Zur-Nieden-Straße 1a/d (Straßenbahndepot/Seniorenresidenz): Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 2. Februar 2026, 22:57 Uhr

Zur-Nieden-Straße 1a/d
Bildinfo: Mit KI eingefärbte Postkarte aus den 1920er Jahren
Auch bekannt als: Straßenbahndepot Hordeler Straße /
Seniorenresidenz Curanum
Stadtbezirk: Eickel
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Letzte Änderung: 02.02.2026
Geändert von: Andreas Janik

Die Seniorenresidenz liegt an der Zur-Nieden-Straße mit der Front zur Hordeler Straße zu, fast gegenüber dem ev. Krankenhaus Eickel. Hier stand bis zum Abriss ein Depot der BOGESTRA.

Geschichte des Straßenbahndepots in Eickel

Das Straßenbahndepot in Eickel wurde ursprünglich im Jahr 1907 als Betriebshof für die Kommunale Straßenbahn-Gesellschaft Landkreis Gelsenkirchen errichtet. Diese Gesellschaft baute und betrieb um 1908 eine Linienverbindung von Baukau/Eickel über Hordel und Günnigfeld nach Wattenscheid–Höntrop; Mittelpunkt und Depot dieser Verbindung lag an der Hordeler Straße in Eickel.[1]

Das Depot wurde auf einem etwa 10 Morgen (ca. 2,5 ha) großen Gelände angelegt, das von der damaligen Gemeinde Eickel zur Verfügung gestellt wurde. Die Bauausführung übernahm die Wiesbadener Bauunternehmung Dyckerhoff & Widmann mit einer Eisenbeton-Konstruktion nach Vorbild einer Halle in Nürnberg-Fürth.[2]

Kurz nach der Eröffnung verkaufte die Kommunale Straßenbahn die Linie und das Depot an die Westfälische Straßenbahn GmbH – diese wiederum übernahm ab dem 1. Januar 1938 alle Vermögenswerte einschließlich Gleise, Wagen und Betriebseinrichtungen durch die Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG (Bogestra), nachdem sie schon zuvor Pächterin gewesen war.[3]

Unter Bogestra wurden Teile des Straßenbahnverkehrs eingestellt; insbesondere wurde die direkte Straßenbahnlinie nach Wattenscheid auf Busbetrieb (390) umgestellt, doch blieb der Depotstandort Eickel zunächst als Betriebs- und später als Omnibus-Betriebshof in Nutzung.[4] In der Nachkriegszeit wurde der Betrieb nach kriegsbedingten Einschränkungen wieder aufgenommen, die Halle und Strecken aber wieder instand gesetzt.[5]

Die Nutzung als Straßenbahn-/Omnibuswerkstatt und Betriebshof zog sich bei Bogestra bis in die späten 1970er Jahre hinein; danach wurde der Standort zunehmend obsolet, mehrere Jahre stand das Gebäude leer und verfiel langsam.[6] Schließlich wurde das Depot vollständig abgerissen, um Platz für eine neue Bauentwicklung zu schaffen. Die genaue Abrisszeit ist nicht detailliert dokumentiert, fällt aber vor 1997.

Seniorenresidenz Curanum Herne-Eickel

Auf dem früheren Gelände bzw. im direkten Umfeld des ehemaligen Betriebshofs entstand später die Seniorenresidenz Curanum Herne (auch bekannt als „Curanum Seniorenstift am Volksgarten“), eine moderne Pflege- und Wohnanlage für Senioren.[7]

Sie bietet ein breites Spektrum an Wohn- und Pflegeformen, darunter stationäre Pflege, betreutes Wohnen sowie ambulante Versorgung.[8]

Die Residenz befindet sich in einer ruhigen, grünen Lage direkt am Volksgarten, mit Spazierwegen und Erholungsflächen, und ist gut an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen.[9] Sie verfügt über barrierefreie Appartements, gemeinschaftliche Aufenthaltsbereiche, ein Restaurant-Café, eine Terrasse und umfangreiche Freizeit- und Betreuungsangebote.[10]

Die Einrichtung wurde 1998 eröffnet und feierte ihren 20. Geburtstag im Jahr 2018.[11] Träger der Residenz ist die *CURANUM Betriebs GmbH West*, Teil der größeren Curanum-/Korian-Pflegegruppe mit Sitz in München.[12]

Bedeutung und Entwicklung

Das frühere Straßenbahndepot an der Hordeler Straße war ein wichtiger lokaler Verkehrsknotenpunkt der frühen 20. Jahrhunderts, der im Laufe der Zeit mehreren Verkehrsunternehmen diente und schließlich durch strukturelle Veränderungen im öffentlichen Nahverkehr überflüssig wurde. Der Wandel vom Verkehrsbetrieb zu einer Seniorenresidenz dokumentiert den Strukturwandel in Eickel und der gesamten Ruhrregion: von industriellen Verkehrsinfrastrukturen zu einer Dienstleistungs- und Wohnnutzung, die den demografischen Veränderungen Rechnung trägt.

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Einzelnachweise


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