Wolfgang Becker (*1938) Oberbürgermeister: Unterschied zwischen den Versionen
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Wolfgang Becker (* 18. Januar 1938 in Wanne-Eickel, Deutschland) ist ein deutscher Politiker (SPD) und Pädagoge, der vor allem als Oberbürgermeister der Stadt Herne in Nordrhein-Westfalen bekannt wurde. Er prägte die kommunale Strukturpolitik der Stadt in den 1990er und frühen 2000er Jahren maßgeblich und engagierte sich danach langfristig in sozialen und partnerschaftlichen Initiativen.
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Frühes Leben und Ausbildung
Wolfgang Becker wurde am 18. Januar 1938 in Wanne-Eickel als Sohn eines evangelischen Bahnbeamten geboren. Nach dem Abitur am Gymnasium Eickel absolvierte er zunächst ein halbjähriges Praktikum bei der Maschinen- und Getriebefabrik Eickhoff in Bochum. Anschließend begann er ein Studium der Elektrotechnik in Hannover, wechselte aber nach einem Semester die Fachrichtung und studierte Evangelische Theologie und Germanistik an den Universitäten in Bonn und Münster, das er 1964 abschloss. Nach dem Referendariat an einer Realschule in Bochum-Langendreer trat Becker in den Schuldienst ein und war als Lehrer an der Realschule Crange tätig. Später wurde er Rektor der Realschule Strünkede in Herne-Baukau (1988).
Politische Laufbahn
Becker trat 1967 in die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) ein und begann seine kommunalpolitische Tätigkeit in den 1970er Jahren. Zwischen 1974 und 1984 war er Mitglied der Bezirksvertretung Eickel und danach Stadtverordneter im Rat der Stadt Herne. Von 1989 bis 1994 war er zudem Vorsitzender der SPD-Fraktion im Rat.
Oberbürgermeister der Stadt Herne
Am 3. November 1994 wurde Wolfgang Becker zum Oberbürgermeister der Stadt Herne gewählt. Er war der letzte ehrenamtliche Oberbürgermeister der Stadt. Nach einer Änderung der Gemeindeordnung in Nordrhein-Westfalen übernahm er ab dem 1. August 1995 zudem das Amt des ersten hauptamtlichen Oberbürgermeisters der Stadt Herne.
Während seiner Amtszeit setzte Becker die zuvor gestarteten Strukturreformen der Stadtverwaltung fort. Ziel seiner Politik war es, die kommunalen Betriebe effizienter und bürgernäher zu gestalten, die finanziellen Herausforderungen der Kommune zu bewältigen sowie durch die Ansiedlung neuer Einrichtungen und Betriebe in den Bereichen Kultur, Wissenschaft und Freizeit Arbeitsplätze zu schaffen und Herne als Wirtschaftsstandort attraktiver zu machen.
Becker war darüber hinaus in verschiedenen überregionalen Gremien aktiv – so gehörte er u. a. dem Vorstand des Städtetages Nordrhein-Westfalen, dem Kuratorium der Ruhr-Universität Bochum, dem Verwaltungsrat der Herner Sparkasse, dem Aufsichtsrat der Stadtwerke Herne AG und weiteren kommunalen Gesellschaften an.
Seine Amtszeit als Oberbürgermeister endete mit seinem Ruhestand am 12. Oktober 2004.
Engagement nach der politischen Karriere
Nach seinem Ausscheiden aus dem Amt des Oberbürgermeisters blieb Becker in der Stadtgesellschaft engagiert. Er war Mitbegründer der Herner Tafel, einer sozialen Initiative zur Unterstützung Bedürftiger, und leitete diese bis 2017. Zudem war er bis 2017 Vorsitzender des Partnerschaftsvereins der Stadt Herne, der den Austausch und die Beziehungen zu den Partnerstädten fördert.
Persönliches Leben
Wolfgang Becker ist verheiratet mit Marlis Becker geb. Rein. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor.
Fazit
Becker wird in der kommunalen Geschichte Hernes als ein Bürgermeister gewürdigt, der wesentliche Reformprozesse anstieß und die Stadt in schwierigen strukturellen und wirtschaftlichen Zeiten führte. Sein langfristiges Engagement im sozialen Bereich und der partnerschaftlichen Arbeit der Stadt nach seiner Amtszeit hat ihm zudem überregionale Anerkennung eingebracht.
Ehrungen
- 06.12.2003 in Schneeberg: Ehrenknappe des Bundes Deutscher Bergmanns-, Hütten und Knappenvereine
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