und Paul. Rechts: Orgelbauer Stockmann.

Er war maßgeblich an der Disposition der 1960 neu angeschafften Stockmann-Orgel beteiligt sowie an deren späterer Umsetzung in den nördlichen Kreuzarm der Kirche. Darüber hinaus war er viele Jahre als Dekanatskirchenmusiker und Regionalkirchenmusiker im Bezirk Ruhrgebiet West tätig.

Bollinger war zudem als Musiklehrer am Pestalozzi-Gymnasium in Herne tätig und prägte über Jahrzehnte das kirchenmusikalische Leben der Stadt.

Mainz

1982 folgte Bollinger einem Ruf des Bistums Mainz und übernahm die Leitung des 1947 gegründeten Instituts für Kirchenmusik (IfK). In dieser Funktion war er bis zu seinem Ruhestand tätig und verantwortete die kirchenmusikalische Arbeit im Bistum.

Als Diözesankirchenmusikdirektor engagierte er sich besonders für die Umsetzung der Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils. Ein zentrales Anliegen war ihm die aktive Beteiligung der Gemeinde an der Liturgie durch Gesang und Musik.

Von 1985 bis 1997 war er Mitglied der „Arbeitsgemeinschaft für ökumenisches Liedgut“.[1] In diesem Zusammenhang wirkte er auch an der Entwicklung kirchenmusikalischer Literatur mit und schrieb unter anderem Orgel-Sätze für das Orgelbuch zum früheren Gesangbuch „Gotteslob“.

Nach seinem Eintritt in den Ruhestand kehrte Bollinger in seine Wahlheimat Herne, insbesondere in den Stadtteil Sodingen-Börnig, zurück. Auch im Ruhestand blieb er musikalisch aktiv und übernahm bis ins hohe Alter Orgelvertretungen im Dekanat Herne und darüber hinaus.

Er verstarb im März im Alter von 96 Jahren. Die katholische Gemeinde in Herne würdigte sein langjähriges Engagement für die Kirchenmusik in dankbarer Erinnerung. Das Requiem fand am 11. April in der Kirche St. Peter und Paul statt.

Werke (Auswahl)

  • 1984: Nun jauchzt dem Herrn, alle Welt (Psalm 100), vertreten im EG 288, GL 144 und EG 2028, Nr. 122

Bollinger war verheiratet und hatte drei Kinder.

Mit 73 Jahren Mitgliedschaft war er das am längsten angehörige Mitglied der CDU in Herne.

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Quelle

Textquelle: https://www.st-dionysius-herne.de

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