Urkunde 1449 Januar 3
Urkundentext
Lesefassung (Kürzungen aufgelöst, Interpunktion normalisiert)
Johannes, miseratione divina sancti Angeli sacrosanctae Romanae ecclesiae diaconus, cardinalis, in Germania et nonnullis aliis partibus apostolicae sedis de latere legatus specialiter deputatus, dilecto nobis in Christo Theoderico de Fickel, armigero Coloniensis dioecesis, salutem in Domino sempiternam. Sincerae devotionis affectus, quem ad Romanam geris ecclesiam, exposcit, ut petitionibus tuis, illis praesertim quas ex devotionis fervore prodire conspicimus, quantum cum Deo possumus favorabiliter annuamus. Hinc est quod nos, devotis tuis supplicationibus inclinati, ut liceat tibi habere altare portabile, cum debitis reverentia et honore, super quo in castro tuo Krangh(e) nuncupato in capella ad hoc specialiter deputata, alibi etiam in capellis, per proprium vel alium sacerdotem idoneum missas et alia divina officia, sine iuris alieni praeiudicio, in tua, uxoris et liberorum familiarumque tuorum domesticorum ac aliorum a casu supervenientium ibidem praesentia possis facere celebrari, legationis qua fungimur auctoritate in hac parte devotioni tuae praesentium tenore de speciali dono gratiae indulgemus. In quorum omnium et singulorum fidem et testimonium praemissorum praesentes literas per secretarium nostrum infrascriptum subscriptas exinde fieri nostrique oblongi sigilli iussimus et fecimus appensione communiri. Datum Coloniae sub anno a nativitate Domini …
Übersetzung
Johannes, durch göttliches Erbarmen Diakon von Sant’Angelo der hochheiligen römischen Kirche, Kardinal, in Deutschland und einigen anderen Gebieten eigens bestellter Legat „de latere“ des Apostolischen Stuhles, dem uns in Christus lieben Dietrich von Fickel [Eickel], Knappe der Kölner Diözese, ewiges Heil im Herrn. Die aufrichtige Frömmigkeit, die du gegenüber der römischen Kirche hegst, verlangt, dass wir deinen Bitten – zumal denjenigen, die, wie wir sehen, aus dem Eifer der Andacht hervorgehen – so weit wir es vor Gott vermögen, wohlwollend willfahren. Daher gewähren wir, deinen frommen Bitten geneigt, kraft der Legatengewalt, die wir ausüben, deiner Frömmigkeit in dieser Sache durch den Inhalt dieses Schreibens als besonderes Gnadengeschenk, dass du einen Tragaltar haben darfst und auf ihm – mit gebührender Ehrfurcht und Ehre – auf deiner Burg, Crange genannt, in der eigens dazu bestimmten Kapelle, ebenso auch anderswo in Kapellen, durch deinen eigenen oder einen anderen geeigneten Priester Messen und andere Gottesdienste feiern lassen kannst, ohne Beeinträchtigung fremden Rechts, in Gegenwart deiner selbst, deiner Ehefrau, deiner Kinder und deiner Angehörigen und Hausgenossen sowie anderer, die zufällig dort hinzukommen. Zur Beglaubigung und zum Zeugnis alles Vorstehenden – eines jeden einzelnen davon – haben wir gegenwärtiges Schreiben durch unseren unten genannten Sekretär unterzeichnen und ausfertigen lassen und es mit dem Anhängen unseres länglichen Siegels bekräftigt. Gegeben zu Köln, im Jahre nach der Geburt des Herrn …
Siehe auch
- An der Cranger Kirche (← Links)
- 3. Januar (← Links)
- Cranger Kirmes Eröffnung (← Links)
- Cranger Kirmes – Die wievielte eigentlich? (← Links)
Quelle
- LWL-Archivamt für Westfalen, Ahausen, Urkunden, Nr. 185 http://www.westfaelische-geschichte.de/que31283
<references group="Anm.">
