Bergmannssprache G

Die Bergmannssprache ist eine berufsgruppenspezifische Fachsprache im Bergbau. Hier die Liste der Begriffe mit G.

Gedinge

Gedinge ist eine typische Leistungsentlohnung im Bergbau (eine Art ausgehandelte Akkordarbeit) oder in der Landwirtschaft. In einigen Branchen wird auch heute noch nach dem Prinzip des Gedingelohns bezahlt. So hat noch am 25. Februar 2010 das Bundesarbeitsgericht die Weitergeltung der Gedingerichtlinien im Bereich der SR 2 a des Abschnitts A der Anlage 2 MTArb (Gedingerichtlinien) vom 1. April 1964 bestätigt. (BAG, 25. Februar 2010, Az. 6 AZR 838/08)

Allgemein geht es hier um den Gegensatz von Entlohnung für Zeit oder für Leistung. Bei Entlohnung für Zeit ist über die Arbeitsleistung nichts gesagt (das gilt auch für die Akkordarbeit, die ja meist nicht Teil des Arbeitsvertrages ist), die Arbeitskraft steht frei zur Verfügung. Das ist beim Gedinge nicht der Fall, welches die Leistung genau festlegt.


Geleucht

Bergmännische Lampe. Vom Bergmann mitgeführte Grubenlampen, z. B. Frosch (sehr alt), Bombe, Wetter-, Karbid- oder Kopflampen.

Generaldruck

Grundsätzlicher Bergdruck oder Gebirgsdruck; der bergmännische Streckenausbau in Holz (ab den 1950er Jahren in Stahl) musste dem Bergdruck widerstehen. [1]

Gezähe

Bergmännisches Werkzeug[2]

Glückauf

Auch Glück Auf. Ab 1650 gebräuchlicher Bergmannsgruß; Bedeutung: Mögen sich die Gänge auftun und nicht schließen; im Tiefbau: Eine gute Grubenfahrt und eine gute Rückkehr. [1]

Lesen Sie auch

Quellen