Ökopark Gysenberg im Bereich des ehemaligen Schachts 11 der Zeche Constantin
Der Ökopark Gysenberg liegt im Bereich des ehemaligen Schachts 11 der Zeche Vereinigte Constantin der Große und gehört dem RVR.
| |||||||||||||
Historischer Hintergrund
Der Schacht 11 der Zeche Vereinigte Constantin der Große wurde Anfang des 20. Jahrhunderts im heutigen Stadtteil Herne‑Constantin (Sodingen) errichtet. Er diente ursprünglich als Wetterschacht und war Bestandteil des umfangreichen Bergwerksverbundes, der bis 1967 in Betrieb war. 1931 wurde Schacht 11 stillgelegt, spätere untertägige Verbindungen zu benachbarten Schächten wie Mont Cenis dienten der Betriebsorganisation des Bergwerks.
Nach der Stilllegung des Bergwerks wurden die technischen Anlagen und Gebäude des Schachts vollständig abgeräumt.
Nachnutzung und Ökopark
Das ehemalige Zechengelände wurde im Rahmen von städtischen Umgestaltungsmaßnahmen in den Gysenbergpark integriert. Durch das RVR-Programm „Revierparks 2020“ unter der Überschrift „Natur und Tivoli“ erhebliche Mittel in den Herner Gysenbergpark investiert wurden, konnte auch dieser Bereich investiert werden. Heute befindet sich auf dem Gelände ein Ökopark, der ökologische Aufwertung, Naturerlebnis und Naherholung verbindet.
Zu den Maßnahmen zählen:
- Entsiegelung von Flächen an der sog. "Voss-Wiese" und Neupflanzungen zur Förderung der Biodiversität.
- Anlage von Obstbäumen (Apfel, Birne, Zwetschge) und Blühflächen.
- Naturlehrpfade und Insektenstationen zur ökologischen Bildung.
- Integration historischer Strukturen, wie ehemalige Bahntrassen, als Fuß- und Radwege.
Der Ökopark stellt heute eine Verbindung zwischen der industriellen Vergangenheit der Zeche und moderner ökologischer Landschaftsgestaltung dar. Er bietet den Bewohnern und Besuchern von Herne ein vielfältiges Angebot zur Naherholung, während die historische Lage des Schachts 11 durch Wegeführungen und landschaftliche Anordnungen noch erkennbar ist.

