Brückenanlage am Stennert

Aus Hist. Verein Herne / Wanne-Eickel e. V.
Denkmalplakette NRW
Brückenanlage Auf dem Stennert
Bild: Andreas Janik im Oktober 2026
Herne-SodingenSodingen
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StadtbezirkOrtsteil

Umbau des Ostbachs und neue Brückenanlage am Stennert

Naturnahe Umgestaltung des Ostbachs

Der Ostbach ist ein Gewässer, dessen Verlauf durch die Stadtentwicklung und den Ausbau der Entwässerung über lange Zeit verändert wurde. Er entspringt in Bochum-Hiltrop und vereinigt sich an der Stadtgrenze zu Herne mit dem Mühlenbach. Im Herner Stadtgebiet verlief er über längere Abschnitte offen, während er im Bereich der Innenstadt in einen unterirdischen Mischwasserkanal geleitet wurde.

Im Rahmen des Umbaus des Emschersystems wurde der Ostbach ökologisch aufgewertet und teilweise auf eine neue Trasse verlegt. Ziel war es, den Bachlauf naturnäher zu gestalten, die ökologische Durchgängigkeit zu verbessern und Regenwasser und Schmutzwasser voneinander zu trennen. Seit 2023 mündet der Ostbach in den Sodinger Bach. [1]

Der neue Bachlauf im Bereich Auf dem Stennert

Der neue Ostbach am Stennert im Oktober 2026

Ein weiterer Abschnitt der Umgestaltung betrifft den Ostbach im Bereich zwischen Gysenbergstraße, Sodinger Straße und Auf dem Stennert. Hier wurde ein neuer, naturnaher Gewässerverlauf angelegt, der stärker geschwungen durch die angrenzende Parkanlage führt. Durch die längere Lauflänge konnten zuvor notwendige Absturzbauwerke entfallen. Flachere Uferbereiche sollen den Bach besser in die Grünanlage einbinden und ihn als Naturraum erlebbar machen.

Zum Projekt gehörten außerdem die Entsiegelung von Wegeflächen, die Modellierung des Geländes und die Anlage neuer Ufer- und Auenstrukturen. Nach Angaben des Regionalverbands Ruhr wurden für die ökologische Aufwertung unter anderem rund 670 Quadratmeter Asphaltfläche zurückgebaut. [2]

Die Brückenanlage an der Straße Auf dem Stennert

Mit der Verlegung des Ostbachs wurde auch die bisherige Straßenbrücke Auf dem Stennert entbehrlich. Das Bauwerk stammte aus dem Jahr 1930 und befand sich in einem Zustand, der in der kommunalen Brückenübersicht als problematisch beschrieben wurde.

Die neue Gewässerführung erforderte eine angepasste Querung im Bereich der Straße Auf dem Stennert. Ein neuer Durchlass wurde bereits im Zusammenhang mit der Umlegung des Bachlaufs hergestellt. Damit konnte die Straßenquerung an den veränderten Verlauf des Gewässers angepasst werden. Die bisherige Brücke sollte anschließend außer Betrieb genommen werden. [3]

Die neue Querung ist damit Teil einer umfassenderen Umgestaltung des Gewässerraums. Die Maßnahme verbindet die wasserbaulichen Erfordernisse mit dem Ziel, den Ostbach ökologisch aufzuwerten und die angrenzenden Grünflächen neu zu gestalten.

DIe Farbgebung mit den bekannten Regenbogenfarben wertete die Brückenanlage besonders auf.

Bedeutung der Baumaßnahme

Der Umbau am Stennert zeigt, dass die Renaturierung eines Gewässers nicht allein die Gestaltung des Bachbetts betrifft. Auch Straßenquerungen, Wegeführungen und die angrenzenden Grünflächen müssen an den neuen Verlauf angepasst werden. Die Verlegung des Ostbachs schafft einen naturnäheren Gewässerraum und trägt zur ökologischen Aufwertung des Umfelds bei.

Der Ostbach ist damit ein Beispiel für den Wandel der städtischen Wasserwirtschaft in Herne: Aus einem teilweise kanalisierten und technisch stark veränderten Gewässer soll wieder ein stärker in die Landschaft eingebundener Bach werden.

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Quellen