August Schuster (1887-1944) Widerstandskämpfer
Carl August Schuster (1. April 1887, Herne; † 22. Dezember 1944, Butzbach) war Bergmann, Kommunalpolitiker der Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) und eine führende Persönlichkeit des kommunistischen Widerstands in Herne gegen den Nationalsozialismus.[1]
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Erinnerung
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| Ehret die Opfer Benennt die Täter Nie wieder Faschismus Nie wieder Krieg |
Herkunft und Beruf
August Schuster wurde am 1. April 1887 auf der Vödestraße in Herne geboren. Nach dem Besuch der Volksschule erlernte er den Beruf des Bergmanns. Er arbeitete zunächst auf der Zeche Constantin 4/5, später als Hauer auf der Zeche Shamrock 1/2.
Neben seiner beruflichen und politischen Tätigkeit war Schuster ein naturverbundener Mensch und begeisterter Hobby-Ornithologe. Besonders seiner Tochter Erna vermittelte er Kenntnisse über Vogelarten und ahmte Vogelstimmen nach.
Verheiratet war er mit Wilhelmine Schuster die gleichrangig neben ihm als Widerstandskämpferin aktiv wurde und ebenfalls als Verfolgte starb.
Politisches Wirken in der Weimarer Republik
1924 trat Schuster der KPD bei und wurde noch im selben Jahr in das Herner Stadtparlament gewählt. Innerhalb der Partei engagierte er sich unter anderem als Bezirkskassierer. 1929 wählten ihn seine Arbeitskollegen in den Betriebsrat der Zeche Shamrock 1/2.
Sein politisches Engagement war geprägt von den sozialen Erfahrungen der Arbeiterschaft im Ruhrgebiet, den Folgen des Ersten Weltkriegs und der gescheiterten Novemberrevolution.
Illegaler Widerstand nach 1933
Nach der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 wurde Schuster als Betriebsrat fristlos entlassen. Trotz drohender Repression setzte er seine politische Arbeit im Untergrund fort.
Im September 1933 ernannte ihn die Bezirksleitung Ruhrgebiet der KPD zum Leiter des illegalen Unterbezirks Herne. In einer späteren Anklageschrift wurde er als das „geistige Haupt der illegalen Tätigkeit in Herne“ bezeichnet. Er organisierte ein Netzwerk, das über Herne und Wanne-Eickel hinausreichte, koordinierte geheime Treffen, verteilte illegale Schriften und hielt Kontakt zur Bezirksleitung in Duisburg.
Verhaftung, Prozess und Tod
Ende 1934 wurde die Widerstandsgruppe aufgedeckt. Im Mai 1935 verurteilte das Oberlandesgericht Hamm August Schuster im Rahmen eines Massenprozesses wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zu 15 Jahren Zuchthaus.
Nach jahrelanger Haft in verschiedenen Gefängnissen starb er am 22. Dezember 1944 im Zuchthaus Butzbach unter ungeklärten Umständen – neun Jahre nach seiner Verurteilung.
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Quelle
- ↑ Quelle: DGB Geschichtswerkstatt (Norbert Arndt) - Flyer zur Stolpersteinverlegung 21. Februar 2026

