Berta Schulz

Aus Hist. Verein Herne / Wanne-Eickel
Berta Schulz

Berta Schulz (geb. Rücker; geboren 7. Mai 1878 in Wetter (Ruhr); gestorben 21. Dezember 1950 in Berlebeck bei Detmold) war eine sozialdemokratische Politikerin.

Leben

Berta Schulz besuchte die Volksschule und war anschließend als Wäschearbeiterin und Plätterin tätig. Im Jahr 1898 heiratete sie und war danach Hausfrau. Sie lebte in Witten und seit 1920 in Herne. Im Jahr 1906 trat Berta Schulz der SPD bei und war in der sozialdemokratischen Frauenbewegung aktiv. Sie war von 1910 bis 1933 Vorsitzende der sozialdemokratischen Frauen im Unterbezirk Bochum.

Zwischen 1919 und 1920 war sie Mitglied der Stadtverordnetenversammlung in Witten und von 1924 bis 1932 in Herne. Daneben war Berta Schulz in vielfältigen Ausschüssen und Organisationen wie der Armen- und Schuldeputation und verschiedenen Wohlfahrtskommissionen aktiv. Unter anderem war sie von 1920 bis 1933 Vorsitzende der Arbeiterwohlfahrt in Herne und im Unterbezirk Bochum. In der SPD war sie von 1919 bis 1933 Mitglied des zentralen SPD-Parteiausschusses und der Bezirkskommission für den Wahlkreis Arnsberg beziehungsweise nach der Umbenennung Westfalen-Süd.

Bei der Wahl zur Nationalversammlung 1919 wurde Berta Schulz noch nicht gewählt. Als Nachrückerin wurde sie im Juni 1920 Reichstagsmitglied und seit der Reichstagswahl von 1920 gehörte sie mit einer kurzen Unterbrechung 1924 bis 1933 dem Reichstag an. Sie gehörte zu den Wahlsiegern bei der letzten "freien" Wahl 1933.[1]

Unmittelbar nach dem Beginn der nationalsozialistischen Herrschaft zog Berta Schulz nach Berlebeck bei Detmold.

Verheiratet war Sie mit Amandus Schulz (1. Mai 1875 - 12. Dezember 1952). Ihre Urnen sind auf dem Südfriedhof Feld 19-B Nr. 69 beigesetzt worden.

Im Jahr 2024 wird zum ersten Mal die neu geschaffene "Berta Schulz Medaille für Demokratie" vergeben. Empfänger ist das Bündnis Herne, dass sich für die Förderung der Demokratie und den Einsatz für eine solidarische Gesellschaft einsetzt.


Literatur

  • Martin Schumacher (Hrsg.): M.d.R. Die Reichstagsabgeordneten der Weimarer Republik in der Zeit des Nationalsozialismus. Politische Verfolgung, Emigration und Ausbürgerung, 1933–1945. Eine biographische Dokumentation. 3., erheblich erweiterte und überarbeitete Auflage. Droste, Düsseldorf 1994, ISBN: 3-7700-5183-1.

Weblinks

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Ursprungstext mit Autorenverzeichnis

Wikipedia: Berta Schulz, abgerufen am 4. März 2015

Quellen

  1. Vgl. Herner Anzeiger vom 17. März 1933. Online auf zeitpunkt.nrw