Friedhof Auf der Wilbe - Röhlinghausen

Aus Hist. Verein Herne / Wanne-Eickel e. V.

Der Friedhof Friedhof Auf der Wilbe (Ev. Kirchengemeinde Wanne-Eickel) befindet sich im Herner Stadtteil Röhlinghausen an der Straße „Auf der Wilbe“ (Hausnummern 37–39). Röhlinghausen liegt im südwestlichen Teil Hernes, unmittelbar an den Stadtgrenzen zu Bochum und Gelsenkirchen. Der Stadtteil wurde historisch stark durch den Bergbau geprägt, insbesondere durch die ehemaligen Zechen Pluto und Königsgrube.
Der Friedhof umfasst rund 2,1 Hektar und bietet etwa 3.400 Grabstätten. Aufgrund seiner vergleichsweise kompakten Größe gilt er als ortsnaher Friedhof mit kurzen Wegen. Heute gehören neben klassischen Erdgräbern auch Urnenfelder und mehrere Kolumbarien zur Anlage.

Ev. Friedhof "Auf der Wilbe"
Friedhof "Auf der Wilbe" im Februar 2017
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Geschichte

Die Entstehung des Friedhofs ist eng mit der Entwicklung der evangelischen Kirchengemeinde Röhlinghausen verbunden. Bis 1895 gehörten die evangelischen Einwohner des Ortes zur Kirchengemeinde Eickel. Nachdem sich Röhlinghausen als eigenständige Gemeinde etabliert hatte, wurde auch ein eigener Friedhof benötigt. Die selbstständige evangelische Kirchengemeinde wurde zum 1. September 1895 genehmigt.

Bereits im April 1896 wurde der evangelische Friedhof an der damaligen Schulstraße – der heutigen Straße „Auf der Wilbe“ – eingeweiht. Mit der ersten Beisetzung begann seine Nutzung als Begräbnisstätte für die wachsende Bergarbeitergemeinde Röhlinghausen.

Der Friedhof spiegelt bis heute die Geschichte des Stadtteils wider. Viele Familiengräber erinnern an die Zeit des industriellen Aufschwungs und des Bergbaus. Auf dem Gelände befinden sich außerdem Kriegsgräber; laut Volksbund ruhen dort zwölf deutsche Kriegstote des Zweiten Weltkriegs.

Heutiges Erscheinungsbild

In den letzten Jahrzehnten wurde die Anlage modernisiert. Die Trauerhalle wurde renoviert, und aufgrund der steigenden Nachfrage nach pflegefreien Bestattungsformen entstanden mehrere Kolumbarien. 2021 wurden zusätzliche Urnenkammern geschaffen.

Historische Einordnung

Der Friedhof ist einer der ältesten noch genutzten konfessionellen Friedhöfe im heutigen Herner Stadtgebiet. Er entstand in einer Zeit, als Röhlinghausen durch den Bergbau stark wuchs und eigene kirchliche Einrichtungen aufbaute. Damit ist er nicht nur Begräbnisstätte, sondern auch ein wichtiges Zeugnis der Ortsgeschichte und der Entwicklung Röhlinghausens von einem Dorf zu einem industriell geprägten Stadtteil des Ruhrgebiets.

Denkmale

Kriegsgräber

  • 2 deutsche Soldaten aus dem 2. Weltkrieg
  • 5 männliche Zivilpersonen aus dem 2. Weltkrieg
  • 2 weibliche Zivilpersonen aus dem 2. Weltkrieg
  • 3 Kinder aus dem 2. Weltkrieg


Weblinks

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Quellen