Katholischer Friedhof St. Marien (St. Christophorus) Eickel

Aus Hist. Verein Herne / Wanne-Eickel
. Kath. Friedhof St. Marien Eickel
Denkmal-Unglück Pluto 1882-Andreas Janik 20170124.jpg
Bildinfo: Denkmal für die Opfer des Bergwerksunglück auf Pluto 1882
Letze Änderung: 06.05.2024
Geändert von: Andreas Janik
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Dieser Friedhof war der erste katholische Gottesacker in Eickel. Er liegt an der Herzogstraße (Süden), der Prälat-Schneider-Straße (Osten), der südlichen Bebauung des Tulpenweg (Norden) und dem St. Marienhospitals (Westen) und ist rd. 42 000 m2 groß.

Schon 1684 ist in den ältesten Kirchenbüchern der katholischen Gemeinde Eickel eine Beisetzung verzeichnet:

Anno 1684 2. Juny omnibus Eclesiae saeramentis pramunitus obiyt Conradus Pathoff wattensheidensis famulus Henrici  auf der Horst sepukltus in Caemeterio ad Ecclesiam novam.
Am 2. Juni 1684 starb, geschützt durch alle Eide der Kirche, Conradus Pathoff von Wattenscheid, ein Diener von Henrici auf der Horst, und wurde auf dem Neuen Kirchenfriedhof beigesetzt.
Lage vor 1813

Es ist demnach als gesichert anzunehmen, das zuvor die Verstorbenen der Gemeinde auf einen älteren Begräbnisplatz beigesetzt wurden. Zu vermuten ist dabei, das es der alte Friedhof um die damals luth. Johannes Kirche gewesen sein muss.

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In der ältesten Karte mit einer korrekten Abbildung der Wirklichkeit aus dem Jahre vor 1813 (Niemeyer) sehen wir einen kleinen Gottesacker um der kleinen Kapelle, der Vorläuferin der heutigen St. Marien Kirche an der Herzogstraße.[1]
Nach der Abpfarrung von Bochum und Errichtung der Pfarrei St. Marien zu Eickel wurde mit dem Bau der Kirche begonnen. Etwas weiter östlich an der Herzogstraße wurde der neue Kirchhof angelegt und belegt. Dieser älteste Friedhofteil beinhaltet heute die Grabfelder A, B, E und F. Die Felder C und D, sowie der westliche Felderbereich G, H, K L M und N kamen in den nächsten Jahrzehnten dazu.

Die Trauerhalle stammt aus dem Jahre 1986 und wurde vom Architekten Rainer Weyers aus Herne geplant.

Besondere Denkmäler

Priestergruft: Im Scheitelpunkt des alten Hauptganges befinden sich im Block E Grablegen der ehemaligen Pfarrgeistlichen der Gemeinde Eickel und weiterer Personen

Im Feld A gibt es eine Gedenkstätte für Ordensschwestern

Auf diesem Friedhof befinden sich Grabstätten von 31 Kriegsopfer aus dem Zweiten Weltkrieg in Streulage verteilt.[2]

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Denkmal für Opfer des Bergbauunglücks vom 8. Mai 1882

Am südlichen Ausgang im Feld A befindet sich ein Denkmal für die auf der Zeche Pluto am 8. Mai 1882 verunglückten 37 katholischen Bergleute.

Auferstandener Christus

Am nördlichen Ende der beiden Hauptwege befindet sich auf einer Mauer mit geschlossenen Pforte das Denkmal des auferstandenen Christus.

Weblinks

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Siehe auch

Quelle

  1. Landesarchiv NRW - Abt. Westfalen, Kartensammlung A 7760
  2. http://www.denkmalprojekt.org/