Stadt- und Wirtschaftschronik Eickel 2026
Stadt- und Wirtschaftschronik Eickel bezeichnet ein seit 2026 öffentlich zugängliches Informationssystem zur Geschichte und wirtschaftlichen Entwicklung des Herner Stadtteils Eickel. Die Chronik befindet sich im Innenhof des Eickel-Centers und verbindet die Darstellung der Ortsgeschichte mit Informationen über Unternehmen und Einrichtungen aus Eickel und der näheren Umgebung.
Entstehung
Das Projekt wurde von der Wuppertaler Firma Trend Media City Line, einem Geschäftsbereich der TREND Service GmbH, initiiert und gemeinsam mit dem Stadtbezirk Eickel, der Gesellschaft für Heimatkunde Wanne-Eickel e. V. sowie örtlichen Unternehmen umgesetzt.
Die ersten Planungen wurden von dem damaligen Bezirksbürgermeister Adi Plickert unterstützt. An der inhaltlichen und historischen Begleitung war unter anderem Joachim Wittkowski von der Gesellschaft für Heimatkunde Wanne-Eickel beteiligt. Später begleitete auch der Bezirksbürgermeister Ulrich Syberg das Projekt.
Im Januar 2026 wurde öffentlich für die Beteiligung von Unternehmen geworben. Unternehmen verschiedener Branchen erhielten die Möglichkeit, sich innerhalb der Chronik zu präsentieren und damit zugleich ihre Verbundenheit mit dem Stadtteil darzustellen.
Präsentation
Die Chronik ist in einem Schaukastensystem im Innenhof des Eickel-Centers untergebracht. Die Tafeln behandeln unterschiedliche Aspekte der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Stadtteils.
Neben historischen Informationen enthält die Präsentation Beiträge zur örtlichen Wirtschaft. Rund 35 Unternehmen beteiligten sich an der Umsetzung des Projekts.
Die zentrale Lage im Eickel-Center ermöglicht einen öffentlichen Zugang zu den Informationen. Die Chronik ist als analoges Informationsangebot konzipiert und ergänzt damit die zunehmend digital vermittelte Darstellung lokaler Geschichte.
Inhalt und Zielsetzung
Die Stadt- und Wirtschaftschronik verfolgt zwei miteinander verbundene Ziele. Einerseits soll die historische Entwicklung Eickels dargestellt und dauerhaft im öffentlichen Raum vermittelt werden. Andererseits soll auf die Bedeutung der örtlichen Unternehmen für die Entwicklung des Stadtteils aufmerksam gemacht werden.
Damit verbindet das Projekt Ortsgeschichte und Wirtschaftsgeschichte. Die beteiligten Unternehmen werden nicht ausschließlich als Werbeträger dargestellt, sondern als Teil der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung des Stadtteils.
Die Initiatoren verstehen die Chronik zugleich als Beitrag zur lokalen Identifikation und zur Bewahrung von Wissen über Eickel. Die Tafeln sollen sowohl Einwohnern als auch Besuchern einen niedrigschwelligen Zugang zur Geschichte des Stadtteils ermöglichen.
Beteiligte
An der Realisierung waren unter anderem 35 Institutionen und Personengruppen beteiligt.
Umsetzung durch Trend Media City Line
Die technische und organisatorische Umsetzung übernahm Trend Media City Line, ein Geschäftsbereich der TREND Service GmbH mit Sitz in Wuppertal. Das Unternehmen entwickelt und betreut analoge Stadt- und Wirtschaftschroniken, die in Zusammenarbeit mit Kommunen, Heimatvereinen und örtlichen Unternehmen entstehen.
Das Konzept sieht vor, historische Informationen mit aktuellen Darstellungen des Wirtschaftsstandortes zu verbinden. Die Präsentationssysteme können nach Angaben des Unternehmens in regelmäßigen Abständen aktualisiert beziehungsweise durch neue Chroniken ersetzt werden.
Eröffnung und öffentliche Wahrnehmung
Die Chronik wurde 2026 im Innenhof des Eickel-Centers öffentlich zugänglich gemacht. Vertreter der beteiligten Unternehmen sowie Vertreter aus Politik und Stadtgesellschaft nahmen an der Präsentation teil.
Mit der Aufstellung der Tafeln entstand ein zusätzlicher öffentlicher Informationspunkt im Zentrum Eickels. Neben der Vermittlung historischer Inhalte dient die Anlage auch der Darstellung der beteiligten Unternehmen und ihrer lokalen Verbundenheit.
Bedeutung
Die Stadt- und Wirtschaftschronik Eickel stellt ein Beispiel für eine Verbindung von lokaler Geschichtsvermittlung und Wirtschaftspräsentation im öffentlichen Raum dar. Während historische Informationen traditionell vor allem in Archiven, Museen, Publikationen oder digitalen Angeboten vermittelt werden, erfolgt die Präsentation der Chronik unmittelbar im Alltag des Stadtteils.
Durch die Verbindung von historischen Themen mit aktuellen Informationen über Unternehmen entsteht eine Darstellung, in der Vergangenheit und Gegenwart des Stadtteils gemeinsam betrachtet werden.
Literatur und Quellen
- Geschichte von Eickel wird präsentiert – Dabei werden Unternehmen gesucht, die sich beteiligen wollen. Veröffentlichung vom 7. Januar 2026.
- Schaukästen am Eickel-Center präsentieren Geschichte und Gegenwart – Neue Stadt- und Wirtschaftschronik enthüllt. Veröffentlichung zur Fertigstellung der Chronik, 2026.
- TREND Service GmbH / Trend Media City Line: Informationen zur Stadt- und Wirtschaftschronik.

