Kriegsgefangenen-Denkmal im Stadtgarten Herne

Aus Hist. Verein Herne / Wanne-Eickel e. V.
Kriegsgefangenen-Denkmal
HerneMitte
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StadtbezirkOrtsteil


Erste Aufstellung

Vom 21. bis 24. Juli 1928 fand in Herne der Bundestag der Vereinigung ehemaliger Kriegsgefangener aus dem gesamten Deutschen Reich statt. Das Ehrenprotektorat übernahm Reichstagspräsident Paul Löbe, Protektor war Oberbürgermeister Täger.

Die Tagung wurde am 21. Juli mit einer Begrüßungsfeier im Hotel Schmitz eröffnet. Höhepunkt der Veranstaltung war am 22. Juli die feierliche Enthüllung eines von der Vereinigung ehemaliger Kriegsgefangener in Herne gestifteten Denkmals im Stadtgarten für die „in Gefangenschaft gestorbenen Kriegsgefangenen aller Nationen“. Die Weiherede hielt Bürgermeister Meyerhoff.

Das Denkmal besteht aus einem großen Findling aus dem Harz mit einer ersten Bronzetafel nach einem Entwurf des Herner Bildhauers Karl Rings. Es sollte an die nicht aus der Kriegsgefangenschaft zurückgekehrten Soldaten erinnern und wurde vor dem waldigen Hintergrund des Stadtgartens als würdige Gedenkstätte gestaltet.

Die erste Inschrift, unter dem Zeichen des VEK lautete:

ZUM GEDENKEN
DER IN FREMDER
ERDE RUHENDEN
KRIEGSGEFANGENEN

Die Tafel wurde vermtl. in den 1940er Jahren als Metallspende eingeschmolzen.

Erneute Aufstellung

Dieser alte Stein wurde am 12. Juli 1953 erneut enthüllt. Seine neue Inschrift auf einer Bronzetafel lautet:

WIR
VERGESSEN
EUCH

NICHT!

Er wurde vom Verband der Heimkehrer, Kriegsgefangenen und Vermissten-Angehörigen, Kreisverband Herne, ebenfalls zur Erinnerung aller in der Kriegsgefangenschaft Verstorbenen, der Vermissten und der noch in Kriegsgefangenschaft lebenden Menschen errichtet.

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Quellen

  • ...bey den spätesten Nachkommen in beständig gutem Andenken zu erhalten..."-Denkmäler in Herne und Wanne-Eickel, Manfred Hildebrandt. In: Der Emscherbrücher Band 14 (2008/09), Seiten 57 bis 77, herausgegeben von der Gesellschaft für Heimatkunde Wanne-Eickel e. V., Herne 2008