Bahnhofstraße 81: Unterschied zwischen den Versionen
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[[Datei:Bahnhofstraße-81-um-1914-KI.jpg|left|450px|Die Bahnhofstraße kurz nach 1913]] |
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[[Datei:HA-Bahnhofstraße 81.jpg|left|Anzeige von 1913]] |
[[Datei:HA-Bahnhofstraße 81.jpg|left|Anzeige von 1913]] |
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Die Besiedlung des Gebiets an der damals neuen Landstraße, der heutigen Bahnhofstraße, in Herne begann nach 1840. Das erste bebaute Grundstück befand sich an der nördlichen Ecke der Poststraße. Dieses Areal gehörte ursprünglich zur Flur "[[In der Koppenburg]]", die sich östlich der alten Landstraße von der Straße [[Im Dülskamp]] bis zur [[Dornstraße]] erstreckte und im Besitz des Hauses Strünkede war. |
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Im Jahre [[1811]] fiel es der Zwangsversteigerung zum Opfer und wurde (eingeteilt in die Parzellen 1-13) von einer Reihe Herner Kötter angekauft.<br> |
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Die Parzelle 13 (2 Morgen 113 Ruten 50 Fuß groß) erwarb der Landwirt Joh. Henr. Gruthoff gt. Vortmann<ref>1779-1847</ref> für 2500 Taler. Später ging sie in den Besitz des Landwirts Friedr. Wilh. Cremer<ref>(1789-1874) Verheiratet mit der Tochter des Vorbesitzers A.M.C. Vortmann (1804-1859)</ref> über. [[1877]] gehörte das Grundstück seinem Sohne, dem Arzte Dr. med Ludwig Cremer<ref>1833-?</ref>. Bebaut war es mit zwei Häusern. Das eine lag da, wo sich heute neben Cafe Stracke der große Geschäfts= und Wohnhausbau (früher Schreiber & Cie.) erhebt, das zweite an der [[Poststraße|Grabenstraße]] und zwar so, dass die Cafeecke ein freier Hofraum blieb.<br> |
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| ⚫ | Das erste Haus Bahnhofstraße 81 |
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Im Jahr 1811 wurde die Koppenburg zwangsversteigert und in 13 Parzellen aufgeteilt. Diese Parzellen wurden von einer Reihe Herner Kötter erworben. Die Parzelle 13, die 2 Morgen, 113 Ruten und 50 Fuß umfasste, wurde vom Landwirt Joh. Henr. Gruthoff gt. Vortmann für 2500 Taler erworben. Später ging sie in den Besitz des Landwirts [[Friedrich Cremer (1836-1920)|Friedr. Wilh. Cremer]] über. Im Jahr 1877 gehörte das Grundstück seinem Sohn, dem Arzt Dr. med. Ludwig Cremer. Es war zu dieser Zeit mit zwei Häusern bebaut: eines an der Stelle des heutigen großen Geschäfts- und Wohnhausbaus neben Cafe Stracke (ehemals Schreiber & Cie.) und das zweite an der Grabenstraße, wobei die heutige Cafeecke ein freier Hofraum blieb. |
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Soweit [[Leo Reiners]] Geschichte des Ortes. |
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| ⚫ | Das erste Haus an der Bahnhofstraße 81 wurde 1893 vom Händler (später Wirt) Heinrich Leushacke erworben. 1899 ging es in den Besitz des Auktionators Friedrich Köster und des Landwirts Karl Schulte-Nölle über. Im Jahr 1912 wurde der Architekt [[Heinrich Dickhoff]] Eigentümer. Dieser errichtete im selben Jahr den heutigen großen Geschäfts- und Wohnhausbau. Das Haus gehörte später seiner Witwe.<ref>Quelle: Leo Reiners: [[Aus der Geschichte der Bahnhofstraße V]]</ref> |
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=== Neubau 1912/1913 === |
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| ⚫ | Der Herner Anzeiger berichtete über den Neubau aus den Jahren 1912/1913: "Dieser im modernen Geschäftshausstil mit Anklängen an Barock an der unteren Bahnhofstraße von der Architektur- und Baufirma H. Dickhoff errichteten Neubau hat bei einer Höhe von etwa 18 m 24 m Frontlänge. Die Firma Schreiber & Co., deren Geschäftsräume in den Neubau eine Fläche von 1600 m² bedecken wird, [...] Die Schaufenster werden durch eine moderne, großstädtische Innenbeleuchtung von etwa 20 000 M.K. beleuchtet."<ref>Herner Anzeiger vom 22. Februar 1913. [https://zeitpunkt.nrw/ulbms/periodical/zoom/20295025 Online auf Zeitpunkt.nrw]</ref> |
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Aktuelle Version vom 19. Februar 2026, 09:35 Uhr
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Die Besiedlung des Gebiets an der damals neuen Landstraße, der heutigen Bahnhofstraße, in Herne begann nach 1840. Das erste bebaute Grundstück befand sich an der nördlichen Ecke der Poststraße. Dieses Areal gehörte ursprünglich zur Flur "In der Koppenburg", die sich östlich der alten Landstraße von der Straße Im Dülskamp bis zur Dornstraße erstreckte und im Besitz des Hauses Strünkede war.
Im Jahr 1811 wurde die Koppenburg zwangsversteigert und in 13 Parzellen aufgeteilt. Diese Parzellen wurden von einer Reihe Herner Kötter erworben. Die Parzelle 13, die 2 Morgen, 113 Ruten und 50 Fuß umfasste, wurde vom Landwirt Joh. Henr. Gruthoff gt. Vortmann für 2500 Taler erworben. Später ging sie in den Besitz des Landwirts Friedr. Wilh. Cremer über. Im Jahr 1877 gehörte das Grundstück seinem Sohn, dem Arzt Dr. med. Ludwig Cremer. Es war zu dieser Zeit mit zwei Häusern bebaut: eines an der Stelle des heutigen großen Geschäfts- und Wohnhausbaus neben Cafe Stracke (ehemals Schreiber & Cie.) und das zweite an der Grabenstraße, wobei die heutige Cafeecke ein freier Hofraum blieb.
Das erste Haus an der Bahnhofstraße 81 wurde 1893 vom Händler (später Wirt) Heinrich Leushacke erworben. 1899 ging es in den Besitz des Auktionators Friedrich Köster und des Landwirts Karl Schulte-Nölle über. Im Jahr 1912 wurde der Architekt Heinrich Dickhoff Eigentümer. Dieser errichtete im selben Jahr den heutigen großen Geschäfts- und Wohnhausbau. Das Haus gehörte später seiner Witwe.[1]
Neubau 1912/1913
Der Herner Anzeiger berichtete über den Neubau aus den Jahren 1912/1913: "Dieser im modernen Geschäftshausstil mit Anklängen an Barock an der unteren Bahnhofstraße von der Architektur- und Baufirma H. Dickhoff errichteten Neubau hat bei einer Höhe von etwa 18 m 24 m Frontlänge. Die Firma Schreiber & Co., deren Geschäftsräume in den Neubau eine Fläche von 1600 m² bedecken wird, [...] Die Schaufenster werden durch eine moderne, großstädtische Innenbeleuchtung von etwa 20 000 M.K. beleuchtet."[2]
Verwandte Artikel
- Bahnhofstraße (← Links)
- Aus der Geschichte der Bahnhofstraße V (← Links)
- Aus der Geschichte von Herne-Mitte / Die Grabenstraße (← Links)
Einzelnachweis
Verwandte Artikel
- Bahnhofstraße (← Links)
- Aus der Geschichte der Bahnhofstraße V (← Links)
- Aus der Geschichte von Herne-Mitte / Die Grabenstraße (← Links)
Einzelnachweise
- ↑ Quelle: Leo Reiners: Aus der Geschichte der Bahnhofstraße V
- ↑ Herner Anzeiger vom 22. Februar 1913. Online auf Zeitpunkt.nrw

